VfR Aalen sagt Hauptversammlung am 8. Dezember ab

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25. März 2022: Der VfR Aalen mit Präsidiumssprecher Michael Weißkopf am Mikrofon hält nach über zwei Jahren wieder eine Mitgliederversammlung ab. Eine zweite wird's im Jahr 21022 nicht geben, der Termin am 8. Dezember wurde nun gecancelt.
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Termin ist gecancelt: Der Jahresabschluss muss wegen der Insolvenz überarbeitet werden. Im Januar 2023 soll's eine Infoveranstaltung geben.

Aalen. Der VfR Aalen muss zurückrudern: Die für den 8. Dezember angesetzte Mitgliederversammlung ist abgesagt. Grund: Durch die Insolvenz muss der Jahresabschluss überarbeitet werden, außerdem soll eine Neuwahl des Aufsichtsrats erst nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens erfolgen. Geplanter neuer Termin: April 2023.

„Wir hatten die Mitgliederversammlung absolut auf dem Plan und wollten sie auch abhalten“, sagt Präsidiumssprecher Michael Weißkopf. Allerdings habe der Insolvenzverwalter Patrick Wahren die Durchführung am 8. Dezember 2022 zur Diskussion gestellt. Und die Verantwortlichen des VfR Aalen sind seinem Vorschlag einer Verlegung nun nachgekommen. „Wir hätten nur Unvollständiges berichten können und keine Fakten“, sagt Weißkopf.

Wie Patrick Wahren mitteilt, hätten die geplanten Abstimmungen an diesem Termin nicht vorgenommen werden können. Denn das Insolvenzverfahren, das zum Jahreswechsel eröffnet wird, mache eine Überarbeitung des Jahresabschlusses 2021/2022 nötig. „Diese Überarbeitung kann bis zum Termin der geplanten Mitgliederversammlung nicht fertiggestellt werden“, sagt Wahren. Wenig sinnvoll erscheint derzeit auch die Neuwahl des Aufsichtsrates. Diese soll erst erfolgen, wenn die Insolvenz abgeschlossen und „die Fortführung und Zukunft des Vereins wieder nachhaltig gesichert ist“. Auch das ist für Michael Weißkopf sinnvoll: „Es ist natürlicher viel einfacher, Leute zu begeistern, wenn sie Gewissheit haben, wie es mit dem Verein weitergeht.“

Die Fans haben Verständnis

In der gemeinsamen Sitzung haben die VfR-Verantwortlichen mit dem Insolvenzverwalter Patrick Wahren entschieden, dass es nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Januar 2023 eine Informationsveranstaltung für alle Mitglieder geben soll. „Da wollen wir ausführlich über unsere Situation berichten“, so der Präsidiumssprecher.

Rechnen die Verantwortlichen nach der unerwarteten Absage mit Gegenwind aus der Fanszene? Weißkopf sagt, dass der Insolvenzverwalter mit dem betreffenden Parteien in der Fanszene gesprochen und ihnen die Lage erklärt habe. „Die Fans haben unsere Entscheidung mit Verständnis aufgenommen und wollen den Weg so mitgehen. Deshalb hoffe ich nicht, dass jetzt noch Gegenwind kommt“, sagt der Präsidiumssprecher des VfR Aalen.

Parallel-Termin bei der Regionalliga Südwest

Statt zur eigenen Mitgliederversammlung müssen die Verantwortlichen des VfR Aalen am 8. Dezember nach Karlsruhe zu einer Tagung der Regionalliga Südwest. Grund: die Umfirmierung der Regionalliga Südwest in eine GmbH. „Das ist für uns ein Pflichttermin, es muss von jedem Verein ein Vertreter der Geschäftsführung und des Präsidiums “, sagt Präsidiumssprecher Michael Weißkopf. Auch deshalb komme die Verlegung der eigenen Mitgliederversammlung gelegen, weil „wir dort vollständig anwesend sein wollen“.

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