Fußball, WFV-Pokal, 2. Runde

2:0-Sieg für VfR Aalen: Viele Chancen und ein Blitz-Joker-Tor

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Der VfR Aalen (in rot) setzte sich in der zweiten Runde des WFV-Pokals gegen den TSGV Waldstetten durch.
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Der Regionalligist VfR Aalen lässt im WFV-Pokalspiel gegen den TSGV Waldstetten aus der Landesliga nichts anbrennen und gewinnt 2:0. Levin Kundruweit trifft vier Sekunden nach seiner Einwechslung.

Waldstetten

Am Ende wäre ein deutlich höherer Sieg für den VfR Aalen gegen den TSGV Waldstetten durchaus verdient gewesen, doch die Elf von VfR-Trainer Tobias Cramer ließ Chance um Chance liegen. Aber: Kristjan Arh Cesen und Levin Kundruweit konnten den Ball jeweils im TSGV-Gehäuse versenken und führten ihr Team mit 2:0 in die dritte Pokalrunde.

Den ersten Warnschuss feuerte VfR-Kapitän Alessandro Abruscia, doch der Ball segelte weit über das TSGV-Tor (3. Minute). Der Aalener Verteidiger Tim Schmidt verfehlte den Kasten von Max Helmli wenig später per Kopf (8.). Auch Holger Bux verzog anschließend nach Vorarbeit von Sean Seitz (18.).

Bis zu diesem Zeitpunkt fand die Kugel nicht einmal sein Ziel. Das sollte sich in der 19. Minute mit dem ersten Schuss auf das Waldstetter-Tor ändern.

VfR belohnt sich durch Cesen

Der Linksverteidiger des VfR Aalen, Kristjan Arh Cesen, nahm auf seiner Außenbahn Tempo auf, schaffte sich dadurch den nötigen Platz, um einen strammen Schuss ins lange Torwarteck abzugeben, der direkt in den Maschen landete (19.).

Die beste Möglichkeit für die Hausherren hatte Max Dudium, der nach einer Flanke von Bäumel aus dem Halbfeld im Sechzehner hochstieg und per Kopf das Spielgerät neben das Tor setzte (29.).

Bis auf diese Ausnahme behielt der VfR Aalen durchgehend die Oberhand und ging mit der verdienten, wenn auch knappen, Führung in die Halbzeit.

Die Gäste aus Aalen verpassten nach der Pause durch einen etwas zu unplatzierten Kopfball des starken Stefan Wächter (61.) sowie einen scharfen Schuss über die Latte von Sean Seitz (65.) die Führung auszubauen - und das hätte sich fast gerächt. Aber nur fast, denn nach einem Abspielfehler von Tim Schmidt, schnappte sich der bei Waldstetten eingewechselte Marco Waibel die Kugel und flankte über die linke Seite in den Strafraum des VfR. Jannik Kurfess schaffte es nicht, seinen Abschluss präzise auf das Tor zu bringen (69.).

Kundruweit zieht den Stecker

Anschließend überschlugen sich die Ereignisse: Erst pfiff der Schiedsrichter das Tor des bereits jubelnden VfR-Neuzugangs, Paolo Maiella, wegen Abseits zurück (73.), dann sorgte auf der anderen Seite TSGV-Akteur Jonas Kleinmann mit seinem Gewaltschuss aus der Distanz bei VfR-Keeper Michael Witte für Probleme, der den Ball im Nachfassen kontrollieren konnte (76.).

Während der besten TSGV-Phase zerstörte der eingewechselte VfR-Stürmer Levin Kundruweit nach einer Abruscia-Ecke alle Pokalträume des TSGV (78.). Vier Sekunden und einen Kopfball benötigte der Joker, um den Stecker beim TSGV zu ziehen. Die Aalener erspielten sich weitere hochkarätige Möglichkeiten, die allesamt jedoch ungenutzt blieben. Das Weiterkommen in Runde drei war dennoch nicht mehr gefährdet.

Waldstetten - VfR Aalen 0:2 (0:1)

TSGV: Helmli - Eißele, Fröhlich, Rembs, Bäumel - Dudium (75. Herbst), Hartmann (84. Braun), Rosenfelder, Kurfess (81. Nicolosi), Kleinmann - Zenen (60. Waibel)

VfR: Witte - Volz, Schmidt, Odabas, Cesen - Meien, Korb - Seitz (65. Maiella), Abruscia (90+1 Arcalean), Wächter(74. Müller) - Bux (78. Kundruweit)

Tore: 0:1 Cesen (19.), 0:2 Kundruweit (78.)

Stimmen zum Spiel:

Tobias Cramer (Cheftrainer VfR Aalen): Ein verdienter Sieg, auch aufgrund der herausgespielten Torchancen. Bei manchen Situationen, die die Schiedsrichterassistenten gewunken haben, bin ich mir nicht sicher. Es waren schon auch Situation dabei, bei denen ich glaube, dass es kein Abseits war, weil ein Spieler aus der Tiefe kommt. Dann wäre es sicherlich vom Ergebnis anders ausgefallen. Wir haben ein stabileres Spiel gemacht, trotz dass der Gegner stärker war. Hier war ein Plan und eine strukturierte Art und Weise wie Fußball gespielt werden soll dahinter. Levin Kundruweits schneller Treffer ist natürlich Spielglück - das kann man nicht lernen. Mich hat es riesig gefreut. Es ist nicht selbstverständlich, weiterzukommen. Das 3:0 oder 4:0 wäre sicherlich auch in Ordnung gewesen, aber jetzt sind wir weiter. Das ist das eigentliche Ziel im Verbandspokal - und fertig. Jetzt werden wir vor dem Saisonstart noch an ein paar Sachen feilen, auch was das Thema Spritzigkeit angeht. Wir waren schon etwas spritziger als letzte Woche und haben jetzt mehr die Explosivkraft im Auge, so dass wir optimal und hoffentlich gut gerüstet nach Freiberg fahren.

Bernd Maier (Cheftrainer TSGV Waldstetten): Dass Aalen knapp 80 Prozent Ballbesitz hat, war zu erwarten. Wir spielen drei Klassen tiefer. Ich denke nicht, dass irgendjemand erwartet, dass wir die an die Wand spielen. Wenn wir die Chance hatten, hat der letzte Ball gefehlt oder wurde geblockt. Insgesamt geht der Sieg natürlich in Ordnung. Aalen hat schon Chancen gehabt. Mit ein bisschen Glück können wir das ein oder andere Tor machen, aber es war klar verdient. Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben gut dagegengehalten und gearbeitet, deswegen ist das 0:2 auch für uns ein gutes Ergebnis. Das war jetzt natürlich ein Highlight für uns. Nächste Woche geht die Punkterunde los, der ganz normale Ligaalltag, da müssen wir ähnlich die Leistung auf den Platz bringen - zumindest in der Defensive. In der Offensive werden wir da mehr Möglichkeiten kriegen. ⋌ag

VfR Aalen - TSGV Waldstetten. Simon Fröhlich. Foto: Jan-Philipp Strobel
TSGV-Trainer Bernd Maier
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VfR-Trainer Tobias Cramer
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