VfR Aalen: hoch gewinnen und bodenständig auftreten 

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Der VfR Aalen absolviert sein erstes Testspiel am Freitagabend beim TV Heuchlingen. Anpfiff: 19 Uhr.
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Die Profis gastieren an diesem Freitagabend im ersten Vorbereitungsspiel beim TV Heuchlingen. Anpfiff: 19 Uhr. Trainer Tobias Cramer hat klare Vorstellungen. 

Heuchlingen. Nein, einen Ergebniswunsch lässt sich Benedict Hopfenzitz nicht entlocken. „Wir wollen einfach Spaß haben“, sagt der Abteilungsleiter des TV Heuchlingen. Der A-Ligist empfängt an diesem Freitagabend die Profis des VfR Aalen zu einem Vorbereitungsspiel. Anpfiff: 19 Uhr.

Es ist der Auftakt zum großen Festwochenendes zum 100-jährigen Bestehen. Und für die Kicker ist die Partie gegen den Regionalligisten etwas besonderes. „Wir sind heiß auf die Profis“, sagt Hopfenzitz. Es sei eine tolle Sache, dass sich der TV Heuchlingen mit diesem höherklassigen Gegner messen darf. „Das wird jeden Spieler von uns besser machen.“ Ein, höchstens zwei Leistungsträger fallen aus, ansonsten hat Trainer Manuel Sanwald den gesamten Kader zur Verfügung. „Wir haben 21 Spieler nominiert, und ich möchte alle 21 einsetzen“, sagt Sanwald.

Fast alle Profis an Bord hat auch Tobias Cramer. Der neue Trainer des VfR Aalen muss lediglich auf die Langzeitverletzten Steffen Kienle und Benjamin Kindsvater verzichten. Und auf den kranken Jonas Arcalean.

Cramer sagt, dass er in „zwei Blöcken“ spielen lassen will. Heißt: Zur Pause will er komplett durchwechseln. Und er wolle die drei Keeper Michel Wille, Tom Österle und Maurice Bauns alle einsetzen. „Wenn es geht, spielt jeder ein Drittel.“ Eines stellt er nach eine Woche Vorbereitungszeit klar: dass die Mannschaft der ersten Halbzeit „keinerlei Schlüsse auf eine mögliche A-Elf zulässt. „Das wird definitiv nicht so sein, auch in den kommenden Vorbereitungsspielen nicht.“ Was der 47-Jährige auch sagt: dass er seine Spieler in der ersten Trainingswoche körperlich extrem gefordert hat. „Ich weiß, was die Spieler geleistet haben. Das war keine Wellness-Oase“, sagt Cramer und fügt scherzhaft hinzu, dass „ich hoffe, dass sie noch die Beine voreinander bringen“.

VfR: nahbar und bodenständig

Zurück zur Ernsthaftigkeit: Für Cramer ist dieser erste Testwettkampf ein überaus wichtiger, auch wenn der Gegner nur ein A-Ligist ist. „Ich möchte, dass sich meine Spieler individualtaktisch gut verhalten, dass sie sich bewegen, und dass sie den Gegner in Bewegung bringen.“ Auch auf das Ergebnis werde er schauen. Die übliche Faustregel von zwei Tore Unterschied pro Liga hat Cramer nicht. „Ich habe einen anderen Ansatz“, sagt er, ohne diesen zu verraten. Auch beim Spielsystem gibt sich der A-Lizenz-Inhaber zurückhaltend. Das 4-1-4-1 sei zwar sein favorisiertes System, aber „unsere Grundordnung soll variabel und flexibel sein“. So sei auch eine Variante mit zwei Stürmern denkbar - je nach Personal.

Neben dem Fußballerischen ist Tobias Cramer noch ein zweiter Aspekt extrem wichtig: dass sich seine Mannschaft in Heuchlingen „nahbar und bodenständig“ präsentiert. „Wir wollen uns als VfR Aalen dort sehr gut präsentieren, so dass wir hinterher ein positives Feedback bekommen. Darauf lege ich größten Wert.“

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