5:2 - VfR Aalen feiert ein Fußballfest

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Jubel bei Steffen Kienle (VfR Aalen, #23), Sean-Andreas Seitz (VfR Aalen, #07) und Mark Mueller (VfR Aalen, #19) nach dem Fuehrungstreffer, VfR Aalen vs. TSG Hoffenheim II, Regionalliga Suedwest, Fussball, Herren, 06.11.2021
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Die Elf von Uwe Wolf lässt der Bundesligareserve der TSG Hoffenheim II mit 5:2 keine Chance.

Aalen.

Ein solches Fußballfest hatten die Zuschauer in der Aalener Ostalb-Arena lange nicht mehr erleben dürfen. Nach 36 Minuten hatten sie bereits fünf Tore gesehen. Der VfR Aalen lag 4:1 in Führung und feierte - gemeinsam mit den Zuschauern - gegen die TSG Hoffenheim II einen hochverdienten 5:2-Erfolg. „Wenn Aalen seine Konter sauberer ausspielt, kann es auch höher ausfallen“, musste Hoffenheims Trainer Kai Herdling zugestehen und gratulierte dem Team von Chefcoach Uwe Wolf zu einer tollen Leistung.

Der Trainer bezahlt das Frühstück

Den VfR-Coach kosten vor allem die beiden Treffer von Sean-Andreas Seitz das Einlösen eines Versprechens. „Ich habe ihm vor dem Spiel gesagt, Du machst heute gegen deinen ehemaligen Verein zwei Tore. Und wenn du das machst, bezahle ich der Mannschaft eine Woche lang das Frühstück.“ Dass dafür quasi seine Siegprämie draufgehe, das, so der Coach, nehme er angesichts dieser tollen Mannschaftsleistung gerne in Kauf.

Doppeltorschütze Sean-Andreas Seitz

Das Spiel war noch keine vier Minuten alt, da donnerte Steffen Kienle eine Vorlage von Benjamin Kindsvater aus 20 Metern unhaltbar für TSG-Keeper Luca Dante Philipp ins linke obere Dreiangel. Als Kienle sechs Minuten später in der gegnerischen Abwehr hängen blieb, landete das Leder bei Sean-Andreas Seitz, der sich die Gelegenheit für seinen ersten Ligatreffer im VfR-Trikot nicht nehmen ließ. 2:0 führte der VfR Aalen nach gerade einmal zehn Minuten. Uwe Wolfs Spieler hatten Lunte gerochen und drängten auf Tor Nummer drei. Das allerdings fiel dann auf der anderen Seite. Bei einem Konter ging Aalens Verteidiger Tim Schmidt den Hoffenheimer Andreas Ludwig, der schon vor sieben Jahren das Trikot der Kraichgauer gegen den VfR Aalen getragen hat, zu heftig an. Der 31-jährige Routinier wusste zu fallen. Schiri Fabian Knoll blieb nichts anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nick Proschwitz, mit seinen 34 Jahren der zweite international erfahrene Profikicker in der "Nachwuchsschmiede" der Hoffenheimer, zum 2:1-Anschlusstreffer. Das Gegentor hat die VfR-Spieler tatsächlich etwas aus dem Tritt gebracht. Hoffenheim hatte Mut geschöpft. Doch nach wenigen Minuten hatten die Aalener Spiel und Gegner wieder in Griff. Und als Sean-Andreas Seitz in der 34. Minute auf engstem Raum vier Leute im gegnerischen Strafraum aussteigen ließ und mit seinem zweiten Treffer auf 3:1 stellte, war alle Nervosität wieder verflogen. Kaum eine Zeigerumdrehung später hatte Mark Müller Hoffenheims letzten Mann Marco Boras getunnelt und das 4:1 markiert.

Freudestrahlende Gesichter bei den Aalener Spielern, als sie in die Halbzeitkabine gingen. Die Stimmung unter den Zuschauern hätte ebenfalls nicht besser sein können. Zwar waren nur tausend von ihnen im Stadion. Doch sorgten sie mit Sprechchören während der gesamten zweiten 45 Minuten für frischen Rückenwind ihres Teams. Dass VfR-Kapitän Alessandro Abruscia bei einem Freistoß ein folgenschwerer Lapsus unterlief, der zum zweiten Hoffenheimer Tor führte, nahmen sie ihm in dieser Situation nicht krumm. Nie hatte es den Anschein, dass die Partie kippen könnte. In der 58. Minute war Seitz, der ein tolles Spiel machte, seinem dritten Treffer ganz nahe. Doch der Schuss des 19-Jährigen VfR-Stürmers ging nur knapp am Pfosten vorbei. Wenig später verletzte sich Benjamin Kindsvater bei seinem Schuss über das Tor. Für ihn kam Manuel Botic. Mit seinem ersten Ballkontakt stellte der 23-jährige Österreicher bereits in der 68. Minute den 5:2-Sieg sicher.

VfR Aalen: Layer - Schmidt (67.), Windmüller, Odabas - Knipfer, M. Müller, Abruscia, Arh Cesen - Seitz, Kienle (74. Gucciardo), Kindsvater (65. Volz)

TSG Hoffenheim II: Philipp - Bogarde, Boras (46. Haider), Kölle - Brenet (74. Zeller), Zaiser, Ott (56. Gollnack) - Casar (67. Khan Agha), Ludwig - Proschwitz, Asllani (74. Szarka)

Tore: 1:0 Kienle (4.), 2:0 Seitz (10.), 2:1 Proschwitz (15., FE), 3:1 Seitz (35.), 4:1 M. Müller (36.), 4:2 Casar (53.), 5:2 Botic (68.)

Schiedsrichter: Fabian Knoll (Kleinottweiler)

Gelbe Karten: Schmidt - Gollnack

Zuschauer: 1104

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