Tim Schmidt: Ein Youngster drängt beim VfR Aalen in die Startelf

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Tim Schmidt ist gerade in der Innenverteidigung erste Wahl.
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Der 20-Jährige ist beim VfR Aalen bereits eine feste Größe. Doch die Konkurrenz ist groß.

Aalen. Jan Just hat bereits 20 Drittliga- und 50 Regionalligaspiele absolviert. Dementsprechend hat der 25-Jährige den Anspruch, beim VfR Aalen ein Führungsspieler zu sein. Doch der Neuzugang vom SV Waldhof Mannheim hat es nicht nur wegen seiner körperlichen Rückschläge in der Vorbereitung schwer, in die Startelf zu kommen - weil ein Youngster ordentlich Druck macht: Tim Schmidt.

Tim Schmidt hat vor gut einem Jahr noch für die Junioren des 1. FC Heidenheim gespielt. Doch bereits in seinem ersten Jahr beim VfR Aalen hat der 20-Jährige angedeutet, dass er mehr ist als nur ein Backup-Spieler. Schmidt hat es in seiner ersten Saison auf 22 Regionalligaspiele gebracht, in denen er drei Treffer erzielte. Und auch vor der an diesem Samstag beim SGV Freiberg (Anpfiff: 14 Uhr) startenden Runde ist er erste Wahl. „Tim hat in der Vorbereitung einen sehr stabilen Eindruck gemacht“, sagt Tobias Cramer. Und der Trainer macht keinen Hehl daraus, dass der 20-Jährige neben Ersatzkapitän Ali Odabas der zweite Innenverteidiger ist. Neuzugang Mehmet Bagci und Michael Schaupp bleibt damit nur die Rolle der Ersatzspieler. Was Cramer von seinem Youngster allerdings verlangt: dass Schmidt die kleinen (Leichtsinns-)Fehler abstellt.

Szabo und Österle nicht im Kader

Feste Größen sind jetzt auch schon drei Neuzugänge: neben Keeper Michel Witte auch Stefan Wächter und Vico Meien. Wobei Cramer klarstellt, dass die Neuen in der Vorbereitung „kleine Hängephasen“ gehabt hätten. So sei Wächter beispielsweise in der dritten Trainingswoche „körperlich nicht auf dem Platz gewesen“. Aber: Alle hätten sich auf dem Tief herausgearbeitet. Das gilt ohnehin fürs gesamte Team, und nach der intensiven Vorbereitung erkennt Cramer, dass „wir rechtzeitig zum Saisonstart spritziger und dynamischen sind“. Ist das Team damit bei 100 Prozent? „Sicherlich noch nicht, weil es ein Entwicklungsprozess ist“, sagt der Trainer. Und fügt hinzu: „Aber wir haben so gut gesteuert, dass wir aktuell eine enorm hohe Fitness und Körperlichkeit auf den Platz bringen - gepaart mit einer hohen fußballerischen Qualität.“

Und der Trainer selbst? Wie angespannt ist Tobias Cramer vor seiner Ligapremiere beim VfR Aalen? „So langsam steigt die Nervosität, so langsam fängt es an zu kribbeln. Ich hatte zwar keine schlaflosen Nächte, als am Vormittag des Spieltags schraubt der Puls nach oben.“

Bis dahin will der Trainer auch seine endgültige Startelf im Kopf haben - am Freitag gab's noch „zwei, drei offene Positionen“. Und: „In der Nacht vor dem Spiel werde ich mich dann für die bestmögliche Formation entscheiden.“ Bereits entschieden hat Cramer, welche Spieler am Samstag nicht zum Kader gehören werden: Keeper Tom Österle und Youngster Mario Szabo fahren nicht mit nach Freiberg.

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