VfR-Chef: „Matthias Layer ist nicht gescheitert“

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Matthias Layer (VfR Aalen 1921 #28) im Tor muss gegen den Bahlinger SC 3 Tore hin nehmen VfR Aalen vs. Bahlinger SC Fussball, Maenner, Regionalliga Sued-West, 4.Spieltag , Saison 2021/2022 , 28.08.2021
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Nach den drei Siegen in Folge ist Ruhe eingekehrt beim VfR Aalen. Geschäftsführer Giuseppe Lepore spricht über den Aufschwung und den Wechsel im Tor.

Aalen.

Ungeachtet einer möglichen Strafe durch die Regionalliga Südwest: Auch der VfR Aalen hat mit seinem Trainer Uwe Wolf über die Vorfälle im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart II gesprochen. „Wir hatten ein gutes, konstruktives Gespräch mit Uwe, und er hat eingesehen, dass er übers Ziel hinausgeschossen ist“, sagt Präsidiumsmitglied Michael Weißkopf, der auch Verständnis hat. Wenn du 90 Minuten beschimpft wirst, ist es vielleicht normal, dass du ein Stück weit die Kontrolle verlierst - auch wenn es nicht sein soll.“ Für die Verantwortlichen ist das Thema damit vereinsintern erledigt.

Auf dem Spielfeld haben Uwe Wolf und seine Profis derzeit alles unter Kontrolle. Drei Spiele, drei Siege ist die beeindruckende Bilanz der englischen Woche. Und: Von den vergangenen fünf Partien haben die Ostälbler vier gewonnen. „Das ist ein schöner Moment, den wir genießen - und es ist die Bestätigung, dass unser Trainer sehr fleißig arbeitet“, sagt Lepore und stellt klar: „Aber es gibt keinen Grund abzuheben.“ Auch beim Blick auf die Tabelle ist der Geschäftsführer nach der jüngsten Serie weit davon entfernt, überheblich zu werden. „Die Abstände sind sehr klein, sowohl nach oben als auch nach unten.“

Und deshalb gibt Lepore weiter kleine Ziele aus. „Für uns geht es jetzt darum, die Abläufe weiter zu verbessern und unser Leistungsvolumen zu stabilisieren.“ Was dabei hilft: Die Erfolge haben dafür gesorgt, dass das Team wieder in Ruhe arbeiten kann. Denn auch Lepore stellt klar: „Nach den fünf Niederlagen aus den ersten sieben Spielen ist Druck aufgekommen. Am Ende zählen nun einmal nur die Punkte.“ Aber: „Wir haben deshalb nicht alles über Bord geworfen, auch nicht unser Ziel einstelliger Tabellenplatz.“ Ohnehin sei es nachvollziehbar, was anfangs passierte. „Wir hatten 14 Neuzugänge, es war klar, dass es einige Zeit dauert, bis alles passt.“ Der VfR Aalen habe dann aber alles getan, „um die Situation zu verbessern“. Der Geschäftsführer spricht damit die Verpflichtung von Tim Paterok an. „Diese Maßnahme hat absolut gegriffen.“

Wobei Lepore klarstellt, dass der zu Saisonbeginn beförderte Keeper Matthias Layer keineswegs zum Sündenbock gemacht wird. „Matthias ist nicht gescheitert. Er hat alle Fähigkeiten, aber er ist mit seinen 22 Jahren auch noch jung. Und vielleicht braucht er einfach noch Zeit.“ Auch den Vorwurf, dass Layer beim VfR Aalen überschätzt wurde, will Lepore nicht stehen lassen. „Wir haben stattdessen unserem jungen Torwart das Vertrauen geschenkt, nachdem sich Daniel Bernhardt verletzt hatte. Das ist doch positiv für einen Verein.“ Wobei der Geschäftsführer auch zugibt, dass er glücklich ist, dass sich Paterok kurzfristig für einen Wechsel auf die Ostalb entschieden hat. Die Tatsache, dass der 29-Jährige auf Anhieb so gut funktioniert, hat Lepore nicht überrascht. „Ich kenne Tim Paterok seit sieben Jahren, und auch nach unserer gemeinsamen Wegstrecke habe ich seinen Weg immer mitverfolgt.“ Der Geschäftsführer sei immer von der Qualität des Keepers überzeugt gewesen.

Am Samstag sollen Paterok und sein Team den Weg weitergehen - im Auswärtsspiel beim FC 08 Homburg. Und auch wenn die Saarländer derzeit nur Rang acht belegen, sind sie für Lepore eine Spitzenmannschaft. „Ohne den genauen Etat der Homburger zu kennen, so liegt der sicherlich das zweieinhalb- oder gar dreifache über unserem“, sagt der Geschäftsführer. Und: „Homburg hat den eigenen Anspruch, in die 3. Liga aufsteigen zu wollen.“

Das ändere aber nichts an der Tatsache, dass der VfR Aalen auch dort seine Serie ausbauen will. Und ganz nebenbei noch Wiedergutmachung betreiben muss. In der vergangenen Saison gingen die Ostälbler beim FC 08 Homburg mit 1:6 unter. „Das soll kein zweites Mal passieren.“

Wir genießen den schönen Moment.“

Giuseppe Lepore, Geschäftsführer des VfR Aalen
Tim Paterok
Michael Weißkopf, Giuseppe Lepore

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