Nichts für schwache Nerven

  • Weitere
    schließen
+
Daniel Stanese trifft zum 2:1 für den VfR Aalen. Damit beweisen die Hausherren Stärke auf dem eigenen Platz und können dem Topfavoriten der Liga, der SV Elversberg, Paroli bieten.
  • schließen

Nach einem frühen Rückstand dreht der VfR Aalen die Partie und muss in der Schlusssekunde den 2:2-Ausgleich der SV Elversberg einstecken.

Der VfR Aalen ließ es in der Ostalb-Arena noch einmal richtig krachen. Die Partie gegen die SV Elversberg war auf unbestimmte Zeit die letzte vor 450 Zuschauern – und die sahen eine Partie, die sich vor allem in der zweiten Halbzeit zu einem ansehnlichen Duell der beiden Regionalliga-Kontrahenten entwickelte, in dem der VfR Aalen dem Favoriten aus Elversberg nicht nur Paroli bot, sondern auch das Fußballspielen schwer machte.

Zu Gast war der Topfavorit der Liga, die SV Elversberg, die auch gleich zu Beginn stark aufs Feld traten und nach nur wenigen Minuten ein Ausrufezeichen setzten: Die frühe Führung für die Gäste in der vierten Spielminute. Ein Konter, ein Pass von Lukas Kohler auf Israel Suero und das erste Tor.

"Wir müssen uns nicht kleiner machen, als wir sind", sagte VfR Aalens Trainer Roland Seitz vor der Partie. Und das zeigte seine Elf dann auch, die sich von dem frühen Rückschlag nicht unterkriegen ließ, sondern versuchte, sich Torchancen zu erarbeiten.

Führung für die Gäste

Gefährlich wird's, als Aalens Torhüter Daniel Bernhardt kurz drauf das 2:0 herschenkt, als er Feil den Ball in die Füße spielt. Dessen Abschluss kann er aber verhindern. Diesen Fauxpas kann der 35-Jährige gegen Ende des Spiels aber wieder gutmachen, reagiert er in der 85. Minute blitzschnell und pariert einen Kopfball des Elversberger Stürmers Kevin Koffi.

Zur Halbzeit ist die Führung verdient, Aalen kommt nicht richtig zum Zug, findet nicht ins Spiel, kommt nur zu wenigen Torchancen. Auch die Gäste nutzen ihre Chancen nicht konsequent.

Großes Lob an unsere Fans, die uns angefeuert haben.

Roland Seitz, Trainer des VfR Aalen

Wie ausgewechselt kommen die Aalener aus der Kabine: aggressiv und mutig. Mit dem Ausgleichstreffer von Daniel Stanese platzt dann endgültig der Knoten. Es ist die Flanke von links zu Gino Windmüller, der köpft, doch Frank Lehmann pariert. Beim Nachschuss aber kann er nichts mehr machen, Stanese trifft aus dem Getümmel im Strafraum zum 1:1.

Der VfR ist präsent, setzt den Gegner unter Druck, behält die Oberhand, bleibt am Ball. Ligafavorit Elversberg sieht in diesem Minuten alt aus, kommt ins Schwimmen, während die Gastgeber sich Chance um Chance erkämpfen. Und dann ist es nur etwa zehn Minuten später erneut der Kanadier Stanese, der auf 2:1 erhöht.

Es hätten noch weitere Tore fallen können, doch der VfR Aalen lässt seine Großchancen liegen. Elversberg will es in den Schlussminuten noch einmal wissen, der VfR Aalen zittert und hofft, dass in den vier Minuten Nachspielzeit nichts mehr schiefgeht – und wird enttäuscht. Der Elversberger Kapitän Luca Dürholtz schießt quasi mit dem Schlusspfiff und nagelt den Ball in den Winkel zum 2:2. Unhaltbar für den Aalener Schlussmann. "Das war nicht gut nach der Pause. Ich habe am Ende einfach nur drauf gehalten", sagte Dürholtz nach der Partie.

"Großes Lob an unsere Fans, die für einen kurzen Moment Corona vergessen und uns angefeuert haben", sagte Trainer Roland Seitz nach der Partie über die gute Stimmung in der Ostalb-Arena. Für mindestens vier Wochen war das das letzte Duell vor Zuschauern. Wie es mit der Regionalliga weitergeht, ist noch nicht geklärt. Die Partie gegen Rot-Weiß Koblenz fällt vorerst aus, der 13. Spieltag in der Regionalliga Südwest wurde abgesagt.

Zurück zur Übersicht: VfR Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL