Punkt für Punkt - auch gegen Koblenz

  • Weitere
    schließen
+
Jubel über den 1:1-Ausgleichstreffer in der 80. Minute. Von links Tim Grupp, Gino Windmüller, Leon Volz, Torschütze Alessandro Ambruscia und Kevin Hoffmann. Der VfR Aalen hat einen weiteren Punkt auf dem Weg zum Klassenerhalt gesammelt.
  • schließen

Fußball, Regionalliga Südwest Alessandro Abruscia bringt dem VfR Aalen mit einem sehenswerten Freistoßtor gegen TuS RW Koblenz in 80. Minute das verdiente 1:1-Remis.

Aalen.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Auch beim VfR Aalen ist das so. Obwohl die Rohrwangelf von den letzten acht Spielen nur eines verloren (fünf Unentschieden) hat, kommt sie im Abstiegskampf nicht richtig vom Fleck. Nach dem glücklichen, aber verdienten 1:1 am Sonntagnachmittag gegen TuS RW Koblenz beträgt der Vorsprung zur Abstiegszone der letzten Sechs vier Zähler. Acht Spiele sind es noch in dieser Saison. „Acht Punkte benötigen wir noch, um die Klasse zu halten“, sagt Gino Windmüller.

Dass gegen Koblenz kein Sieg herausgesprungen ist, „das lag heute an dem Problem, dass wir uns zu wenig Torchancen herausgespielt haben.“ Mit dieser Einschätzung liegt der Aalener Abwehrspieler durchaus richtig. In der 21. Minute jagte Mark Müller das Leder über das Koblenzer Gehäuse. Ansonsten gibt es in Sachen VfR-Torchancen aus der ersten Halbzeit kaum mehr zu vermelden.

Es waren die Gäste vom Deutschen Eck, die es von der ersten Minute an mit langen Bällen und der Brechstange versuchten, ihrerseits zu Toren und drei Punkten zu kommen. Lange Zeit ohne Erfolg. Brenzlig für Aalens Keeper Daniel Bernhardt wurde es das erste Mal nach einer halben Stunde, als er einen Volleyschuss von Behadil Sabani aus kurzer Distanz parieren musste. Den Nachschuss drosch Marko Stojanovic übers Stadion in den Wald.

Als nur wenig später Gästekeeper Mario Seidel weit aus seinem Tor herausgeeilt war, fiel Aalens Offensivkraft Ouadie Barini das Leder vor die Füße. Sein Weitschuss aufs offene Tor wurde gerade noch abgefangen.

Beide Mannschaften gingen in diesem temporeichen Regionalligaspiel energisch zur Sache. Die Folge waren zahlreiche Spielunterbrechungen, die den Spielfluss dann doch merklich störten.

Der Elfmeterschock

An ein Tor dachte wenige Minuten vor Seitenwechsel niemand. Doch sechs Minuten vor dem Halbzeitpfiff zeigte Schiedsrichter Alessandro Scotece auf den Punkt. Marcel Appiah hatte Ahmet Sagat am Trikot gezogen. Elfmeter. Den netzte Koblenz' Quentin Fouley souverän zur Gästeführung ein.

Nach Seitenwechsel dasselbe Spiel. Aalen war zwar die dominierende Mannschaft. Doch im Angriffszentrum machte sich das Fehlen der verletzten Steffen Kienle und Toni Vastic deutlich bemerkbar. Zweimal - in der 55. und 59. Minute - musste Daniel Bernhardt in höchster Not klären, um seine Mannschaft im Spiel zu halten. In der 62. Minute versuchte es Aalens Alessandro Abruscia zunächst noch vergebens mit einem Freistoß aus 20 Metern.

In der Schlussviertelstunde ließen die Kräfte der Gäste merklich nach. TuS-Trainer Heiner Backhaus wurde angesichts manch unverständlicher Schiedsrichterentscheidung immer lauter. (VfR-Coach Uwe Wolf hatte sich zu diesem Zeitpunkt seine Gelbe Karte längst abgeholt.) Aalen konnte nun mehr Druck aufbauen. Nach einer Flanke von Barini direkt vors Tor der Gäste fehlten Mark Müller nur wenige Zentimeter zum Einnetzen. Gleich darauf köpfte Barini selbst neben das Tor.

Ein gefühlvoller Freistoß zum 1:1

Der Jubel war groß, als Abruscia in der 80. Minute einen weiteren Freistoß gefühlvoll und unhaltbar für Koblenz-Keeper Mario Seidel zum 1:1-Ausgleich in die Maschen setzte.

Als dann Behadil Sabani mit einem Gewaltschuss aus 30 Metern das Aalener Dreiangel ansteuerte, zeigte Daniel Bernhardt, dass er nichts aus seinen Zweitligazeiten verlernt hatte, und lenkte das Leder mit den Fingerspitzen zur Ecke. Aufatmen bei den VfR-Spielern.

Und wenn der eingewechselte Kai Merk drei Minuten vor dem Schlusspfiff die Hereingabe von Leon Volz erreicht hätte, hätte der VfR Aalen sogar als Sieger vom Platz gehen können.

„Acht Punkte benötigen wir noch, um die Klasse zu halten.“

Gino Windmüller, Abwehrspieler des VfR Aalen
Aalens Leon Volz (rechts) versucht gegen Maximilian Pommer an den Ball zu kommen.

Zurück zur Übersicht: VfR Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL