VfR Aalen gegen Schlusslicht - ohne Tim Schmidt

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Bewegung in der VfR-Innenverteidigung: Tim Schmidt (rechts) fällt verletzungsbedingt aus. An der Seite von Ali Odabas (links, Nummer 17) wird gegen den KSV Hessen Kassel entweder Jan Just oder Michael Schaupp stehen.
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Am Freitagabend (19 Uhr) will der VfR Aalen nach zwei guten, aber punktlosen Auftritten nun gegen den KSV Hessen Kassel einen Sieg einfahren - allerdings fehlt Verteidiger Tim Schmidt.

Aalen

Die letzten beiden Partien zeigte der VfR Aalen ansehnlichen Fußball, verlor aber sowohl gegen die TSG Balingen (1:2) als auch Homburg (0:2). Das stößt auch VfR-Trainer Tobias Cramer auf.

„Wir haben das Spiel aufgearbeitet – auf sachlicher Ebene. Ich sage es aber emotionaler: Ich habe keine Lust mehr darauf, dass mir jeder Trainerkollege sagt, dass wir super gespielt, tolle Ansätze und eine richtig gute Mannschaft haben - aber trotzdem mit leeren Händen vom Platz gehen.“ Daher will der VfR am Freitagabend im Heimspiel gegen den KSV Hessen Kassel das Ruder endlich herumreißen. Anpfiff ist um 19 Uhr.

Von den Ergebnissen abgesehen ist der 47-Jährige aber mit der Spielweise seiner Mannschaft sehr zufrieden. „Die Leistung gegen Homburg und Balingen war hervorragend“, so Cramer. „Wir haben unglaublich viel richtig gemacht, aber diese kleinen Fehler resultieren auch aus einer gewissen Unerfahrenheit von jungen Spielern. Das kann uns Punkte kosten – das war uns bewusst.“

KSV-Tabellenplatz trügt

Gegen den KSV Hessen Kassel will der VfR diese Fehler abstellen und zudem „das Verwerten von Torchancen auf ein höheres Niveau bringen“. Cramer und seine VfR-Profis haben sich in dieser Woche gut auf den kommenden Gegner vorbereitet. Dass der KSV noch keinen Sieg in den bisherigen vier Spielen einfahren konnte und als Tabellenschlusslicht nach Aalen reist, sagt zum jetzigen Stand noch wenig über den nächsten VfR-Kontrahenten aus. „Wir haben den KSV nicht über die jetzige Platzierung analysiert, sondern über das Abschneiden der letzten Saison“, so der VfR-Trainer. Der 7. Tabellenplatz der Hessen aus der Vorsaison ist Warnung genug für den Trainer. Es sei daher unabdingbar, dass die Mannschaft „hochzentriert gegen den KSV arbeitet. Das wird kein Selbstläufer“.

Einen kleinen Vorteil hat der VfR Aalen möglicherweise dank Cramers Vergangenheit. Der jetzige VfR-Trainer war von 2014 bis 2019 ein fester Bestandteil - in den Positionen als Co-Trainer, Sportlicher Leiter und schließlich als Trainer - tätig. „Es ist ein besonderes Spiel für mich, weil ich relativ lange Zeit beim KSV arbeiten durfte“, so Cramer. „Es ist eine robuste, laufstarke Mannschaft. In der Kaderstruktur sind sehr viele Spieler, die ich selber noch trainieren durfte. Deswegen kenne ich noch ein bisschen die Abläufe und die individualtaktischen Qualitätsmerkmale einzelner Spieler.“ So wird die Heimpartie gegen hoch motivierte Gäste aus Kassel „ein ganz schweres Spiel. Der KSV möchte den Bock umstoßen – genauso wie wir auch“.

Tim Schmidt fällt aus

Um das zu schaffen, steht Cramer sein ganzes Personal zur Verfügung. Einzig Tim Schmidts Position in der Innenverteidigung ist seit vergangenem Dienstag vakant. Bereits im Spiel gegen Homburg musste Schmidt Mitte der zweiten Hälfte auf dem Platz behandelt werden. Nun hat der VfR Gewissheit. „Tim Schmidt hat sich in Homburg zwei Muskelfasern gerissen“, sagt Cramer. „Das ist ärgerlich, weil Ali Odabas und Tim Schmidt sich in der Innenverteidigung schon etabliert hatten.“ Ob die Innenverteidigerrolle von Jan Just oder Michael Schaupp übernommen wird, ließ der 47-Jährige offen.

Egal welche Elf Tobias Cramer letztendlich auf den Platz schicken wird, sein Wunsch bleibt im Spiel gegen seinen Ex-Arbeitgeber derselbe: „Ich wünsche der Mannschaft ein gutes Spiel und daraus resultierende Punkte. Das hätte sie sich absolut verdient.“

So könnten sie spielen: Witte - Volz, Just, Odabas, Cesen - Korb, Meien - Maiella, Abruscia, Seitz - Wächter

Über Paulo Maiella und Cramers alte Bekannten

Entwarnung gab es bei VfR-Mittelfeldmann Paulo Maiella. „Er hat beim Training einen Schlag abbekommen“, so Tobias Cramer. „Es ist aber nichts Weltbewegendes - nur eine Prellung.“ Gegen Kassel ist der Italiener daher einsatzfähig.

Das Duell gegen Kassel beschert Cramer auch einige Wiedersehen. „Ich freue mich darauf“, sagt Cramer, fügt aber hinzu: „In den 90 Minuten müssen aber auch die Bekanntschaften ausgeblendet werden.“ ⋌ag

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