VfR Aalen: Fünf neue Coronafälle im Team

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Das Corona-Chaos spitzt sich zu: Mit (von links) Serdar Arslan, Co-Trainer Christian Demirtas, Sergio Gucciardo, Andreas Knipfer und Tim Schmidt wurden beim VfR Aalen fünf weitere Teammitglieder positiv getestet.
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Andreas Knipfer, Tim Schmidt, Serdar Arslan und Sergio Gucciardo sowie Co-Trainer Christian Demirtas sind positiv getestet. Spiel gegen Mainz 05 aktuell nicht gefährdet.

Aalen

Corona-Chaos auch beim VfR Aalen: Nach Eduard Heckmann sind nun fünf weitere Teammitglieder des VfR Aalen positiv auf das Corona-Virus getestet worden: die Spieler Andreas Knipfer, Tim Schmidt, Serdar Arslan und Sergio Gucciardo sowie Co-Trainer Christian Demirtas. Immerhin: Bei den Geimpften gibt's eine minimale Hoffnung, dass sie am Samstag dabei sind.

Es sind die Fälle Nummer vier, fünf, sechs, sieben und acht: Tim Paterok und Daniel Stanese haben ihre Infektion überstanden und sind wieder bei der Mannschaft. Dafür fehlen seit Montag vier weitere Profis plus der Co-Trainer. „Ja, wir haben mehrere neue Coronafälle“, bestätigt Geschäftsführer Giuseppe Lepore. Bereits vor dem Spiel gegen den FC Astoria Walldorf (1:4) wurde Eduard Heckmann positiv auf das Coronavirus getestet.

Der Trainingsbetrieb laufe trotzdem ganz normal weiter. „Wir sind aber sehr sorgfältig und testen den gesamten Kader ständig.“ So sei es auch am Sonntag gewesen, als die neue Fälle bekannt wurden. Bislang handle es sich um positive Antigen-Tests. Am Montag haben aber alle positiv Getesteten einem PCR-Test unterzogen. Ein Teil der neu Infizierten ist laut Lepore geimpft, der andere Teil nicht. „Ich darf aber keine Angaben machen, wer und wie viele ungeimpft sind“, sagt der Geschäftsführer. Bei den Geimpften hat der VfR Aalen eine kleine Hoffnung, dass sie am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den Tabellenführer FSV Mainz 05 II dabei sind. „Diese Kandidaten haben die Chance, sich nach fünf tagen freizusetzen, wenn sie keine Symptome haben“, sagt Lepore. Und fügt hinzu: „Ob sie allerdings frei kommen, ist eine ärztliche Entscheidung. Darauf haben wir keinen Einfluss.“

Keine Gehaltskürzungen geplant

Damit ist das ohnehin schon große Lazarett des VfR Aalen noch größer geworden. Zusammen mit den Langzeitverletzten Daniel Bernhardt, Sascha Korb, Jonas Arcalean und Benjamin Kindsvater fehlen Trainer Uwe Wolf aktuell neun Profis. Stand jetzt ist das Spiel gegen Mainz nicht gefährdet. Das sagt Giuseppe Lepore. Aber: „Arg viel darf jetzt nicht mehr kommen.“ Uwe Wolf hat derzeit nur noch 17 Spieler zur Verfügung.

Und wie geht der VfR Aalen mit dem Thema Lohnfortzahlung um? Der FC Bayern München beispielsweise will künftig ungeimpften Spielern, die in Quarantäne müssen, kein Gehalt mehr bezahlen. „Gehaltskürzungen für ungeimpfte Spieler sind bei uns derzeit nicht vorgesehen“, sagt Lepore und stellt klar, dass „wir andere Maßstäbe ansetzen müssen als der FC Bayern“. Denn: „Bei uns gibt es Spieler, die bei einer solchen Maßnahme den Monat finanziell nicht überstehen würden.“ Dennoch ist dieses Thema nicht vom Tisch. „Präsidium und Geschäftsführung werden dieses Thema zeitnah diskutieren.“

Vor allem aber werde der Verein seinen wenigen ungeimpften Profis noch einmal nahelegen, sich impfen zu lassen.

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- VfR-Profi Eduard Heckmann positiv auf Corona getestet

Ja, wir haben mehrere neue Corona-Fälle.“

Giuseppe Lepore, Geschäftsführer des VfR Aalen
  • Noch zwei Heimspiele: Coronamaßnahmen kosten den VfR Aalen viele Zuschauer
  • Programm. Vier Regionalligaspiele stehen bis zur Winterpause noch an - zwei davon sind Heimspiele. Und zwar die Partie am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen den FSV Mainz 05 II und am 11. Dezember gegen den FK Pirmasens. Auswärts muss der VfR Aalen auch noch zweimal ran: am Sonn tag, 5. Dezember, beim TSV Schott Mainz und am Samstag, 18. Dezember, beim Bahlinger SC.
  • Corona. Michael Weißkopf macht sich Sorgen um die aktuelle Coronaentwicklung. Schon die aktuellen Auflagen hätten dazu geführt, dass gegen Astoria Walldorf „nur gut 1000 Zuschauer statt 2000“ gekommen seien. Und das Präsidiumsmitglied schließt weitere Besucherbeschränkungen in naher Zukunft nicht aus.
  • Finanzen. Weniger Besucher bedeuten erneut weniger Einnahmen. Und dass die Vereine in Baden-Württemberg - im Gegensatz zu anderen Bundesländern - keine zusätzlichen Hilfen bekommen, kann Weißkopf nicht nachvollziehen. „Es ist furchtbar, wie hier mit dem Amateursport umgegangen wird. Und in unserer Liga ist das sogar eine Wettbewerbsverzerrung.“ alex

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