VfR Aalen: Ein Teilerfolg reicht nicht

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30. Oktober 2021: VfR-Kapitän Alessandro Abruscia traf vor einem Jahr doppelt in Koblenz - und war dann die tragische Figur beim 2:2.
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Schlüsselspiel am Sonntag: Sowohl RW Koblenz mit neuem Trainer als auch der VfR Aalen sind zum Gewinnen verdammt.

Aalen / Koblenz

Beide brauchen eine Aufholjagd, um in der Liga zu bleiben. Rot-Weiß Koblenz liegt mit sieben Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und hat nun den Trainer gewechselt. Und der VfR Aalen hat sogar einen Zähler weniger, wenn man den drohenden Neun-Punkte-Abzug berücksichtigt. Die beiden Sorgenkinder stehen sich am Sonntag gegenüber. Anpfiff: 14 Uhr.

Für Trainer Oliver Reck war nach dem 0:0 beim Aufsteiger SGV Freiberg Schluss. Rot-Weiß Koblenz zog am Montag die Notbremse und beurlaubte den deutschen Ex-Nationaltorwart. Der Nachfolger steht bereits fest: Adrian Alipour. Der 44-Jährige hat sich nach eigenen Aussagen schon intensiv mit dem Koblenzer Kader beschäftigt. Den Fokus legt er zunächst auf die Defensivarbeit. „Die Anzahl der Gegentreffer ist viel zu hoch.“ Allerdings müsse sein Team auch mehr Tore schießen. „Aber in erster Linie gilt es eine Kompaktheit herzustellen und vernünftig gegen den Ball zu arbeiten“, sagt Alipour.

In Zahlen liest sich das so: 31 Tore hat Rot-Weiß bereits kassiert - es ist der zweitschlechteste Wert in der Regionalliga Südwest (Astoria Walldorf hat 36). Bei den geschossenen Toren sind die Koblenzer gar Schlusslicht - mit mageren 10 Treffern in 15 Partien. Damit ist klar, mit welcher Erwartungshaltung der VfR Aalen die rund 350 Kilometer weite Auswärtsfahrt in Angriff nimmt. „Wir fahren dorthin um zu gewinnen“, sagt Alessandro Abruscia. Der Kapitän weiß ganz genau, dass selbst ein Teilerfolg in der jetzigen Situation viel zu wenig wäre. Aber daran will der 32-Jährige gar nicht denken: „Wenn wir die Kampf- und Laufbereitschaft wie gegen Hoffenheim an den Tag legen, stehen die Chancen gut, dass wir das Spiel auch gewinnen.“

Abruscia, die tragische Figur

Abruscia selbst geht besonders motiviert in diese Partie. Und das aus zwei Gründen: Zum einen verschoss der Kapitän zuletzt im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II (0:1) einen Elfmeter und war damit die tragische Figur bei der 0:1-Niederlage. Dasselbe war er vor einem Jahr beim Auswärtsspiel in Koblenz. Nach dem 0:1-Rückstand erzielte der Offensivspieler zwei Treffer und drehte die Partie im Alleingang. In der 83. Minute allerdings berührte Abruscia bei einem Freistoß den Ball, hob damit das Abseits auf und ermöglichte der Elf vom Deutschen Eck noch das Tor zum später 2:2-Endstand.

Alessandro Abruscia hat nichts dagegen, wenn er am Sonntag im Oberwerth-Stadion mal nicht im Mittelpunkt steht - und dafür mit seinen Teamkollegen einen Dreier mit auf die weite Heimreise nehmen kann.

Bilanz: Fünf Spiele, ein Sieg, null Niederlagen

Der VfR Aalen hat in der Regionalliga noch nie gegen Rot-Weiß Koblenz verloren. Vier der fünf Duelle endeten mit einer Punkteteilung, einmal haben die Aalener das Stadion als Sieger verlassen.

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