VfR-Gegner Kickers Offenbach: Der „schlafende Riese“ bringt über 500 Fans mit

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In Offenbach geboren, in Aalen daheim: Für VfR-Trainer Christian Demirtas ist das Heimspiel gegen die Kickers eine Reise in die Vergangenheit.
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Der VfR Aalen rechnet mit einer großen Kulisse in der Ostalb-Arena und hofft gegen den Aufstiegsaspiranten auf viele eigene Anhänger.

Aalen. Christian Demirtas ist in Offenbach geboren. Seine Eltern leben heute noch dort. Er selbst hat aber nie für die Kickers gespielt. Stattdessen für den Rivalen Eintracht Frankfurt. Weshalb er emotional nicht am nächsten Gegner hängt. „Wir wollen gegen sie gewinnen, danach können sie machen, was sie wollen“, sagt der Trainer des VfR Aalen. Anpfiff am Sonntag: 14 Uhr.

Die Sehnsucht beim VfR Aalen ist groß. Die Sehnsucht nach einer vollen Ostalb-Arena. Über 2000 Zuschauer sind zum Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II (1:2) gekommen. Und eine ähnliche Kulisse könnte es auch am Sonntag geben, wenn der Titelaspirant aus Offenbach auf die Ostalb kommt. 500 bis 700 Fans haben sich aus Offenbach angekündigt. „Wir hoffen, dass deutlich mehr aus Aalen zu uns kommen“, sagt Demirtas.

Ob der Zuschauerkrösus der Liga am Ende auch die Nummer eins in der Tabelle ist, will der VfR-Trainer nicht prognostizieren. Nur soviel: Für Demirtas gehört Offenbach eine Etage höher. „Wenn man sieht, was dieser Verein Jahr für Jahr für einen Aufwand betreibt, und wenn man diese Fanszene und Fankultur sieht, dann ist das ein schlafender Riese.“

Kein typisches VfR-Wetter

Allerdings einer, der am Sonntag nicht geweckt werden soll. Trotz ungleicher Voraussetzungen sind die Aalener nicht gewillt, den Kickers im Meisterrennen irgendwas zu schenken. Im Gegenteil. Wie schon zuvor der FC 08 Homburg soll nun das nächste Topteam bei den Schwarz-Weißen baden gehen. Baden ist ein gutes Stichwort: Nachdem es vor dem Homburgspiel heftig geschneit hat, herrscht nun Dauerregen auf der Ostalb. „Wenn's so nass ist, wird es ein richtiges Kampfspiel“, sagt Demirtas. Von einem „VfR-Wetter“ will er aber nichts wissen. „Nein, das ist kein Vorteil für uns.“ Zumal sich der Trainer auch nicht auf äußere Einflüsse verlassen will. Und auch nicht muss. „Wir haben auch in Elversberg wieder gezeigt, dass wir mit den Spitzenmannschaften mithalten können.“ Wenn dem so ist, warum ist sein Team dann noch immer der Abstiegszone so nahe? „Weil es nichts bringt, wenn wir nur schön spielen. Momentan passen einfach die Ergebnis nicht.“ Das allerdings sei ein Prozess, der nicht von Heute auf Morgen gehe. Aber: „Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

Macht sich der Trainer beim Blick auf die Tabelle keine Sorgen? Immerhin ist der Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz auf vier Punkte geschrumpft. „Sorgen mache ich mir keine. So wie wir uns präsentieren werden wir die nötigen Punkte noch einfahren.“ Die nächsten Zähler sollen am Sonntag geholt werden.

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