VfR: 30 Spiele nach der Winterpause?

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Leere Ränge, keine Spiele: Wann wird in der Ostalb-Arena wieder Fußball zu sehen sein? Der VfR Aalen hat seit dem 31. Oktober nicht mehr gespielt. Werden auch alle Partien im Dezember abgesagt, müssten die Ostälbler im neuen Jahr 30 Ligaspiele absolvieren – sollte die Runde regulär zu Ende gespielt werden.
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Am Dienstag wird entschieden, wie es weitergeht: Geschäftsführer Giuseppe Lepore spricht über mögliche Szenarien und darüber, was der VfR Aalen will.

Es wird eng: Schon jetzt muss die Regionalliga Südwest in dem ohnehin proppevollen Kalender fünf zusätzliche Nachholspiele aus dem November unterbringen. Sollte in diesem Jahr gar nicht mehr gespielt werden, hieße das: Für den VfR Aalen stünden im neuen Jahr 30 Partien an, wenn die Saison regulär zu Ende gespielt werden soll. Und genau das wollen auch alle Vereine.

An diesem Dienstag wird entschieden, wie es ab Dezember weitergeht. Und da hat der Ligaverband deutlich gemacht, dass die Behörden die Rahmenbedingungen vorgeben. Heißt: Sobald in allen vier beteiligten Bundesländern das Training erlaubt ist, setzt die Regionalliga Südwest den Spielbetrieb fort. Folgende Szenarien kommen in Frage:

1. Im Dezember weiterspielen: Wenn ab 1. Dezember wieder Ligaspiele ausgetragen werden sollen, muss die Regierung in allen Bundesländern sofort grünes Licht zum Training geben. Denn: Grundvoraussetzung für Ligaspiele ist, dass jeder Verein zuvor 14 Tage trainieren kann. "Wenn das geht, können im Dezember die regulären Spieltage sowie die ersten Nachholspiele stattfinden", sagt Giuseppe Lepore. Was auch passieren kann: Dass das Training erst ab 1. Dezember erlaubt wird. Da könnte die Saison wegen der Trainingsvorlaufzeit erst Mitte Dezember fortgesetzt werden. 2.Die Winterpause vorverlegen:

Wenn im Dezember keine Spiele mehr erlaubt werden, können die Vereine sofort in die Winterpause gehen – und früher starten. Lepore: "Ein möglicher Beginn könnte dann bereits am 8. Januar oder 15. Januar sein. Da könnten Nachholspiele absolviert werden, auch mit Englischen Wochen." 3. Nach der Winterpause regulär weiterspielen: Bleibt es bei der vorgesehenen Winterpause, geht die Saison am 29. Januar weiter. Wird vorher nicht mehr gespielt, hieße das: Es müssten noch 30 Spieltage bis Saisonende absolviert werden. "Dann wären natürlich viele englische Wochen nötig", sagt der VfR-Geschäftsführer. 4. Das Saisonende nach hinten verschieben: Für die Vereine ist das zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Thema. "Stand heute besteht die reelle Chance, die Saison wie geplant zum 12. Juni regulär zu Ende zu spielen." Wobei Lepore auch sagt: "Das sollte man als Option im Hinterkopf behalten." Theoretisch könne bis 30. Juni gespielt werden. 5. Die Saison verkürzen: Da gibt es mehrere Varianten: Nur die Vorrunde spielen. Die Liga nach der Hinrunde aufteilen und eine Aufstiegs- und Abstiegsrunde spielen. Oder so lange spielen wie es geht und dann den Quotienten entscheiden lassen. Auch die drei Varianten sind für die Vereine aktuell kein Thema. "Jeder will die Saison regulär zu Ende spielen", sagt Lepore. Zumal das auch die Pflicht der Verbände sei: alles dafür zu tun, dass die Runde planmäßig stattfindet.

Was der VfR Aalen will ...

Sogar nur 500 Zuschauer würden uns helfen.

Giuseppe Lepore Geschäftsführer des VfR Aalen

Bevor am Dienstag die Entscheidung getroffen wird, haben sich alle 22 Regionalliga-Südwest-Vereine in einer Videokonferenz ausgetauscht. Dabei haben 9 Vereine eine gemeinsame Stellungnahme ausgearbeitet, die den Gremien vorgelegt wurde. Zu diesen 9 Vereinen gehört auch der VfR Aalen. "Wir haben einen klaren Standpunkt", sagt Lepore und verrät diesen: "Wir wollen, dass der Spielbetrieb erst im Januar fortgesetzt wird." Der Geschäftsführer hofft dann auf verbesserte Infektionszahlen. Und: "Die Gesundheit aller Beteiligten hat für uns oberste Priorität, und wir sehen es als unsere Pflicht an, dass wir uns den gesellschaftlichen Anforderungen anschließen und einen Beitrag zur Kontaktminimierung leisten." Was der VfR Aalen auch befürworten würde: einen früheren Start als der 29. Januar und zudem eine Verlängerung der Saison. Dann bleibe mit englischen Wochen genügend Zeit, die Runde zu Ende zu spielen.

Keine weiteren Geisterspiele

Was der VfR Aalen auf keinen Fall will: Geisterspiele. "Ein, zwei Spiele ohne Fans sind noch vertretbar, aber dann brauchen wir wieder unsere Zuschauer. Das ist als wirtschaftlicher Faktor überlebensnotwendig." Lepore erinnert daran, dass bei jedem Geisterspiel ein niedriger fünfstelliger Betrag fehlt. Ganz nebenbei könne der Verein bei Geisterspielen auch nicht den Verpflichtungen der Sponsoren nachkommen. "Sogar nur 500 Zuschauer würden uns enorm helfen", so der Geschäftsführer.

Und mit welcher Entscheidung rechnet Giuseppe Lepore am Dienstag? "Ich glaube nicht, dass in diesem Jahr noch ein Ligaspiel stattfinden wird ..."

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