VfR Aalen empfängt Hoffenheim II: Ein Endspiel gegen die Elf der Stunde

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Ein Kandidat für die Startelf: der wiedergenesene Innenverteidiger Tim Schmidt.
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Angesichts des drohenden Punkteabzugs muss der VfR Aalen eine Aufholjagd starten. Doch der Gegner TSG Hoffenheim II eilt derzeit von Sieg zu Sieg. Es wartet eine Mammutaufgabe.

Aalen

Zuschauer hat Hoffenheim II kaum. Dabei ist die Bundesliga-Reserve derzeit besonders sehenswert. Fünf Siege und ein Unentschieden, das ist die Bilanz aus den vergangenen sechs Partien. Die TSG hat sich still und leise auf Platz drei vorgearbeitet. Nun will der VfR Aalen versuchen, diese Serie zu stoppen. Anpfiff am Samstag in der Ostalb-Arena: 14 Uhr.

Tobias Cramer spricht von einer „erfolgreichen Woche“, die hinter dem VfR Aalen liege. Das ist kurz nach der Insolvenz sicherlich nicht einfach, wobei der Trainer natürlich das Sportliche meint. Genauer: das Weiterkommen im WFV-Pokal. Und mit diesem Selbstvertrauen will das Team ins Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II gehen. Selbstvertrauen, das wird nötig sein, wenn die Bundesliga-Reserve am Samstag auf die Ostalb kommt. „Hoffenheim ist die Mannschaft der Stunde. Das muss man so sagen“, sagt Cramer, der dem kommenden Gegner eine hohe Qualität bescheinigt.

Ein Spieler steche derzeit heraus: Fisnik Asllani. Der Stürmer hat bereits acht Treffer auf seinem Konto, er liegt in der Regionalliga-Torjägerliste auf Platz zwei, und Cramer wundert sich, dass „er noch nicht oben eingesetzt wurde“. Oben, das ist die Bundesligamannschaft der TSG. Und so wird der 20-Jährige auch am Samstag wieder in Aalen auflaufen. „Wir müssen eine hohe Körperlichkeit an den Tag legen und damit die Spieler von Hoffenheim beeindrucken“, sagt der 48-Jährige. Die TSG habe eine enorme Geschwindigkeit und eine enorme Präsenz. „Der fußballerische Aspekt wird deshalb nicht unser Hauptschwerpunkt sein. Wir müssen defensiv sehr stabil stehen und auch mal Bälle lang spielen. Das wird der Schlüssel zum Erfolg sein.“ Außerdem brauche seine Elf eine „hohe Intuition“. Denn: Durch das hohe Pressing des Tabellendritten würden sich für die Aalener Räume ergeben.

Sean Seitz kehrt zurück

Für Geschwindigkeit auf VfR-Seite soll Sean Seitz sorgen, der nach seiner Gelbsperre wieder dabei ist. Und laut Cramer auch spielen wird. Dasselbe gilt für Keeper Michel Witte trotz seiner Schulterverletzung. Außerdem mit dabei im Kader sind die beiden Stamm-Innenverteidiger Tim Schmidt und Ali Odabas, fehlen werden abgesehen von den Langzeitverletzten nur Leon Volz und Jonas Arcalean.

Angesichts des wegen der Insolvenz drohenden Neun-Punkte-Abzugs weiß Tobias Cramer natürlich, dass der VfR Aalen eine Aufholjagd starten muss. Sechs Zähler hätte der VfR demnach auf seinem Konto, rund 40 Punkte werden für den Klassenerhalt nötig sein. Dafür haben die Ostälbler noch 20 Partien zur Verfügung. „In der Perspektivanalyse sollten wir nicht so weit gehen. Wir müssen aber jedes Spiel als Endspiel sehen, und je erfolgreicher wir die Spiele bestreiten, desto besser sind wir in der Lage, das Ziel zu erreichen.“

Gegen die „Mannschaft der Stunde“ soll dazu der nächste Schritt gelingen.

So könnten sie spielen:

VfR: Witte - Just, Schaupp, Schmidt, Cesen - Korb, Meien - Seitz, Abruscia, Wächter - Bux

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