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Nach drei Spielen ist Schluss

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Alexander Haag und Matthias Thome über eine unerwartete Trennung in Ellenberg

Länderspielpause für die Profis des VfR Aalen. Erst am 15. September steht für die Kicker von Argirios Giannikis das nächste Spiel in der 3. Liga an – in der heimischen Ostalb-Arena gegen Preußen Münster. Bis dahin sollen die Spieler um Kapitän Daniel Bernhardt auch mal durchschnaufen können. "Es wird auf jeden Fall ein, zwei freie Tage geben", verspricht Giannikis. Und das aus gutem Grund: Nach der Pause stehen gleich zwei englische Wochen bevor mit vier Liga- und einem WFV-Pokalspiel. "Da kommt einiges auf uns zu ...", sagt der Coach.

Trotz Ligapause am kommenden Wochenende: Es ist gut möglich, dass sich die Profis des VfR Aalen trotzdem ihre Trikots überstreifen müssen. "Wir schauen gerade, ob am Freitag, Samstag oder Sonntag ein Testspiel möglich ist", sagt Argirios Giannikis. Der Trainer sagt allerdings auch, dass sich die Suche nach einem passenden Gegner schwierig gestaltet. Denn: "Wenn, dann wollen wir einen oberklassigen Gegner, der uns richtig fordert ..."

Erstes Spiel, erster Sieg: Magnus Knecht hat den A-Ligisten VfB Ellenberg gegen den SV Ebnat (2:1) zum ersten Sieg in dieser Saison geführt. Der bisherige Co-Trainer Knecht hatte erst wenige Tage vor der Partie die Mannschaft übernommen, nachdem Jürgen Erhardt zuvor überraschend als Trainer zurückgetreten ist.

Was war passiert in Ellenberg? "Ich hatte eine Idee, die nicht funktioniert hat. Ich wollte neue Reize setzen, im Training war auch alles top, aber im Spiel haben wir es nicht rübergebracht", sagt Jürgen Erhardt. Und: "Ich bin dann nach dem dritten Spieltag und drei Niederlagen zum Wohle des Vereins zurückgetreten."

Jürgen Erhardt kam erst im Sommer zum VfB Ellenberg, zuvor stand er beim TSV Fremdingen an der Seitenlinie. Die schnelle und unerwartete Trennung sei aber im Guten verlaufen. "Es ist alles kein Problem, der VfB Ellenberg ist mein Heimatverein, und ich werde auch künftig zu den Spielen gehen. Außerdem habe ich mich sehr über den ersten Saisonsieg am Wochenende gefreut." Übrigens: Der 43-Jährige ist keineswegs auf der Suche nach einem neuen Club. Im Gegenteil. "Ich bin als Scout beim VfR Aalen tätig, das ist meine Hauptaufgabe. Und da bin ich absolut ausgelastet."

Die Saison wurde zwar gefühlt erst gestern angepfiffen, doch schonjetzt zeichnen sich erste spannende Tendenzen ab. So gibt es Spieler, die in den Kreisligen A und B vom Start weg Topleistungen abrufen können. Der erst 18-jährige Julian Schubert vom FC Ellwangen II schafft es am zweiten Spieltag schon zum zweiten Mal in die FuPa-Elf der Woche. Genauso stark: David Weißenburger vom VfB Tannhausen. Der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler ist zum dritten Mal im vierten Spiel in die Elf des Spieltages gewählt worden.

Nicht in der FuPa-Elf der Woche vertreten und dennoch bockstark: Marcel Modes, der Keeper der SG Union Wasseralfingen II. Im Spiel gegen die SGM Rindelbach/Neunheim musste er zwar vier Gegentreffer hinnehmen, konnte aber gleich zwei Strafstöße parieren.

In der Kreisliga A1 gab es nicht nur etliche Tore zu bestaunen, sondern vor allem auch abgebrühte Torjäger. Drei Vertreter sind hier besonders hervorzuheben: Badara Joof vom FC Durlangen, Sari Selcuk vom FC Stern Mögglingen und Ertac Seskir vom TV Straßdorf brachten das Kunststück fertig, jeweils dreimal einzunetzen. Bei Joof und Seskir steht übrigens je ein Elfmetertreffer zu Buche.

"Es stimmt, er will sich bei uns fit halten", sagt Spielleiter Thomas Klaus vom TSB Gmünd über seinen prominentesten Neuzugang. Gemeint Beniamino Molinari. Der ehemalige Oberligaspieler des FC Normannia Gmünd und spätere FCN-Trainer hat zum Saisonende sein Traineramt beim Oberligisten TSG Backnang aufgegeben. Doch ganz ohne Fußball macht's auch keinen Spaß. Also hat er sich bei TSB-Trainer Veselko Karacic erkundigt, ob er mitmachen kann. Karacic war bei der Normannia unter ihm Co-Trainer. "Wenn bei uns Not am Mann ist und wenn er Zeit hat, spielt er", sagt Klaus. Zum Saisonauftakt in Hohenstadt war Molinari bereits am Ball.

Noch eine Nachricht aus dem Kegelsport. Fabian Seitz, der Weltmeister, Weltpokalsieger und Champions League-Sieger, der bereits das Trikot des KC Schwabsberg getragen hat, hat geheiratet: seine Sabine.

A. Giannikis

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