VfR Aalen: Reichen sogar die 36 Punkte zum Klassenerhalt?

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Ein wichtiger Faktor im Abstiegskampf: die Fans des VfR Aalen.
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Die direkten Konkurrenten FSV Frankfurt und Großaspach haben ein extrem schweres Restprogramm. Profitieren die Ostälbler davon?

Aalen

Beim VfR Aalen geht die Abstiegsangst um. Doch bei genauerer Betrachtung ist die Elf von Trainer Christian Demirtas in einer komfortablen Situation - weil die direkten Konkurrenten im Saisonfinale entweder gegen die Spitzenmannschaften ran müssen oder bereits ein Spiel mehr absolviert haben und deshalb nur noch zwei Chancen zum Punkten haben.

Der VfR Aalen (-15 Tore) hat drei Spieltage vor Schluss drei Punkte Vorsprung auf den derzeit Viertletzten SG Sonnenhof-Großaspach (-24 Tore) - plus das klar bessere Torverhältnis. Heißt: Der schwäbische Konkurrent braucht mindestens vier Punkte, um an den Aalenern vorbeizuziehen. Das ist eher unwahrscheinlich angesichts des Restprogramms. Denn die Großaspacher müssen noch gegen den Tabellendritten Kickers Offenbach und den Zweiten SSV Ulm 1846 ran, die beide mitten Aufstiegskampf stecken.

Ganz nebenbei rangiert noch der FSV Frankfurt zwischen Aalen und Großaspach - quasi als Puffer auf den ersten Abstiegsplatz. Und auch die Hessen haben ein brutal schweres Restprogramm: FC 08 Homburg, Elversberg und Kickers Offenbach heißen die Gegner der Frankfurter, und auch da ist nicht davon auszugehen, dass das Team von Trainer Tim Görner allzu viel Punkte einfährt.

Auf den Plätzen dahinter folgen der TSV Schott Mainz (-24 Tore) und der FK 03 Pirmasens (-25 Tore) mit jeweils sechs Punkten Rückstand auf den VfR Aalen und dem deutlich schlechteren Torverhältnis. Und die beiden haben noch ein weiteres Handicap: Beide haben bereits 34 Spiele absolviert und damit nur noch zwei ausstehende Spiele. Eines davon ist das direkte Duell am vorletzten Spieltag. Damit kann nur noch einer der beiden an den VfR Aalen rankommen. Und das auch nur theoretisch, weil dazu schon Kantersiege nötig wären.

Bleibt noch der aktuell Tabellenletzte FC Gießen (-17 Tore). Der hat zwar noch drei Spiele ausstehen, müsste aber sieben Punkte auf den VfR Aalen aufholen. Trotz des machbaren Restprogramms gegen Koblenz, Hoffenheim II und Kassel ist das nur noch eine theoretische Chance.

Beim VfR Aalen will man von solchen Rechenspielen freilich nichts wissen. Christian Demirtas sagt, was er als Trainer sagen muss: „Wir schauen wirklich nur auf uns.“ Und: „Solange es rechnerisch noch möglich ist, werden wir die Spiele konzentriert angehen und versuchen, die nötigen Punkte zu holen.“ Auch Geschäftsführer Giuseppe Lepore sagt klipp und klar, dass „solche Rechenspiele gefährlich sind und wir nicht nach rechts oder links schauen“.

Tatsache ist aber auch: Gewinnt der VfR Aalen am Freitagabend (Anpfiff: 19 Uhr) bei der TSG Hoffenheim II, werden auch Christian Demirtas und Giuseppe Lepore nicht mehr am Klassenerhalt zweifeln - egal was die Konkurrenz macht. 

Wir schauen wirklich nur auf uns.“

Christian Demirtas, Trainer des VfR Aalen

Das Restprogramm der Abstiegskandidaten (H=Heimspiel, A=Auswärtsspiel)

12. TSG Hoffenheim II
38 Punkte, 43:45 Tore
VfR Aalen (H)
FC Gießen (A)
Steinbach Haiger (H)

13. Rot-Weiß Koblenz
36 Punkte, 33:41 Tore
FC Gießen (H)
Steinbach Haiger (A)
Großaspach (H)

14. VfR Aalen
36 Punkte, 45:60 Tore
Hoffenheim II (A)
Hessen Kassel (H)
Astoria Walldorf (A)

15. FSV Frankfurt
35 Punkte, 37:47 Tore
FC 08 Homburg (A)
SV Elversberg (H)
Kickers Offenbach (A)

16. SG Großaspach
33 Punkte, 38:62 Tore
Kickers Offenbach (A)
SSV Ulm 1846 (H)
RW Koblenz (A)

17. TSV Schott Mainz
30 Punkte, 32:56 Tore
spielfrei
FK 03 Pirmasens (A)
Bahlinger SC (H)

18. FK 03 Pirmasens
30 Punkte, 29:43 Tore
FSV Mainz II (A)
Schott Mainz (H)
spielfrei

19. FC Gießen
29 Punkte, 27:44 Tore
RW Koblenz (A)
Hoffenheim II (H)
Hessen Kassel (A)

Gemeinsam zum Ziel: Der VfR Aalen hat den Klassenerhalt noch nicht in der Tasche.

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