Preißinger geht zum 1. FC Magdeburg

+
Auf solch einen Jubel muss der VfR Aalen ab sofort verzichten: Rico Preißinger verlässt den Drittligisten und wechselt zum Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg. Der 21-Jährige kann dank einer Ausstiegsklausel vorzeitig aus dem Vertrag aussteigen.
  • schließen

Der Defensivspieler des VfR Aalen zieht die Ausstiegsklausel und wechselt mit sofortiger Wirkung zum Zweitliga-Aufsteiger. "Ich möchte diese Chance nutzen", sagt der 21-Jährige.

Ex-Trainer Peter Vollmann bezeichnete ihn stets als "unersetzlich". Jetzt muss der VfR Aalen aber genau das tun: künftig ohne Rico Preißinger auskommen. Der 21-jährige Senkrechtstarter wechselt mit sofortoger Wirkung zum Drittliga-Meister 1. FC Magdeburg und spielt damit künftig in der 2. Bundesliga.

Am Mittwochnachmittag war Preißinger ein letztes Mal in der Geschäftsstelle des VfR Aalen und verabschiedete sich von den Verantwortlichen. "Es war alles sehr positiv, wir sind im Guten auseinandergegangen", sagt der 21-Jährige, der in den vergangenen zwei Jahren auf der Ostalb seinen Durchbruch im Profifußball geschafft hat. Mehr noch: Als er im Sommer 2016 vom Regionalligisten 1. FC Nürnberg II als 19-Jähriger zum VfR kam, ahnte niemand, welch rasante Entwicklung er nehmen würde. Preißinger war auf Anhieb Stammspieler und trotz seiner Unerfahrenheit schnell auch Führungsspieler. "Mir fällt der Abschied natürlich schwer, weil ich zwei sehr schöne Jahre in Aalen hatte. Ich hätte selbst nicht gedacht, dass es so gut läuft", sagt er rückblickend.

Aber der einstige Junioren-Nationalspieler gibt auch zu, dass "ich nicht lange überlegen musste", als das Angebot aus Magdeburg ins Haus flatterte. "Als Spieler willst du immer so hoch wie möglich spielen, und ich möchte diese Chance natürlich nutzen", sagt er und fügt hinzu, dass "ich mich jetzt natürlich riesig auf die 2. Bundesliga freue". Sein persönliches Ziel sei es, "möglichst viel zu spielen und mich in der neuen Liga zu etablieren". Und mit dem Team will er vor allem die Klasse halten: "Wir sind Liga-Neuling, da ist das unser oberstes Ziel. Wir werden auf jeden Fall um jeden Punkt kämpfen."

Interessiert seien mehrere Vereine gewesen, "ein konkretes Angebot gab es aber nur aus Magdeburg. Deshalb war das mein einziger Ansprechpartner", sagt Preißinger, der von sehr guten Gesprächen berichtet. Vor allem FC-Trainer Jens Härtel sei "ein sehr positiver Mensch". Und natürlich habe er in den vergangenen Jahren überaus erfolgreiche Arbeit geleistet.

Medizincheck absolviert

Ich musste nicht lange überlegen.

Rico Preißinger Neuzugang des 1. FC Magdeburg

Den Medizincheck beim Neu-Zweitligisten hat Preißinger bereits erfolgreich absolviert. Und am Mittwochnachmittag hat er schließlich seinen Vertrag beim neuen Club unterschrieben – trotz gültigem Arbeitspapier beim VfR Aalen. Allerdings: Der 21-Jährige hatte eine entsprechende Ausstiegsklausel, die er nun gezogen hat. Immerhin: Die Ostälber kassieren eine Ablösesumme. Präsidiumsmitglied Hermann Olschewski hat unterdessen angekündigt, dass der VfR einen entsprechenden Ersatz für Preißinger verpflichten werde.

Die jüngsten Erinnerungen an Magdeburg sind bei Preißinger übrigens keine guten. Im Gegenteil: Im März dieses Jahres kassierte er mit dem VfR Aalen eine bittere 1:6-Klatsche beim 1. FC. Er selbst musste frühzeitig mit einem Bänderanriss vom Platz. "Ja, das war ein bitterer Tag für mich." Wobei das Positive trotzdem überwiege. "Mit diesem Publikum waren die Spiele in Magdeburg immer ein Highlight. Auf diese Partien habe ich mich immer am meisten gefreut.

Diese außergewöhnliche Kulisse darf Rico Preißinger künftig alle zwei Wochen genießen.

Info Rico Preißinger absolvierte seine Fußballausbildung in der Jugend des 1. FC Nürnberg. Beim "Club" spielte er anschließend auch für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Süd und absolvierte dort 45 Spiele (2 Tore). Im Sommer 2016 wechselte der Mittelfeldspieler als 19-Jähriger zum VfR Aalen, wo er auf Anhieb Stammspieler war. Für die Ostälbler absolvierte Preißinger in den zweiten Jahren insgesamt 69 Drittligaspiele, in denen er sechs Treffer erzielte.

Zurück zur Übersicht: VfR Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare