VfR-Torjäger Steffen Kienle „Wir haben auch zwei Neuzugänge“

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Der Publikumsliebling des VfR Aalen ist zurück: Steffen Kienle soll in der Restrunde die nötigen Tore zum Klassenerhalt schießen.
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Der Hoffnungsträger ist zurück: Mit dem Publikumsliebling will der abstiegsbedrohte VfR Aalen den Klassenerhalt schaffen. Der Torjäger im Interview.

Aalen

Fast neun Monate war er wegen eines Achillessehnenrisses raus: Steffen Kienle hat in der laufenden Saison noch kein Spiel für den VfR Aalen bestritten. Jetzt ist der Torjäger, der an diesem Mittwoch 28 Jahre alt wird, auf den Platz zurückgekehrt. Im Interview spricht der Publikumsliebling über seine Verletzung, den Abstiegskampf und die Wechselabsichten seines Kumpels Sascha Korb.

Herr Kienle, wie fühlt es sich an, wieder auf dem Platz zu stehen?

Kienle: Großartig. Die Freude ist riesig groß, darauf habe ich all die Monate hingearbeitet.

Bei wie viel Prozent sind Sie?

Natürlich ist es noch nicht ganz so, wie es sein soll. Aber ich denke, dass ich bei 90 Prozent bin. Und die ersten Einheiten habe ich sehr gut überstanden.

Trainer Tobias Cramer sagt, dass Sie fürs Testspiel am Samstag bei der SpVgg Satteldorf „definitiv ein Thema“ sind.

Sagt er das wirklich? Ich muss zuerst die Trainingswoche abwarten. Aber wenn's geht, bin ich der Letzte, der nicht spielen will. Vielleicht reicht es für einen Kurzeinsatz, so 15, 20 Minuten fürs gute Gefühl. Aber ich mache mir keinen Stress. Denn mein Ziel ist es nicht, die Vorbereitung komplett mitzumachen, sondern beim ersten Punktspiel fit auf dem Platz zu stehen.

Wenn Sie auf die vergangenen neun Monate zurückblicken: Was war das Schlimmste für Sie?

Ganz klar die Woche vor der OP. Das war die Hölle. Ich hatte richtig Schmerzen, konnte kaum schlafen. Und beim Aufstehen war's kaum besser.

Wenig angenehm ist derzeit auch die Situation beim VfR. Mit der Insolvenz und dem Tabellenplatz.

Natürlich erkundige ich mich immer wieder, wie es in der Insolvenz weitergeht. Aber eigentlich versuche ich, dieses Thema auszublenden.

Sportlich steht der Verein auf einem Abstiegsplatz. Machen Sie sich Sorgen ?

Ich würde lügen, wenn ich sage, dass wir zu 100 Prozent gesichert sind. Aber ich mache mir keine Sorgen. Wir haben nur einen Punkt Rückstand auf das rettende Ufer, damit haben wir es in der eigenen Hand. Und ohne den Neun-Punkte-Abzug hätten wir mit dem Abstieg derzeit nichts zu tun. Das zeigt doch, dass wir die Qualität haben.

Wobei die direkten Konkurrenten im Winter aufgerüstet haben.

Wir haben ja auch zwei Neuzugänge. Benjamin Kindsvater und ich haben in dieser Saison noch kein Spiel gemacht, und ich denke, dass wir beide schon unsere Erfahrungen in der Regionalliga gesammelt und dort unseren Stempel aufgedrückt haben.

Der VfR Aalen könnte noch einen Leistungsträger verlieren: Sascha Korb möchte zu Kickers Offenbach wechseln.

Ich habe mit Sascha darüber geredet, aber das ist nichts für die Öffentlichkeit.

Wie stehen Sie zu den Wechselabsichten Ihres Kumpels?

Da gibt es zwei Seiten: Wir brauchen Sascha unbedingt, und sollte es so kommen, wäre es ein extrem schmerzhafter Abgang. Aber ich kann auch seine Situation verstehen: Sascha stammt aus Offenbach, seine Freundin wohnt dort. Eines muss ich aber klar sagen: Sollte der VfR Sascha nicht freigeben, wird er weiterhin zu 100 Prozent alles für den VfR Aalen geben.

Bereits weg ist Geschäftsführer Giuseppe Lepore. Hat Sie die Freistellung überrascht?

Ja, ich war überrascht. Ich habe Giuseppe als angenehmen und entspannten Menschen kennengelernt. Ich habe mich bei ihm für alles bedankt und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft.

Ihr Vertrag läuft im Sommer aus ...

Es gab noch keine Gespräche, aber generell kann ich mir vorstellen, hier beim VfR Aalen zu bleiben.

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