Schluss mit einfachen Fehlern

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Derzeit keine echte Option: Torjäger Toni Vastic läuft nach wie vor seiner Form hinterher – weil er nicht richtig fit ist. Trotzdem will der VfR Aalen am Sonntag mit aller Macht gegen Bayern Alzenau gewinnen.
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Nach den zwei Pleiten zuletzt steht der VfR Aalen bereits unter Druck. Am Sonntag muss gegen Bayern Alzenau ein Sieg her.

Roland Seitz hatte schwer zu knabbern nach der erneuten Pleite mit vier Gegentreffern. Weil der Trainer des VfR Aalen nach der Rückkehr aus Freiburg nicht gleich schlafen konnte, hat er die Zeit sinnvoll genutzt und ein Spiel des kommenden Gegners angeschaut. Am Sonntag gastiert der FC Bayern Alzenau in der Ostalb-Arena. Anpfiff: 14 Uhr.

"Das ist eine hungrige Mannschaft, die weite Wege geht, viel läuft, und sie spielt ein ähnliches System wie Freiburg mit einer Dreierkette und zwei Spitzen", verrät Seitz. Und fügt hinzu, dass "sich für uns an der Aufgabenstellung nicht viel verändern wird im Vergleich zum Freiburg-Spiel".

Definitiv ändern soll sich das Endergebnis. 1:4 und 0:4 lauten die beiden jüngsten Resultate, die das Selbstvertrauen nach dem unerwarteten Auftaktsieg völlig zunichte gemacht haben. "Das ist jetzt keine einfache Situation momentan, und wir haben uns damit jetzt schon unter Zugzwang gebracht und stehen am Sonntag unter Druck", sagt der VfR-Trainer und stellt klar: "Wir müssen mit aller Macht versuchen, das Spiel gegen Alzenau zu gewinnen!"

"Viel richtig gemacht ..."

Keine einfache Aufgabe nach beiden jüngsten Klatschen. Wobei Seitz sagt, dass er seinen Profis nach dem 0:4 keine allzu großen Vorwürfe machen könne. "Das hört sich blöd an und ist auch kein Schönreden, aber wir haben vieles richtig gemacht." Dass es am Ende trotzdem vier Mal hinter dem sonst weitgehend beschäftigungslosen Keeper Daniel Bernhardt einschlug, liegt für den Trainer "an den vielen persönlichen Fehlern". Und: "Diese einzelnen Personen müssen das schnellstmöglich abstellen." Seitz sieht dabei weniger ein Qualitätsproblem. "Das ist jetzt mehr eine Sache des Kopfes." Wichtig sei, dass man in der Vorbereitung aufs Alzenau-Spiel "das Positive herausarbeitet".

Was Seitz nicht macht: "die Keule rausdolen." Denn: "Wenn wir das schon nach dem dritten, vierten Spieltag machen, verrennst du dich bei 42 Spielen." Wobei der Trainer aber klarstellt, dass "diejenigen, die öfter Fehler machen, sich das Spiel von draußen anschauen werden". Heißt: Personelle Wechsel sind auch am Sonntag nicht ausgeschlossen. Wobei die Defensivspieler Marcel Appiah und Kristjan Arh Cesen weiterhin keine Optionen sind (siehe extra Meldung). Und den Offensiven Toni Vastic und Dijon Ramaj fehlt weiter Form und Fitness.

Das ist jetzt mehr eine Sache des Kopfes.

Roland Seitz Trainer des VfR Aalen

Seitz hofft auf eine Führung

Es gibt aber mehrere Punkte, die Seitz für Sonntag zuversichtlich stimmen. Das ist zum einen die Tatsache, dass der VfR nach zwei Spielen in der Fremde wieder daheim ran darf. Zum anderen ist der Coach überzeugt davon, dass seine Profis genügend Qualität haben, um dem Gegner Paroli bieten zu können.

Was Seitz besonders wichtig ist: "dass wir mal wieder in Führung gehen. Denn nach einer Führung haben wir selten verloren." Dazu muss hinten die Null stehen.

Voraussetzung dafür ist wiederum, dass endlich Schluss ist mit den einfachen Fehlern.

So könnten sie spielen: VfR: Bernhardt – Knipfer, Windmüller, Oschkenat, Herrmann – Sakai, Grupp, Holldack – Hoffmann, Merk, Abruscia

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