VfR-Hauptversammlung legt ungewisse Zukunft offen

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VfR Hauptversammlung 2022
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Das Präsidium und der Aufsichtsrat stellen Zahlen und Fakten der letzten beiden Geschäftsjahre vor. Zuversicht und Sorgen füllen den Abend.

Aalen

Glaubt man den Worten der Verantwortlichen des VfR Aalen - speziell Präsidiumsmitglied Michael Weißkopf - so „ist der VfR auf einem guten Weg“. Die Tatsache, dass die VfR-Mitgliederversammlung am Donnerstagabend die erste seit Oktober 2019 war, lockte knapp 150 Vereinsmitglieder ins Forum des Ostalb-Stadions.

Ebenfalls anwesend war die Mannschaft des VfR in einem extra VIP-Raum sowie Christine Baur, die Sachgebietsleitung der Stadt Aalen, die in Vertretung für Oberbürgermeister Frederick Brütting und Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann an der Veranstaltung teilnahm.

Präsidiumsmitglied Weißkopf eröffnete die Veranstaltung mit den Worten: „Fußball ist die schönste Nebensache der Welt - Betonung auf „schön“.“

Alles andere als schön hingegen ist die finanzielle Lage des VfR Aalen. Hierzu hat Präsidiumsmitglied Charlotte Helzle, zuständig für die Finanzen, das Podium betreten. „Sie bekommen von mir die Zahlen des Grauens serviert“, sagte Helzle.

Damit meinte sie konkret die Summe des negativen Eigenkapitals des Vereins zum Geschäftsjahr 2019/2020 mit minus 833.507,98 Euro. Doch die Zahlen des darauffolgenden Geschäftsjahres sollten für noch mehr Schrecken sorgen: So wurde zum 30.06.21 ein Betrag im Minusbereich in Höhe von 1.159.692,99 Euro seitens des Vereins erwirtschaftet. „Die Zahlen sind wie sie sind“, so Helzle. Dass die Corona-Pandemie, die auch für einige Saisonunterbrechungen sowie das Fehlen der Zuschauer im Stadion gesorgt hatte, hatte natürlich einen enormen Anteil zur finanziellen Misere beigetragen. Doch Michael Weißkopf strahlte dennoch Zuversicht aus: „Wir wollen nicht jammern. Ziel ist Schritt für Schritt wieder nach oben zu kommen.“ Sportlich glaubt er, dass man in „drei bis vier Jahren“ wieder oben angreifen kann.

Auch VfR-Geschäftsführer, Giuseppe Lepore, der die beiden Geschäftsjahre aus sportlicher Sicht zusammenfasste, gab den Anwesenden Hoffnung. „Die Mannschaft hat sich sukzessive weiterentwickelt“, so Lepore. „Sie hat zwar die Ergebnisse in den letzten Wochen nicht geliefert, doch wir haben Vertrauen in die Mannschaft. Wir halten zusammen.“ Das primäre Ziel ist „diese Saison zu meistern und die Liga zu sichern“.

Die Visionen werden vermisst

Für die kommende Saison hatte Giuseppe Lepore gute Nachrichten. „Wir haben bereits 15 Spieler unter Vertrag“, sagte Lepore. Dennoch „zeichnet es sich ab, dass es bei ein oder zwei Spielern nicht zur Vertragsverlängerung kommt“. Er garantierte aber, dass der VfR für die nächste Saison eine „schlagfertige Mannschaft zusammenstellen werde“.

Nach viel (Eigen-)Lob gab's zum Schluss der Versammlung Kritik seitens der Mitglieder. Beispielsweise wurde die Art und Weise, wie sich der Verein von Trainer Uwe Wolf getrennt hat, hinterfragt und bemängelt. Einem Mitglied aus der Fanszene wiederum fehlen die Visionen und Perspektiven für die Zukunft . Das und die Frage, ob der VfR Aalen auch für die Oberliga plant, ist Thema in unserer Samstagsausgabe.

"Wir wollen nicht jammern.“

Michael Weißkopf, VfR Aalen Präsidiumsmitglied

Karl-Heinz Mayle seit 75 Jahren Mitglied des VfR Aalen

  • Zahlreiche Mitglieder des VfR Aalen wurden bei der Hauptversammlung für ihre langjährige Treue zum VfR geehrt:
  • 25 Jahre Mitglied:⋌
    Johannes Moser⋌
    Wolfgang Seibold⋌
    Susanne Seibold⋌
    Edeltraut Dienner⋌
    Thomas Jäger⋌

    40 Jahre Mitglied:⋌
    Henriette Rau⋌

    45 Jahre Mitglied:⋌
    Marianne Bildlingmaier⋌

    50 Jahre Mitglied: ⋌
    Guido Jander⋌

    75 Jahre Mitglied:⋌
    Karl-Heinz Mayle
VfR Hauptversammlung 2022
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