VfR: Den Flow mit nach Fulda nehmen

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Die Mannschaft des VfR Aalen bedankt sich bei den Fans, VfR Aalen vs. SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, Regionalliga Suedwest, Fussball, Herren, 13.08.2022 EIBNER/Michael Schmidt
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Nach drei Siegen in Folge will der VfR Aalen am Samstag beim Aufsteiger SG Barockstadt Fulda-Lehnerz nachlegen und möglichst aus der Abstiegszone klettern.

Aalen.

Zweimal muss der VfR Aalen vor Weihnachten noch ran. An diesem Samstag beim Tabellenneunten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (14 Uhr) und eine Woche später, am Samstag, 10. Dezember, beim derzeitigen Tabellenfünften TSG Balingen. Es sind zwei Möglichkeiten, noch vor der Winterpause wieder aus der Abstiegszone zu klettern, in die der wegen des Insolvenzantrags vorgenommene Neun-Punkte-Abzug die Mannschaft gerissen hat.

„Natürlich möchten wir dieses kleine Etappenziel erreichen“, sagt Aalens Cheftrainer Tobias Cramer. Aber der UEFA-A-Lizenzinhaber schiebt gleich hinterher. „Das große Ziel ist es, am Ende der Saison auf keinem der drei Absteigerplätze zu liegen.“ Will sagen: Es ist nicht so schlimm, wenn das Vorhaben in diesem Jahr nicht mehr gelingen sollte. Am Ende der Saison wird abgerechnet. Sportlich jedenfalls.

Mit zuletzt drei Siegen in Folge hat die Mannschaft den Neun-Punkte-Abzug sofort wieder wett gemacht. Die Spieler haben damit deutlich unterstrichen, dass sie gewillt und in der Lage sind, die Situation um die Existenzsorgen des Vereins mental und sportlich zu meistern. „Wir müssen den Flow, den wir uns erarbeitet haben, mitnehmen nach Fulda“, nennt Cramer die Strategie, mit der er die Mannschaft auf die letzten beiden Spiele dieses Kalenderjahres 2022 einstimmen will.

Dabei weiß er sehr genau, welcher Gegner am Samstag auf seine Jungs wartet. Das Hinspiel haben Alessandro Abruscia & Co. am 13. August in der Aalener Ostalb-Arena überzeugend mit 3:0 gewonnen. Es war der zweite Spieltag der Saison. Und Aufsteiger Barockstadt Fulda-Lehnerz musste noch Lehrgeld bezahlen.

Inzwischen haben sich die Osthessen, die als reiner Amateurverein von vielen bereits als der sichere Absteiger gehandelt worden sind, an die Regionalligaluft gewöhnt. Dreh- und Angelpunkt ist Ex-Profi Leon Pomnitz. Der 27-Jährige - im Berufsleben Klassenlehrer einer 6. Klasse an einer Gesamtschule in Bad Hersfeld - zieht im Mittelfeld gemeinsam mit Kapitän Patrick Schaaf die Fäden. Und das recht erfolgreich.

Mit 25 Punkten belegen die Domstädter Rang neun in der Tabelle und haben zur Abstiegszone, die derzeit noch beim VfR Aalen (15) beginnt, bereits zehn Punkte Vorsprung. Wären dem VfR Aalen keine Punkte abgezogen worden, würde das Team von der Ostalb nur einen Zähler weniger aufweisen als ihre Gastgeber vom Samstag und könnte im Erfolgsfall sogar die Plätze tauschen.

So aber geht es für die Elf von Tobias Cramer darum, möglichst schnell wieder über den Strich zu klettern, um dann das Abstiegsgespenst so gut es geht vollends abzuschütteln. „Wir müssen sehr konzentriert gegen den Ball arbeiten“, fordert der VfR-Coach von seinem Team, in dem er zwangsläufig Veränderungen vornehmen muss.

Meien gelbgesperrt

Nicht dabei sein wird nämlich Vico Meien. Der 24-Jährige Mittelfeldspieler hat sich beim 2:1-Sieg vergangene Woche gegen Freiberg seine fünfte Gelbe Karte abgeholt und muss nun eine Partie pausieren.

Dafür könnte der zuletzt verletzte Holger Bux wieder mit von der Partie sein. Der 20-Jährige aus Rosenberg musste gegen Freiberg kurzfristig wegen Aduktorenproblemen passen. „Noch gibt es kein grünes Licht“, sagte Cramer am Donnerstag. „Aber ich bin guter Dinge.“

So könnten sie spielen:

VfR Aalen: Witte - Volz, Schmidt, Odabas, Arh Cesen - Korb - Wächter, Abruscia, Seitz - Bux, Maiella.

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