VfR Aalen: Nächster Innenverteidiger fällt aus

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Mehmet Bagci (rechts) bekam im Spiel gegen den SSV Ulm 1846 (unser Bild) einen Pferdekuss ab, der sich zum Bluterguss entwickelte und ihn nun zu einer Pause zwingt.
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Der VfR Aalen muss gegen den 1. FSV Mainz 05 II am Sonntag (14 Uhr) erneut die Abwehr umformieren, da Mehmet Bagci nicht mitwirken kann. Füllt ein Jungspund die Lücke?

Aalen

Mit der zweiten Garde des FSV Mainz 05 gastiert beim VfR Aalen - nach dem letzten Heimspiel gegen den SSV Ulm 1846 - erneut ein Aufstiegsaspirant in der Ostalb-Arena. Anpfiff ist am Sonntag um 14 Uhr.

Auf die Frage, was nach dem letzten Auftritt in der Liga beim 0:4 gegen den TSV Steinbach Haiger verbessert werden müsse, fasste sich VfR-Trainer Tobias Cramer zunächst kurz: „Ganz einfach: alles.“

Anschließend führte er aber aus, dass insbesondere die mentale Fähigkeit und die Bereitschaft zu laufen Knackpunkte gewesen seien. „Die Laufleistung war nicht gut und das Zweikampfverhalten überhaupt nicht da - auf verschiedenen Positionen“, so Cramer. Zudem müsse der VfR mit Ballbesitz öfter die richtige Entscheidung treffen. „In den Spielen gegen Stuttgart und speziell in Steinbach Haiger waren die Verhältnisse maximal 30 zu 70 Prozent. 30 Prozent richtige Entscheidungen, 70 Prozent falsche. Das muss in die andere Richtung gehen.“ Nach dieser Trainingswoche hat der 48-Jährige aber ein gutes Gefühl. „Wir haben sehr viele Bälle einfach weggespielt und haben dieses Thema als Schwerpunkt in die Trainingswoche mitgenommen.“ Gegen Mainz will das Team „ein bisschen mehr Ruhe im Spielaufbau haben und nicht nur mit einem Ballkontakt spielen“.

Zwei Rückkehrer, ein Ausfall

Mit 15 Feldspielern und drei Torhütern konnte Tobias Cramer seine Trainingseinheiten gestalten. Dabei gibt es mit Stefan Wächter und Levin Kundruweit zwei Rückkehrer aus dem VfR-Lazarett. Aber: „Auf der anderen Seite haben wir - wie sollte es anders sein - einen Ausfall zu beklagen“, so Cramer. Innenverteidiger Mehmet Bagci wird dem VfR Aalen gegen Mainz 05 II fehlen. Im Spiel gegen Ulm vor knapp zwei Wochen hat Bagci „einen Pferdekuss abbekommen, ein Bluterguss hat sich gebildet. Er hat sich dann durchgebissen gegen Steinbach, hat das aber nicht kompensieren können“. Um einer größeren Verletzung vorzubeugen, wird der Abwehrmann das kommende Heimspiel aussetzen.

Das ist möglicherweise die Chance für die 19-Jährigen Abwehr-Rookies Loris Portella oder Mario Szabo auf ein Startelf-Debüt. Oder wird Eduard Heckmann auf der Außenbahn starten, während Jan Just neben Michael Schaupp in die Innenverteidigung rückt? Tobias Cramer war hinsichtlich der Aufstellung nichts zu entlocken. „Ich würde das mit den Worten von Franz Beckenbauer beantworten: Schau'n mer mal ...“

In jedem Fall kommt für die VfR-Akteure auf dem Platz mit dem Kontrahent aus Rheinland-Pfalz „ein hartes Stück Arbeit auf uns zu. Aber wir können genauso gut gegen den Ball spielen, wie Frankfurt es gemacht hat“.

Mini-Negativserie und Rotsünder

Dem FSV Frankfurt gelang unter der Woche ein 2:1-Heimsieg gegen die Mainzer. Es war die zweite Niederlage in Folge, die vierte insgesamt für die 05er, die zusätzlich in Aalen auf den offensiven Mittelfeldakteur Kaito Mizuta verzichten müssen, den der VfR-Trainer in den höchsten Tönen lobt. „Zum Glück fällt er mit einer roten Karte aus. Das ist der beste Spieler, den ich bis jetzt in dieser Liga gesehen habe.“ Außerdem fügt Tobias Cramer hinzu: „Der bleibt nicht mehr lange in dieser Liga, da bin ich fest davon überzeugt.“ Überzeugend muss auch der Auftritt des VfR am Sonntag sein, um nach fünf sieglosen Spielen einen Dreier einzufahren.

So könnten sie spielen: Witte - Heckmann, Just, Schaupp, Cesen - Korb, Meien - Seitz, Abruscia, Müller- Wächter

Tim Schmidt: Zwischen Trainingsplatz und Therapie

Eine gute Nachricht gibt es bei Verteidiger Tim Schmidt. Der 20-Jährige könnte nach seinem Muskelfaserriss bald wieder auf dem Platz stehen. Nach einem Gespräch mit dem Chef-Therapeuten sagte Tobias Cramer, dass Schmidt „nächste Woche wieder einsteigen wird, weil er schmerzfrei bestimmte Belastungskriterien überstanden hat.“

Die nächsten Schritte sehen wie folgt aus: „Er steigt ins Training ein, bleibt aber in der Therapie. Es geht darum, wie der Muskel an die fußballspezifischen Bewegungen herangeführt wird. Aber wir sind guter Dinge“, so Cramer. ⋌ag

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