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Nach Hoskins geht auch Bergheim

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Stani Bergheim

Alexander Haag und Bernd Müller über Abwanderer und Aufstiegshelden

Die Politik ist sich offenbar einig: An diesem Mittwoch soll die Deutsche Fußballliga grünes Licht für den Bundesliga-Start am 15. Mai bekommen. Beim VfR Aalen hoffen die Verantwortlichen unterdessen, dass die Regionalliga-Saison abgebrochen wird. In erster Linie natürlich aus finanzieller Sicht, weil Geisterspiele ohne Fernsehgelder keinerlei Einnahmen bringen würden. Auch sportlich macht eine Fortsetzung für Roland Seitz wenig Sinn. "Aus dem Ganzen ist doch die Luft raus", sagt der Trainer, dessen Profis seit Wochen raus sind aus dem Trainingsbetrieb.

Ähnlich denken die Verantwortlichen der TSG Hofherrnweiler. "Für mich kann es bei uns in Verbandsliga nur eines geben: einen Saisonabbruch", sagt Achim Pfeifer. Was den Vorsitzenden derzeit aber am meisten nervt: die Ungewissheit. "Wir brauchen endlich Klarheit, damit wieder zuversichtlich planen können." Wobei der Aufsteiger gar nicht mehr so viel zu planen hat: "Wir werden weitestgehend mit dem Kader der jetzigen Saison in die neue Runde gehen", sagt Pfeifer, der aktuell davon ausgeht, dass kein Leistungsträger den Verein verlassen wird. Die Mannschaft soll nur punktuell verstärkt werden. Mögliche Kandidaten haben die TSGler im Blick ....

Nach der Trennung von Michael Hoskins braucht der TSV Ilshofen einen neuen Trainer. Was der Fußball-Oberligist für die kommende Runde außerdem braucht: einen neuen Co-Trainer. Denn auch Stani Bergheim verlässt am Saisonende den TSV. Den früheren Zweitliga-Profi des VfR Aalen und Ex-Kicker des TSV Essingen und FC Normannia Gmünd zieht es mit seiner Familie in die Heimat seiner Frau Anja. Die Bergheims haben in Karlsruhe ein Haus gekauft.

Apropos 2. Liga: Genau acht Jahre ist es her, dass der VfR Aalen den Sprung ins Fußball-Unterhaus geschafft hat. Die damaligen Aufstiegshelden schwärmen heute noch von diesem Erlebnis. "Die Aufstiegsfeier mit den Fans auf dem Rathaus-Balkon war grandios. Im Saisonverlauf hatten wir uns immer weiter zu einer starken Einheit geformt – mit einem hervorragenden Teamgeist. Das war letztlich der Schlüssel zum Aufstieg", erzählt Torjäger Cidimar. Auch Verteidiger Thorsten Schulz erinnert sich: "Der Aufstieg war das Ziel, nachdem wir gemerkt hatten, dass wir das schaffen können. Trainer Ralph Hasenhüttl und Geschäftsführer Guido Walter hatten eine Mannschaft zusammengestellt, die bereit war, immer den einen Meter mehr zu gehen ..."

Beim Lauftraining in Moskau erwischt worden ist Normannia-Fußballer Jurij Kotiukov. Zwei Wochen hatte der Defensivspieler nach dem virtuellen Plan seines Coachs Zlatko Blaskic trainiert - obwohl er seit Beginn der Corona-Krise in Moskau bei seiner Familie ist. Dann musste er abbrechen: In der dritten App-Trainingswoche der Gmünder kam in Russland eine Ausgangssperre, Kotiukov hatte zunächst trotzdem an seinen Trainingsläufen festgehalten. "Er musste sogar eine Strafe zahlen, das möchte ich natürlich nicht", sagt Blaskic. Der Trainer hält dennoch weiter Kontakt zu seinem Kicker. "Sobald sich die Lage einigermaßen normalisiert hat und Reisen wieder möglich ist, will er zurückkehren", erzählt er.

Weitermachen will auch FCN-Präsident Alexander Stütz. Auch auf seinem neuen Posten – Stütz wird ab 1. Juni stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg – glaubt das bisherige Barmer-Vorstandsmitglied, die Zeit fürs Ehrenamt beim Verbandsligisten weiter aufbringen zu können.

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