Nach Videoanalyse: „Das war ein reguläres Tor“

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Artistische Flugeinlage: Sascha Korb und der VfR Aalen sind beim FK 03 Pirmasens unsanft gelandet und mussten die nächste Auswärtsniederlage einstecken.
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Nach dem 0:1 in Pirmasens hadert Giuseppe Lepore mit dem Schiedsrichter - und lobt seine Profis.

Pirmasens / Aalen. Im Mannschaftsbus war's still. Die Profis des VfR Aalen wussten genau, dass die 0:1 (0:0)-Niederlage beim FK 03 Pirmasens in die Kategorie „überflüssig“ einzuordnen ist. Darin bestärkt wurden die Schwarz-Weißen nach der Videoanalyse auf der knapp vierstündigen Rückfahrt. Und da haben die Verantwortlichen bei einer Szene genau hingeschaut.

Das Spiel lief keine 120 Sekunden, da zappelte der Ball im Netz. Alessandro Abruscia zirkelt den Eckball an die Strafraumgrenze, Sascha Korb zieht aus 16 Metern direkt ab - Tor. Entscheidend: Benjamin Kindsvater blockt im Strafraum die Schussbahn frei. „Wir haben es am Morgen vor dem Spiel genau so trainiert“, verrät Torjäger Steffen Kienle und fügt hinzu: „Ich weiß nicht, warum der Schiedsrichter da Foul pfeift.“ Giuseppe Lepore sieht es genau: „Wir haben uns die Szene mehrfach angeschaut, das war ein reguläres Tor.“ Der VfR-Geschäftsführer hat nach dem Schlusspfiff beim Unparteiischen Philipp Hofheinz nachgefragt. „Er sagt, dass der Pirmasenser von unserem Spieler geschubst worden sei.“ Aber auch das würden die Aufnahmen widerlegen.

Lepore ist sich sicher, dass „die Partie einen anderen Verlauf genommen hätte, wenn der Treffer gegeben worden wäre“. So aber stand der VfR Aalen nach 90 Minuten erneut mit leeren Händen da - wie schon im ersten Auswärtsspiel der Saison beim FSV Mainz 05 II (1:3). Einen Vorwurf wolle er seinen Kickern aber nicht machen, sagt Lepore. Denn: „Wir haben toll kombiniert, hatten gelungene Ballstafetten, das war à la bonne heure. Wenn wir weiter so spielen, mache ich mir um unser Saisonziel gar keine Sorgen.“

Was einzig gefehlt habe: „dass wir uns belohnen.“ Steffen Kienle, Mark Müller, Alessandro Abruscia oder Daniel Elfadli in der Nachspielzeit hatten genügend Gelegenheiten, einen Treffer zu erzielen. Lepore: „Wir hatten entweder Pech oder waren nicht konsequent genug.“

Klare Worte von Steffen Kienle

Es waren aber nicht nur die vergebenen Chancen, die den VfR Aalen um den ersten Punktgewinn in der Fremde gebracht haben. „Wir haben vergangene Woche ein Gegentor nach einem Eckball gekriegt - und jetzt schon wieder“, kritisiert Steffen Kienle und stellt klar: „Das müssen wir ganz schnell abstellen.“ Auch Giuseppe Lepore hat das nicht gefallen, zumal die Mannschaft im Vorfeld explizit darauf hingewiesen worden sei. „Und dann funktioniert die Variante der Pirmasenser doch ...“

Trotz der zweiten Niederlage im dritten Ligaspiel und dem unerwarteten Aus im WFV-Pokal sagt der Geschäftsführer klipp und klar, dass das Team um Trainer Uwe Wolf jetzt „nicht unter Druck steht“. Vielmehr sei die Mannschaft selbst darauf bedacht, die verlorenen Punkte schnellstmöglich zurückzuholen. „Am besten schon am Samstag gegen den Bahlinger SC“, hofft der Geschäftsführer, der froh ist, dass die Partie wieder in der heimischen Ostalb-Arena ausgetragen wird. Denn das bislang einzige Heimspiel hat der VfR Aalen gewonnen - und daran soll sich auch am Samstag nichts ändern.

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