Trainer für einen Tag?

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Trainer auf Zeit: Petar Kosturkov (2. von rechts) hat am Dienstag gemeinsam mit Co-Trainer Christian Demirtas die Einheit beim VfR Aalen geleitet. Ob das Duo auch an diesem Mittwoch noch gemeinsam auf dem Platz stehen wird, ist ungewiss.
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Petar Kosturkov leitet am Dienstag das Training der Profis und sagt, dass er den Job beim VfR Aalen gerne dauerhaft übernommen hätte.

Das Wichtigste vorweg: Der neue Trainer stand am Dienstag noch nicht auf dem Platz. Stattdessen hat U19-Trainer Petar Kosturkov die Einheit am Nachmittag geleitet – gemeinsam mit Co-Trainer Christian Demirtas. Ob das Duo auch am Mittwoch noch ran darf, ist ungewiss. Denn der Neue wird in Kürze erwartet.

Einige Zaungäste haben sich am Dienstagmittag am Trainingsplatz im Greut eingefunden. Die sagten, dass die Entlassung von Roland Seitz richtig gewesen sei. Sie sagten aber auch, dass sie sich Petar Kosturkov durchaus als Dauerlösung vorstellen können.

Das allerdings ist keine Option, und Geschäftsführer Giuseppe Lepore untermauerte das noch einmal: "Wie bereits gesagt, wir suchen einen externen Trainer." Und diese Suche wurde auch am Dienstag intensiv vorangetrieben. "Wir haben noch einen engen Kandidatenkreis", sagt Lepore und stellt klar, dass "wir einen Trainer suchen, mit dem wir länger zusammenarbeiten wollen". Voraussetzung sei natürlich der Klassenerhalt.

Zu möglichen Namen äußerte er sich nicht. Wobei einer immer wieder genannt wird: Uwe Wolf – derzeit Trainer beim bayerischen SV Mehring und ein guter Bekannter von Geschäftsführer Lepore. Der wiederum stellt klar: "Es ist noch keine Entscheidung gefallen." Das allerdings kann schon an diesem Mittwoch anders sein. Und so war es auch Demirtas, der die knapp zweistündige Trainingseinheit am Dienstag um 15.50 Uhr wie folgt beendete: "Morgen um 14 Uhr geht's weiter", sagte der Co-Trainer und fügte hinzu: "Ihr wisst bescheid."

Viel Spaß und Feuer drin

Die Jungs haben super mitgemacht.

Petar Kosturkov Interimstrainer VfR Aalen

Wer diese Einheit leiten wird, wusste allerdings niemand. Auch nicht Kosturkov. "Mir wurde lediglich gesagt, dass ich es so lange machen soll, bis der neue Trainer verpflichtet ist." Ob das nur der eine Tag oder zehn Tage seien, das könne er nicht sagen. Eines aber gab der Interimstrainer zu Protokoll: "Natürlich würde ich den Job gerne dauerhaft machen, ich bin schließlich Fußballlehrer."

Und als solcher hat er erkannt, dass Feuer drin ist im Team. "Das war eine sehr gute Einheit. Die Jungs haben super mitgemacht, sie haben großen Einsatz gezeigt und Gas gegeben, und es hatten alle Spaß." In der Tat: Es war viel Bewegung drin in den Spielformen, dazu die nötige Härte. Keeper Daniel Bernhardt parierte einen Elfmeter von Alessandro Abruscia, und Toni Vastic traf mit einem Volley-Kracher ins Tor. Es schien, als würde sich der Österreicher den Frust von der Seele ballern ...

Petar Kosturkov jedenfalls ist überzeugt, dass die Mannschaft "definitiv die Qualität für den Klassenerhalt hat". Und mit Blick aufs Auswärtsspiel am Samstag bei Schott Mainz will der Übergangstrainer am Mittwoch im taktischen Bereich arbeiten – falls er noch darf.

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