VfR Aalen im Kollektiv gegen den Abstieg

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Christian Demirtas, Cheftrainer des VfR Aalen, will seine Mannschaft aus dem Abstiegskampf fernhalten. Damit das klappt, müssen in Aspach die ersten drei Punkte unter seiner Regie eingefahren werden.
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Wenn der VfR Aalen am Freitagabend (19 Uhr) in Großaspach antritt, wäre ein erster Sieg unter Neu-Coach Demirtas eine Befreiung. Andernfalls droht harter Abstiegskampf.

Aalen

Tabellarisch und moralisch würden drei Punkte dem VfR Aalen enorm weiterhelfen. Nach sechs sieglosen Spielen ist der VfR gegen Kellerkind SG Sonnenhof Großaspach beinahe schon zu einem Dreier verpflichtet, um nicht selbst in die Abstiegszone zu geraten. Doch die Aspacher werden die VfR-Akteure selbstbewusst empfangen, da man zuletzt in drei Spielen zweimal als Sieger vom Platz ging. Allen voran gilt es den Aspacher-Winterneuzugang und Bundesliga-erfahrenen Sascha Mölders in den Griff zu bekommen.

Doch von einer außergewöhnlichen Drucksituation wollte VfR-Cheftrainer Christian Demirtas nichts wissen. Denn: „Druck hast du immer. Der gehört zum Geschäft dazu“, sagt Demirtas und schiebt die Verantwortung zum Gegner: „Großaspach hat weitaus mehr Druck als wir.“

In der Tabelle trennen die beiden Vereine nur fünf Punkte. Das komfortable Polster zur Abstiegszone schmolz beim VfR Aalen in den vergangenen Wochen von acht auf drei magere Zähler. Ein Sieg könnte dem VfR daher etwas Luft verschaffen. „Es ist ein wichtiges Spiel“, so VfR-Coach Demirtas. Für den Trainer geht es vor allem darum, an „die zweite Hälfte aus dem letzten Spiel gegen Steinbach anzuknüpfen und die Art und Weise unseres Spiels fortzuführen“. Zwar verlor man die Begegnung mit 0:2 gegen den Tabellendritten TSV Steinbach Haiger, doch wäre angesichts der starken Leistung im zweiten Durchgang eine Punkteteilung durchaus verdient gewesen.

Dass die Partie für den VfR gegen die SG Sonnenhof Großaspach kein Selbstläufer wird, dafür wird mit Sicherheit Fußball-Veteran und SG-Stürmer Sascha Mölders sorgen.

Wie bändigt der VfR Mölders?

Der erfahrene 36-Jährige, der seit Januar die Aspacher im Abstiegskampf als spielender Co-Trainer unterstützt, könnte ein Faktor für die Begegnung sein. Auch VfR-Cheftrainer Christian Demirtas warnt: „Sascha Mölders ist ein gefährlicher Spieler. Er hat in den letzten Jahren - egal wo er gespielt hat - seine Qualitäten immer unter Beweis gestellt.“ Hinzu kommt, dass der Kultstürmer sich aktuell in guter Form präsentiert und in den letzten drei Partien vier Treffer für die Dorfkicker beisteuerte. Wie also bändigt man den bulligen Angreifer?

„Wir müssen versuchen, ihm im Kollektiv die Gefahr zu nehmen“, sagt Demirtas. Das Kollektiv ist der Grundstein für das kommende Abstiegsduell. „Fußball ist ein Mannschaftssport - da geht es nicht um Einzelne“, so der VfR-Coach. „Wenn wir im Kollektiv arbeiten und verteidigen, dann wird es schwer, gegen uns etwas zu erreichen.“

Da trifft es sich gut, dass Demirtas wieder auf Abwehrmann Tim Schmidt zurückgreifen kann. Der Rotsünder kehrt nach seiner Zwei-Spiele-Sperre vermutlich direkt zurück in die Startelf. „Wir sind hinten sehr flexibel“, sagt Christian Demirtas. „Tim Schmidt, Serdar Arslan, Michael Schaupp oder auch Daniel Elfadli können hinten spielen. Wir haben jetzt noch zwei Trainingseinheiten, dann entscheiden wir, wer spielen wird.“

Daniel Stanese mit Faserriss

Definitiv verzichten muss der VfR-Cheftrainer aber neben den Langzeitverletzten auf Defensivspezialist Daniel Stanese, der sich einen Faserriss in der Wade zugezogen hat. Wegen einer positiven Corona-Infektion ist außerdem noch Offensivmann Sean Seitz fraglich. Dennoch ist Demirtas zuversichtlich: „Wir werden eine schlagkräftige Truppe gegen Aspach aufstellen.“

Ob diese Mannschaft dann auch die ersehnten drei Punkte einfährt, wird sich in der Aspacher WIRmachenDRUCK Arena zeigen.

So könnten sie spielen:

VfR: Paterok - Schmidt, Odabas, Heckmann - Elfadli - Knipfer, Abruscia, Müller, Herrmann - Kindsvater, Kienle

Großaspach hat weitaus mehr Druck als wir.“

Christian Demirtas, Cheftrainer VfR Aalen

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