VfR Aalen: Cramer vertraut der Sieger-Elf

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VfR-Verteidiger Ali Odabas war auch ein Faktor für den Sieg vergangenes Wochenende gegen Koblenz. Kann der VfR Aalen gegen den FSV Frankfurt direkt nachlegen?
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Nach dem Befreiungsschlag auswärts gegen Koblenz folgt nun am Samstag in der Ostalb-Arena (14 Uhr) das Duell gegen den FSV Frankfurt. Kann der VfR Aalen weiter Boden gutmachen?

Aalen

Nachdem der VfR Aalen durch den Neun-Punkte-Abzug vor dem Spiel gegen Koblenz das Tabellenschlusslicht bildete, zeigte die Mannschaft eine Trotzreaktion und überholte im direkten Kellerduell die Koblenzer mit 1:0 postwendend. Nun empfangen die Aalener diesen Samstag als Vorletzter mit dem FSV Frankfurt eine Mannschaft, die sich im Tabellenmittelfeld festgebissen und den aktuell führenden Torjäger der Regionalliga Südwest in den eigenen Reihen hat. Der Anstoß erfolgt in der Ostalb-Arena um 14 Uhr.

Klar ist, dass die Schwarz-Weißen auch bei einem Sieg gegen Frankfurt den vorletzten Tabellenplatz behalten würden. Aber: „Es geht in dieser Phase darum, dass man Druck von hinten machen kann“, sagt VfR-Trainer Tobias Cramer. „Wenn man dann Spiele gewinnt, zeigt man den Mannschaften: Obacht, der VfR Aalen kann punkten.“

Der Sieg gegen Koblenz sorgte zunächst für etwas Erleichterung. Doch Cramer weiß: „Wichtig wird sein, dass wir nicht nachlassen. Wir müssen sehr konzentriert, mannschaftlich geschlossen und sehr robust gegen Frankfurt auftreten.“

Selbstbewusster Gegner

Denn die Hessen kommen als Neunter des Tableaus und mit einem 5:0-Kantersieg gegen Freiberg im Rücken in die Ostalb-Arena. Für Cramer war das „ein klares Ausrufezeichen. Die Jungs können kicken“. Insbesondere Frankfurts Stürmer Cas Peters, der gegen Freiberg einen Dreierpack erzielte, ist derzeit nicht zu bremsen. 12 Treffer stehen für ihn auf dem Torjäger-Konto. Damit führt er die Torschützenliste vor Niklas Antlitz (FC Astoria Walldorf) und Fabian Eisele (FC 08 Homburg) an, die beide zehn Mal erfolgreich einnetzen konnten. „Er ist ein Spieler mit einer guten Intuition - gerade bei Standards - und ist qualitativ sehr hochwertig“, warnt der 48-Jährige VfR-Trainer vor Peters. Doch auch generell sei Frankfurt für Cramer ein sehr erfahrenes Team, dass gegenüber der vergangenen Saison eine enorm gute Entwicklung gezeigt habe. Doch Cramer ist nicht nur voll des Lobes für das gegnerische Team. „Die Mannschaft hat es sehr gut umgesetzt letzte Woche“, bewertet der VfR-Trainer den Auftritt gegen Koblenz. „Wir wollen für uns eine kleine Siegesserie starten. In dieser Situation würde das allen Beteiligten sehr gut tun.“

VfR Aalen steht zusammen

Die sportliche Bilanz nach dem Insolvenz-Beben ist nach drei Spielen in jeder Hinsicht ausgeglichen. Ein Remis, eine Niederlage, ein Sieg gab es für die Aalener in dieser Reihenfolge nach Bekanntgabe der Insolvenz. „Wir wissen, wir stehen zusammen“, sagt Cramer. „Der sportliche Bereich und die Administrative versucht alles reinzuhauen. Das kann ein neues Wir-Gefühl entwickeln, aber jetzt müssen wir unsere Hausaufgaben machen.“

Für die nächste Aufgabe im eigenen Haus kann der 48-Jährige höchstwahrscheinlich wieder auf den wiedergenesen Flügelspieler Paolo Maiella zurückgreifen, der nach seiner schweren Gesichtsverletzung die ganze Woche mittrainierte und mit einer speziellen Carbon-Maske auflaufen könnte - allerdings nicht von Beginn an. Cramer ließ vor der Partie durchleuchten, dass er der Sieger-Elf aus dem Koblenz-Spiel im kommenden Aufeinandertreffen gegen Frankfurt vertraut. „Never change a winning team“, so die Devise des Trainers.

Gegen eine weiterhin siegreiche Mannschaft hätte jeder beim VfR Aalen - inklusive Fans - nichts dagegen.

So könnten sie spielen: Witte - Volz, Schmidt, Odabas, Cesen - Korb - Meien, Abruscia, Wächter - Bux, Seitz

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