VfR: Keine Spiele mehr im November

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Corona verursacht die nächste Zwangspause: Die Regionalliga Südwest hat den Spielbetrieb bis einschließlich 30. November eingestellt. Für den VfR Aalen bedeutet das, dass insgesamt fünf Punktspiele abgesagt sind. Ob es im Dezember normal weitergeht, steht derzeit in den Sternen.
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Erneute Zwangspause für den VfR Aalen: Auch im Südwesten ist der Spielbetrieb gestoppt – vorerst bis zum Ende des Monats. Ob's im Dezember wieder weitergeht, ist fraglich.

Der VfR Aalen ist erneut ausgebremst worden. Nach den jüngsten Erfolgserlebnissen muss die Elf von Trainer Roland Seitz erneut in eine Zwangspause. Denn seit Mittwoch steht fest: Der Spielbetrieb in der Regionalliga Südwest wird wegen der Corona-Pandemie bis einschließlich 30. November eingestellt. Vorerst.

Für den VfR Aalen bedeutet das, dass nach der Partie bei RW Koblenz (4. November) auch die Spiele gegen den FSV Frankfurt (8. November), Astoria Walldorf (14. November), PK 03 Pirmasens (21. November) und FSV Mainz 05 II (28. November) abgesagt sind. "Das ist einfach deprimierend", sagt Seitz.

Letztendlich "schuld" an der Entscheidung ist das Bundesland Rheinland-Pfalz, das mit TuS RW Koblenz, FSV Mainz 05 II, TSV Schott Mainz und PK 03 Pirmasens vier der 22 Mannschaften stellt. Denn: In Rheinland-Pfalz gelten lediglich die 1. und 2. Bundesliga sowie die 3. Liga als Profiligen.

Die Regionalliga als 4. Liga dagegen unterliegt dem Amateur- und Freizeitsport. Und für den gilt bekanntlich bundesweit: Der Trainings- und Wettkampfbetrieb ist seit dem 2. November untersagt. In den drei anderen der Regionalliga Südwest angehörenden Bundesländern ist das anders: Während im Saarland die Regionalligisten "in Einzelfällen die Erlaubnis zum Betrieb und Nutzung der Sportstätten erhalten können", ist den Viertligisten in Baden-Württemberg und Hessen der Trainings- und Wettkampfbetrieb nach wie vor gestattet.

Was passiert im Dezember?

Was die Spielkommission der Regionalliga Südwest kategorisch ausschließt: eine Fortsetzung des Spielbetriebs ohne die vier Vereine aus Rheinland Pfalz. "Das würde zu massiven Verzerrungen des Wettbewerbs führen."

Das trifft uns natürlich auch finanziell.

Giuseppe Lepore Geschäftsführer des VfR Aalen

Und was passiert im Dezember? Das weiß zum jetzigen Zeitpunkt niemand. Nur soviel: Für eine Fortsetzung der Saison ist auch hier eine einheitliche Regelung in den Bundesländern nötig. Wie die Kommission mitteilt, wird der Spielbetrieb "ab dem 1. Dezember 2020 nur dann wieder aufgenommen, wenn in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland ab spätestens 17. November ein Mannschaftstraining unter Wettkampfbedingungen zulässig ist". Heißt für alle Beteiligten: abwarten bis Mitte November.

Giuseppe Lepore ist mit der Entscheidung wenig glücklich. "Wir haben jetzt nur für einen ganz kurzfristigen Zeitpunkt Gewissheit. Ich hätte mit gewünscht, dass eine verbindliche Entscheidung für einen längeren Zeitraum getroffen wird", sagt der Geschäftsführer des VfR Aalen. Aus gutem Grund: Der Verein müsse schließlich planen. Beispielsweise ob der Trainingsbetrieb fortgesetzt wird oder die Profis jetzt schon in den Winterurlaub geschickt werden. Abseits des Platzes bleibt die Saisonunterbrechung ebenso nicht ohne Folgen. "Natürlich trifft uns das auch finanziell", sagt Lepore. Allerdings: Noch schlimmer wäre es gewesen, wenn der Spielbetrieb ohne Zuschauer fortgesetzt worden wäre. Laut Präsidiumsmitglied Michael Weißkopf fehlt dem VfR Aalen bei jedem Geisterspiel "ein unterer fünfstelliger Betrag".

Zur Not bis zum 30. Juni

Und wie sieht der VfR Aalen die gesamte Situation? Kann die Saison unter diesen Umständen überhaupt zu Ende gespielt werden? Für Lepore kommt die Diskussion über einen möglichen Saisonabbruch viel zu früh. "Dafür ist der Zeitpunkt viel zu früh. Zumal wir zur Not bis zum 30. Juni spielen könnten."

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