VfR Aalen: Die Bilanz des Grauens

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Der Erfolgsgarant: Trainer Martin Braun hat die TSG Balingen hoch auf Platz drei geführt. Am Samstag geht's für ihn gegen seinen Ex-Verein VfR Aalen.
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Sechs Spiele, sechs Niederlagen: Der VfR Aalen hat noch nie gegen die TSG Balingen gepunktet. Klappt's im siebten Anlauf an diesem Samstag? Anpfiff: 14 Uhr.

Aalen

Der VfR Aalen und die TSG Balingen, das passt irgendwie nicht zusammen. Sechsmal standen sich die beiden Vereine in der Regionalliga bislang gegenüber, und am Ende gab's immer denselben Sieger: die TSG.

„Wir wissen, dass wir keine gute Bilanz gegen die Balinger haben, aber vielleicht muss das gerade jetzt noch mehr Ansporn sein“, sagt Kapitän Alessandro Abruscia. TSG Balingen: der Verein hat nicht den ganz großen Namen wie beispielsweise Kickers Offenbach, FC 08 Homburg oder SSV Ulm 1846. Und doch ist der Verein schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Im Gegenteil: Die TSG hat sich still und heimlich auf den dritten Tabellenplatz vorgearbeitet, vorbei an namhaften Konkurrenten wie die erwähnten Offenbacher oder Homburger, die über ganz andere finanzielle Möglichkeiten verfügen. Und auch der Blick auf die jüngsten Ergebnisse ist beeindruckend. Sieben der vergangenen acht Partien haben die Balinger gewonnen, nur im vorletzten Spiel gab's eine 0:2-Niederlage gegen den FSV Frankfurt. Das Prunkstück ist zweifelsohne die Defensive. 19 Gegentreffer in 19 Spielen ist der zweitbeste Wert in der Regionalliga Südwest. Die Offensive dagegen ist - zumindest was die Anzahl der geschossenen Tore betrifft - allenfalls Mittelmaß. Nur 28 Treffer haben die Balinger bislang erzielt, und damit nur vier mehr als der VfR Aalen.

Martin Braun, der Erfolgsgarant

Ein weiterer Erfolgsgarant ist der Trainer: Martin Braun kam im Januar 2020 von den Stuttgarter Kickers nach Balingen, und der Ex-Bundesligaprofi hat es geschafft, die Mannschaft kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei ist der aktuelle Tabellendritte stets bodenständig geblieben. „Die TSG ist auch in ihrer fünften Regionalliga-Saison drauf und dran, das Klassenziel – sprich den Erhalt der Liga – zu realisieren“, heißt es vor dem Aalen-Spiel an diesem Samstag (Anpfiff: 14 Uhr) auf der vereinseigenen Homepage. Auch Braun verkörpert diese Bodenständigkeit.

Das wissen die Aalener nur zu gut, denn denen ist der 54-Jährige bestens bekannt. Im Januar 2001 wechselte der Defensivspieler vom Karlsruher SC zum VfR. In zweieinhalb Jahren brachte er es auf 70 Pflichtspiele für die Schwarz-Weißen, ehe er im Sommer 2003 seine aktive Karriere beendete. Im März 2008 kehrte Braun zurück auf die Ostalb - als Geschäftsführer des VfR Aalen. Erst im Jahr 2010 startete der Ex-Profi dann seine Trainerlaufbahn - beim FC 08 Villingen. Und in dieser Rolle fühlt er sich inzwischen richtig wohl.

An diesem Samstag soll Martin Braun aber leer ausgehen. Der VfR Aalen will endlich die Negativserie stoppen und laut Präsidiumsmitglied Michael Weißkopf „zumindest einen Punkt mitnehmen“. Wobei Alessandro Abruscia klar sagt, dass „wir dafür ein anderes Gesicht zeigen müssen als zuletzt“. Vor einer Woche kassierte der VfR Aalen in Fulda ein 0:5 (0:3).

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