VfR Aalen ohne Kapitän Abruscia gegen Trier

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Mannschaftsführer Alessandro Abruscia wird beim wichtigen Heimspiel gegen die Eintracht Trier krankheitsbedingt fehlen.
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Nach sieben Spielen ohne Sieg steht dem VfR am Samstag (14 Uhr) gegen Eintracht Trier ein enorm wichtiges Spiel bevor - muss aber auf Kapitän Alessandro Abruscia verzichten.

Aalen

Ohne seinen Kapitän und Spielmacher Alessandro Abruscia muss der VfR Aalen am Samstag um 14 Uhr den Aufsteiger Eintracht Trier in der Ostalb-Arena in Empfang nehmen. „Es fällt wieder ein erfahrener und gestandener Spieler in dieser Situation aus“, so VfR-Trainer Tobias Cramer, der nun sagt: „Die Jungen müssen's richten.“

Nicht etwa eine Verletzung ist Grund für den Ausfall des Spielführers. „Er hat sich einen grippalen Infekt zugezogen und war auch sehr schlapp“, klärt Cramer auf. Die Alternative für die vakante Position im Mittelfeld ist für den 48-Jährigen keine Frage: Stefan Wächter. „Wir haben mit ihm einen klassischen Spieler, der sich auf der Zehn wohlfühlt.“ Außerdem verfüge Wächter über eine hohe „Variabilität, Flexibilität und er hat einen guten Standard-Fuß“.

Schmidt keine Startelf-Option

Erfreulich sind auch die Nachrichten über Kader-Rückkehrer Sean Seitz und Leon Volz. Auch der wiedergenesene Tim Schmidt, der letzte Woche einen Kurzeinsatz gegen Bahlingen bekam, wird voraussichtlich mit dabei sein - allerdings ist er kein Kandidat für die Startelf. „Das kann man deutlich sagen“, so Cramer und hebt hervor: „Tim hat eine sehr gute Trainingswoche hinter sich. Ich bin froh, dass er wieder dabei ist. Er tut der Mannschaft von seiner Art und Weise her gut.“

Überhaupt sei die Mannschaft des VfR Aalen, trotz der extremen Drucksituation, im Training „sehr fokussiert. Sie spürt den Druck, aber sie lässt ihn nicht so an sich ran, dass man jetzt mit einem Zitterfuß auf dem Trainingsplatz rumläuft“.

Das beste Mittel, um diese Drucksituation ein wenig zu entspannen, wäre ein Sieg gegen den Aufsteiger Eintracht Trier. Auch der VfR-Trainer weiß um die Bedeutung dieser drei Punkte. „Wir müssen alles reinhauen und die drei Punkte einfahren - mit allem, was wir haben. Psychisch, emotional und körperlich. Wir müssen eine Top-Leistung gegen einen sehr guten Gegner auf den Platz bringen.“

Die letzten Ergebnisse des Aufsteigers können sich sehen lassen. Nach einem verpatzten Saisonstart ist Trier seit fünf Spielen ohne Niederlage (zwei Siege, drei Unentschieden) und steht momentan auf Platz 14 der Tabelle und damit einen Platz über dem VfR Aalen. Daher wurde der kommende Kontrahent genauestens studiert. „Wir haben klare Attitüden herausgearbeitet in der Gegner-Analyse“, sagt Tobias Cramer. „Sie sind sehr diszipliniert, haben ein enorm gutes Umschaltspiel und eine hohe Geschwindigkeit, wo sie dann eben auch ein bisschen anfällig sind, wenn sie nicht in der Ordnung stehen. Wir müssen schauen, dass wir eine gute Laufbewegung mit Ball und gute Tiefenläufe haben.“

Zudem müsse sein Team einen Auftritt wie zuletzt bei der 1:2-Niederlage gegen den Bahlinger SC zeigen. Mit einer Einschränkung: „Wenn wir das Spiel gegen Bahlingen - von der ersten Hälfte her - so hinbekommen und über 90 Minuten auf den Platz bringen können, dann bin ich überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen werden.“

Mit den VfR-Fans zum Sieg

Besonders die Fans des VfR Aalen ließen ihrem Unmut zuletzt deutlich Luft. „Die Fans sind enttäuscht. Das kann ich absolut nachvollziehen, wenn man nicht die Ergebnisse liefert“, sagt Cramer, der auch betont, dass „wir alle im Sinne des Vereins diese Drucksituation bearbeiten möchten und da werden die Fans uns auch wieder unterstützen. Da bin ich fest davon überzeugt“.

So könnten sie spielen:Witte - Just, Schaupp, Bagci, Cesen - Meien, Korb - Arcalean, Wächter, Müller - Bux

Ali Odabas: Erster Pass kommt an

Gute Nachrichten gibt es von Verteidiger Ali Odabas, der nach seiner Verletzung auf dem Weg der Besserung ist. „Er hat den ersten Pass im Training gespielt. Ist aber noch nicht so weit“, sagt Cramer. Aber: der Pass kam an. „Er hat auch nicht mit schmerzverzerrtem Gesicht den Pass gespielt.“

Im Mannschaftstraining konnte Odabas ein paar Stationen von Anfang bis Ende durchziehen. „Er ist auf einem sehr guten Weg“, so der VfR-Trainer. Dennoch wird der Abwehrspieler zunächst noch neben dem Team-Training auch im Reha-Zentrum ein gezieltes Aufbautraining absolvieren. Cramer geht davon aus, dass „er nächste Woche auch schon einen sehr, sehr großen Teil des Mannschaftstrainings mitmachen kann“. 

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