VfR Aalen: Mit ekeligem Verhalten im Heimspiel wieder punkten

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Kandidat für die Startelf des VfR Aalen: Torjäger Levin Kundruweit.
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Nach der jüngsten Niederlage: Der VfR Aalen will am Mittwochabend daheim gegen den FC-Astoria Walldorf auf keinen Fall leer ausgehen. Tobias Cramer kündigt Veränderungen an.

Aalen

Gut gespielt habe der VfR Aalen in dieser Saison immer. Zuletzt allerdings gab's in drei Partien zwei Niederlagen. Weshalb Tobias Cramer den Blick wieder verstärkt auf die Tabelle richtet. „Wir sollten die kommenden beiden Spiele erfolgreich bestreiten. Dafür geben wir alles“, sagt der Trainer. An diesem Mittwoch kommt der FC-Astoria Walldorf in die Ostalb-Arena. Anpfiff: 19 Uhr.

Nach der 1:3-Niederlage in Offenbach gab's ein vorherrschendes Thema: die gegnerischen Standards. „Wir sind intensiv auf das Verteidigen eingegangen“, sagt Cramer. Der wünscht sich künftig mehr Gegenwehr seiner Profis. „Wir müssen mehr dagegenhalten und intensiver gegen den Ball arbeiten. Ganz viele Spiele werden in der Regionalliga über die Wucht dieser Standards entschieden.“ Das haben die Aalener zuletzt nicht immer gut gemacht. Für den 48-Jährigen ist das auch eine Frage der fehlenden Erfahrung. „Ich will nicht immer auf den Altersschnitt bei uns eingehen, aber natürlich fehlen bestimmte Erfahrungswerte auf bestimmten Positionen. Deshalb brauchen wir auch mal ekelhafteres Verhalten.“

Ausgerechnet jetzt fehlen dem VfR Aalen die drei etatmäßigen Innenverteidiger Ali Odabas, Jan Just und Tim Schmidt. Wobei sich Cramer bereits am Tag vor der Partie entschieden hat, den erst 20-jährigen Mehmet Bagci und Michael Schaupp auf diesen Positionen zu vertrauen und vom einem Wechsel zur Dreierkette abzusehen. „Die beiden haben immer positiv überzeugt, wenn wir sie reingeworfen haben“, sagt Cramer. Reinwerfen will der A-Lizenz-Inhaber am Mittwochabend auch weitere Spieler, die zuletzt in der zweiten Reihe gestanden haben. „Es ist gut möglich, dass wir auch angesichts der englischen Woche weitere Wechsel vornehmen werden“, sagt Cramer, der auch schon aufs Auswärtsspiel am Sonntag beim VfB Stuttgart II vorausblickt. Gute Chancen auf die Startelf habe am Mittwoch Levin Kundruweit. Der Stürmer habe sich vor allem im Pokalspiel in Ulm (4:2) auf sich aufmerksam gemacht. Außerdem erfreulich: Der zuletzt angeschlagene Verteidiger Kristjan Arh Cesen ist wieder einsatzbereit und für Cramer „eine wichtige Alternative“.

Die seien gegen den kommenden Gegner auch nötig. „Astoria Walldorf hat seine Stärken ganz klar in der Offensive. Sie spielen mit einer hohen Wucht in den Standards. Und sie haben Außenspieler, die mit einer hohen Geschwindigkeit kommen.“

Dass Astoria Walldorf einen weit weniger klangvollen Namen als die Offenbacher Kickers hat, ist für Cramer kein Grund, auch nur einen Tick weniger zu leisten. Im Gegenteil. „Walldorf ist eine gestandene Regionalliga-Mannschaft. Wenn man die unterschätzt, wäre man nicht gut beraten.“

Dem VfR Aalen soll das am Mittwoch nicht passieren.

So könnten sie spielen:

VfR: Witte - Volz, Schaupp, Bagci, Cesen - Korb, Meien - Seitz, Abruscia, Wächter - Kundruweit

Ein Video mit Trainer Tobias Cramer zum Spiel am Mittwoch gegen Astoria Walldorf gibt's unter www.schwaepo.de.

Ali Odabas fehlt dem VfR Aalen vier bis fünf Wochen

Ali Odabas wird dem VfR Aalen vier bis fünf Wochen fehlen. Der Innenverteidiger und Vizekapitän hat sich im Auswärtsspiel bei Kickers Offenbach (1:3) einen Teilabriss des Innenbandes zugezogen. Das ergab die Kernspintomografie.

Das Urteil ist gültig. Jan Just ist nach seiner roten Karte in Offenbach für zwei Meisterschaftsspiele gesperrt worden. Das hat die Regionalliga Südwest nun bekanntgegeben.

Damit muss der VfR Aalen in den kommenden beiden Partien gegen Astoria Walldorf und den VfB Stuttgart II auf seinen Innenverteidiger verzichten. Der Vereinhat die Spielsperre gegen Jan Just akzeptiert.⋌alex

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