VfR-Torhüter Michel Witte mit Optimismus und Kampfgeist

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VfR-Keeper Michel Witte wird alles versuchen, um nach seiner Verletzung am Samstag gegen die TSG Hoffenheim II im Tor zu stehen.
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Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung im Pokal hofft VfR-Torhüter Witte auf einen Einsatz am Samstag gegen die TSG II.

Aalen

Beim 2:0-Erfolg des vergangenen Dienstags im Pokalspiel gegen den VfB Bösingen war für Aalens Torwart Michel Witte nach einer Halbzeit bereits schon Schluss. Grund dafür war eine Verletzung an seiner Rotatorenmanschette. Dennoch ist Witte für das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II am Samstag (Anpfiff: 14 Uhr, Kassenöffnung: 13 Uhr) optimistisch: „Die Zielsetzung ist, dass ich im Tor stehe“, so der VfR-Keeper.

Nach einer ärztlichen Untersuchung gibt der VfR-Stammkeeper leichte Entwarnung. „Es wurde alles abgecheckt und nichts Dramatisches erkannt“, so der Schlussmann. Aber: „Es sind noch Schmerzen da, die Bewegung ist etwas eingeschränkt.“ Verständlich, denn während einer Eins-gegen-eins-Situation prallte ein Bösinger-Gegenspieler mit seinem Knie gegen Wittes Schulter. Doch Witte ist gewillt, schnellstmöglich wieder auf dem Platz zu stehen. „Ich werde versuchen beim Abschlusstraining mitzumachen, um irgendwie am Samstag spielen zu können.“

Denn wenn am Samstag der zweite Anzug der TSG Hoffenheim in der Ostalb-Arena gastiert, bekommt es die Heimmannschaft mit dem aktuellen Drittplatzierten der Liga zu tun - ein Team, das zuletzt Mitte September verlor und seit sechs Spielen (fünf Siege, ein Remis) ungeschlagen ist.

Zielsetzung für Witte klar

Für den VfR Aalen ist es daher besonders wichtig, seinen starken Stammtorwart zwischen den Pfosten zu wissen. „Wir und die Ärzte mit ihren Behandlungen versuchen alles. Ob es letztendlich klappt, kann ich jetzt noch nicht sagen.“ Wittes Vertreter, die jungen Tom Österle (19 Jahre) und Maurice Brauns (19), genießen aber sowohl bei Trainer Tobias Cramer als auch bei der standesgemäßen Nummer eins vollstes Vertrauen. „Ich habe keine Bedenken bei den beiden“, so der 23-Jährige Witte. „Sie trainieren seit Wochen super und strahlen auch Ruhe aus.“ Die Frage, welcher Schlussmann des Trios letztlich gegen die TSG Hoffenheim II im Gehäuse stehen wird, entscheidet sich wohl wenige Stunden vor Anpfiff.

Verletztenmisere hält an

Neben der im Verein eh schon extrem schwierigen Lage seit Bekanntgabe des Insolvenzantrags klebt dem VfR Aalen seit Wochen zusätzlich noch das Verletzungspech an den Schuhen. „Das Thema ist ein Problem“, weiß auch Witte. „Viele Stammspieler fallen immer wieder weg, dann müssen wir die Positionen kompensieren.“ Zwischenzeitlich zählte das VfR-Lazarett insgesamt elf Verletzte, darunter etablierte Spieler wie die Verteidiger Ali Odabas, Tim Schmidt und Leon Volz. Aber auch die Neuzugänge Stefan Wächter, Levin Kundruweit - mittlerweile beide wieder fit - sowie Paolo Maiella, der sich auf dem Weg der Besserung befindet, konnten des Öfteren nicht mitwirken.

Für VfR-Torhüter Witte gibt es nur einen Weg, um aus der Misere zu kommen: „Wir versuchen uns durchzukämpfen. Jeder muss die Situation annehmen. Es geht nur noch über den Kampf.“

Was ist die Rotatorenmanschette?

Im Bereich der Schulter befindet sich die Rotatorenmanschette. Sie gehört somit zur Schultermuskulatur. Insgesamt vier Muskeln bilden mit Sehnen die Rotatorenmanschette.

Diese Muskelgruppe dient der Stabilisierung und Zentrierung, der Straffung der Gelenkkapseln sowie der Innen- und Außenrotation des Oberarms.

Schmerzsymptome sind ziehende, stechende Schmerzen im Schulterbereich. ⋌ag

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