VfR Aalen: Knochenabsplitterung bei Mark Müller

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Nächste Hiobsbotschaft für den VfR Aalen: Mark Müller wird der Mannschaft von VfR-Trainer Tobias Cramer aufgrund einer Knochenabsplitterung am Ellbogen sechs Wochen fehlen.
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Vor der Auswärtspartie gegen Rot-Weiß Koblenz am Sonntag fällt Mittelfeldmotor Mark Müller wegen einer Ellbogenverletzung aus und steht dem VfR Aalen sechs Wochen nicht zur Verfügung.

Aalen

Es ist zum Haare raufen und auch VfR-Trainer Tobias Cramer sagt zum Ausfall von Mittelfeldakteur Mark Müller: „Ich weiß nicht, was wir der Welt getan haben, dass wir permanent mit solchen Rückschlägen arbeiten müssen.“ Dennoch gibt er sich für die Partie am Sonntag bei Rot-Weiß Koblenz kämpferisch. „Wir müssen es annehmen. Da geht kein Weg daran vorbei.“ Anpfiff der Begegnung ist um 14 Uhr.

Zumal der 21-Jährige laut Trainer „so gut drauf war in den letzten Wochen und sich in die Startelf reingearbeitet hat. Das macht mich echt traurig“. Eine Knochenabsplitterung am Ellbogengelenk sorgt nun dafür, dass Müller sechs Wochen ausfallen wird. „Wir sind wieder arg gebeutelt worden“, so Cramer, dennoch muss es dem VfR Aalen auch ohne Müller gelingen, endlich dreifach zu Punkten - besonders nachdem nun der durch die Insolvenz verursachte Neun-Punkte-Abzug beschlossene Sache ist und der VfR Aalen dadurch nicht mehr auf Platz 12 steht, sondern die rote Laterne der Koblenzer als Schlusslicht übernommen hat. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und brauchen einfach Punkte – egal wie“, sagt der VfR-Trainer.

Koblenz nicht zu durchschauen

Nicht in die Karten spielt dem VfR Aalen der Trainerwechsel unter der Woche bei RW Koblenz. Adrian Alipour übernahm vergangenen Dienstag das Amt von Oliver Reck. „Es ist eine schwierige Aufgabe“, so der 48-Jährige A-Lizenz-Inhaber, denn nun fragt man sich in den VfR-Reihen „wie werden sie spielen? Wie sieht die personelle Situation aus? Deswegen müssen wir improvisieren“.

Obwohl Cramer den Nachfolger von Reck kennt, sei Alipours Herangehensweise für das erste Pflichtspiel an der Koblenzer-Seitenlinie nicht vorauszusehen. „Oliver Reck hat ein klares System bevorzugt, aber ich weiß nicht, inwieweit das taktisch umgesetzt wird.“

Der VfR müsse auf eine gegnerische Systemveränderung flexibel und variabel reagieren. Gegen die zweitschlechteste Abwehr der Liga (36 Gegentore) will der VfR Aalen wie zuletzt mit zwei Spitzen antreten. „Wir werden versuchen schon im Aufbau des Gegners gute Pressingsituationen zu erzeugen, um schnell die Bälle zu gewinnen.“ Ebenso betonte Cramer, sein Team müsse „endlich auch mal Tore erzielen. Wir spielen uns Torchancen heraus, aber haben keine Konsequenz in der Verwertung“.

Die Kaltschnäuzigkeit des VfR Aalen könnte gegen diese Koblenzer-Abwehr spielentscheidend sein.

So könnten sie spielen: Witte - Just, Schaupp, Bagci, Heckmann - Korb - Meien, Wächter, Arh Cesen- Seitz, Abruscia

Wegen Insolvenz: Neun-Punkte-Abzug endgültig

Der drohende Punkteabzug ist nun offiziell:Aufgrund des am 26. Oktober beim Amtsgericht Aalen gestellten Insolvenzantrages werden dem VfR Aalen in der laufenden Spielzeit 2022/2023 neun Punkte abgezogen.

Die Regionalliga Südwest GbR hat basierend auf ihren Regularien sowie denen des DFBs und dem vom Verein unterzeichneten Zulassungsvertrag, der unter anderem besagt, dass die genannten Regeln anerkannt werden, entschieden.

Diese Entscheidung ist endgültig, was bedeutet, dass der VfR nun nicht als Tabellenzwölfter, sondern als Schlusslicht (6 Punkte) zum Vorletzten nach Koblenz (7) reist. ⋌ag

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