TSV Essingen haut den VfR Aalen raus

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Erneut ein böser Patzer: Der VfR Aalen verliert das Prestigeduell verdient mit 0:1 (0:1) und scheidet aus. Trainer Roland Seitz: "Wir haben nicht die nötige Qualität."

Der VfR Aalen setzt die schwarze Serie im WFV-Pokal fort und ist erneut früh ausgeschieden. Diesmal unterlag der Regionalligist am Mittwochabend im Prestigeduell beim niederklassigeren TSV Essingen mit 0:1 (0:1). Der trifft jetzt im Achtelfinale auf Dorfmerkingen-Bezwinger Stuttgarter Kickers.

Beniamino Molinari ballte nach dem Schlusspfiff die Faust und strahlte. "Dieser Sieg ist eine Sensation", sagte der Trainer des TSV Essingen. Sein Gegenüber Roland Seitz hatte da schon eine andere Einschätzung. "Essingen hat keine normale Verbandsligamannschaft, und wir haben derzeit nicht das Niveau einer Regionalligamannschaft." Für den Trainer des VfR Aalen war das Scheitern in der dritten Runde keineswegs eine allzu große Überraschung. "Wir haben momentan einfach nicht die nötige Qualität. Der Gegner war auch physisch stärker."

Und: Der Regionalligist musste bereits nach wenigen Minuten den ersten Rückschlag verkraften. Marcel Appiah blieb nach einer Grätsche liegen, Masseur Achim Hägele signalisierte sofort: auswechseln. Der Innenverteidiger musste mit einer Knieverletzung raus (7.). Aalen spielte danach zwar auf Augenhöhe mit, vom Klassenunterschied war aber wenig zu sehen. Der starke Essinger Keeper Jerome Weisheit rettete vor dem einschussbereiten Michael Senger (12.), und auf der anderen Seite scheiterte Niklas Weissenberger mit einem Kopfball am Außenpfosten (16.). "Wir waren eigentlich gut drin im Spiel", sagte Seitz, während Molinari bei seiner Elf die Durchschlagskraft vermisste.

Dann aber passierte das, was der VfR Aalen seit Wochen einfach nicht abstellen kann: ein individueller Aussetzer. Andreas Knipfer hatte den Ball bereits unter Kontrolle, als er die Kugel leichtfertig an Niklas Weissenberger verlor. Es folgte ein Geniestreich des Ex-Profis: ein Schlenzer aus halblinker Position – 1:0 (43.). "Das hat er überragend gemacht", sagte Molinari.

Der Gegner war physisch stärker.

Roland Seitz Trainer des VfR Aalen

Was der VfR Aalen dann im zweiten Durchgang ablieferte, war eines Regionalligisten nicht würdig. Der vermeintliche Favorit fand überhaupt keine Mittel, die Essinger ernsthaft in Gefahr zu bringen. Ein (harmloser) Heber von Dijon Ramaj (63.), ein 17-Meter-Schuss von Senger (72.) und schließlich ein Kopfball des freistehenden Kai Merk (90.+2), das war alles, was die Ostälbler zustande brachten. "Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt", sagte Seitz. Und er musste mit ansehen, wie Essingen vorzeitig alles hätte klar machen können. Niklas Groiß (64.), Janik Wiedmann (85.), Weissenberger (90.) und Benjamin Schiele (90.+6) ließen klare Chancen liegen. "Diese Mannschaft hält brutal zusammen, das gefällt mir", sagte Beniamino Molinari.

Und natürlich auch das Endergebnis in diesem Prestigeduell.

Essingen – VfR Aalen 1:0 (1:0) TSV: Weisheit – Auracher, Feisthammel, Camara – Ruth, Funk, Weissenberger (90.+5 Schiele), Nierichlo – Coban (88. Koci) – Groiß (69. Wiedmann), Eckl (77. Knecht) VfR: Bernhardt – Knipfer, Appiah (7. Bux), Windmüller, Herrmann – Sakai, Grupp, Ehret (75. Merk) – Volz (60. Ramaj), Vastic, Senger Tor: 1:0 Weissenberger (43.) Gelbe Karten: Ruth, Knecht, Nierichlo – Grupp, Windmüller Zuschauer: 499

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