VfR Aalen: Welchen Spieler Tobias Cramer auf welcher Position einsetzen kann 

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Trainer Tobias Cramer gibt seinen Profis taktische Anweisungen.
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Der VfR Aalen geht mit einem jungen 25er Kader in die Saison, wobei zwei Leistungsträger zunächst fehlen. Der Trainer setzt auf Flexibilität.

Aalen

Die Zahl der Leitwölfe lässt sich an einer Hand abzählen. Zumindest zu Beginn der Saison, wenn Steffen Kienle und Benjamin Kindsvater verletzungsbedingt ausfallen. Mit der Erfahrung der wenigen Älteren und der Unbeschwertheit der vielen Jungen will der VfR Aalen einen konkurrenzfähigen Kader ins Rennen schicken und in der Regionalliga bestehen. Trainer Tobias Cramer stehen dazu folgende Spieler zur Verfügung.

Die Torhüter⋌Bei den Torhütern hat es einen großen Umbruch gegeben. Nach dem Weggang von Daniel Bernhardt, Tim Paterok und Matthias Layer kämpfen jetzt die Neuen Michel Witte (23), Maurice Brauns (19) und Tom Österle (19) um den Platz zwischen den Pfosten. Wobei die Nummer eins feststeht: Sollte sich Witte nicht verletzen, wird er im Tor des VfR Aalen stehen. Dahinter duellieren sich die beiden unerfahrenen Youngster Brauns und Österle um den Kaderplatz. „Da wird es eine hohe Dynamik geben „, sagt Trainer Tobias Cramer. Heißt: Es gibt keine klare Nummer zwei.

Die Rechtsverteidiger:⋌Leon Volz (25) hat sich in der Vorbereitung rechts hinten festgespielt, der mache einen sehr guten und fitten Eindruck, sagt Cramer. Der erst 18-jährige Loris Portella, der aus der eigenen Jugend zu den Profis aufgerückt ist, ist das Backup. Ebenso ein Mann für diese Position: Routinier Sascha Korb.

Die Linksverteidiger:⋌Da stehen dem Trainer gleich drei Spieler zur Verfügung: Eduard Heckmann (20), Kristjan Arh Cesen (25) und Mario Szabo (19). Heckmann ist der klassische Linksverteidiger, Cesen und Szabo können auch auf der offensiven linken Seite eingesetzt werden. Dennoch: Der Kampf um die Position links hinten ist offen.

Die Innenverteidiger: ⋌Ali Odabas (28) übernimmt in der Abwehrkette die führende Rolle. „So ein Spieler muss Verantwortung übernehmen“, sagt Cramer über den stellvertretenden Kapitän, der auf der linken Innenverteidigerposition zunächst unumstritten ist. Was auch daran liegt, dass Neuzugang Mehmet Bagci (20) nach seiner Verletzung noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist. An der Seite von Odabas hat Tim Schmidt (20) in der Vorbereitung überzeugt. „Tim ist sehr stabil und hat sehr gut gearbeitet.“ Allerdings stellt Cramer auch klar, dass er seine kleinen Fehler abstellen muss. Schmidt im Nacken sitzen Jan Just (25), der zuletzt angeschlagen war, allerdings aus der 3. Liga von Waldhof Mannheim kommt und entsprechend Ansprüche auf einen Platz im Team stellt. Fünfter Innenverteidiger ist Youngster Michael Schaupp (19).

Die Sechser:⋌Zwei Kandidaten, viel Klasse: Sascha Korb (29) und Neuzugang Vico Meien (24) sind beide Startelfkandidaten. „Sie bringen sehr viel Erfahrung mit und sollen auch viel Verantwortung übernehmen“, sagt Cramer, der in seinem bevorzugten 4-1-4-1-System die Qual der Wahl hat. Allerdings: „Ich kann mir auch vorstellen, mit einer Doppelsechs zu spielen.“ Im Pokal war das gleich der Fall. Ein weiterer möglicher Sechser: Michael Schaupp.

Die Achter:⋌Tobias Cramer spricht von einer „Herzschlagposition“. Drei Achter hat der Trainer zur Verfügung, und alle drei sind Kandidaten für die Startelf: Alessandro Abruscia (32), Neuzugang Stefan Wächter (24) und Mark Müller (20). Abruscia als Kapitän ist der Führungsspieler im Team und daher nicht aus der Mannschaft wegzudenken. Ähnliches gilt für Wächter, den Cramer ebenso einen „Startelfspieler“ nennt. „Stefan ist fußballerisch sehr gut, er hat eine hohe Körperlichkeit und sehr gut im athletischen Bereich gearbeitet.“ Muss sich Youngster Müller dann hinten anstellen? „Nein“, sagt Cramer. Denn auch der quirlige Spieler bringe eine hohe Qualität mit und übe viel Druck auf die Erfahrenen aus.

Die offensive Außenbahn:⋌Tobias Cramer will nicht groß in linke und rechte Außenbahn unterscheiden. Er setzt auch dort auf Flexibilität. Wobei Sean Seitz (20) zuletzt glänzend mit Leon Volz harmoniert hat. Ebenso wie Seitz ist auch Neuzugang Paolo Maiella (24) beidfüßig und kann auf beiden Seiten spielen. Hinzu kommen Kristjan Arh Cesen (25) und Mario Szabo (19) für die linke offensive Außenbahn. Und Jonas Arcalean (25) für die rechte Seite. Und: Cramer hat in absehbarer Zeit noch einen Topmann in der Hinterhand: Benjamin Kindsvater (29) ist auf dieser Position „ein echter Qualitätsspieler“. Er laboriert allerdings noch an seiner Sprunggelenksverletzung. „Wir sind auf diesen beiden Positionen schwer auszurechnen“, sagt der Trainer.

Der Angriff: ⋌Top-Torjäger ist klar Steffen Kienle (27). Und der ist auch gesetzt, wenn er fit ist. Das allerdings dauert. Wegen seines Achillessehnenrisses fehlt Kienle die gesamte Vorrunde. Zwei junge Spieler soll versuchen, das zu kompensieren: Holger Bux (19) und Neuzugang Levin Kundruweit (20). „Wir dürfen die beiden aber nicht unter Druck setzen. Wir müssen sie geduldig ausbilden, damit sie irgendwann zu Topstürmern wie Steffen Kienle werden“, sagt Tobias Cramer. Auch Jonas Arcalean kann in der Sturmspitze eingesetzt werden.

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