VfR-Trainer Christian Demirtas spricht von „großem Schritt“

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Der VfR Aalen gastiert an diesem Freitagabend bei der TSG Hoffenheim II. Das Testspiel im Februar haben die Ostälbler gewonnen.

Der VfR Aalen gastiert an diesem Freitagabend bei der TSG Hoffenheim II. Anpfiff: 19 Uhr.

Hoffenheim / Aalen. „Vier Punkte reichen definitiv“, sagt Christian Demirtas mit Blick auf die Tabelle. Und mit großer Wahrscheinlichkeit auch drei. Heißt: Gewinnt der VfR Aalen an diesem Freitagabend das Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten TSG Hoffenheim II, dürfte der Klassenerhalt geschafft sein. Oder wie der Trainer gewohnt zurückhaltend sagt: „Das wäre ein großer Schritt.“

Allerdings: Einfach wird es die TSG den Ostälblern nicht machen. Denn auch die Hoffenheimer, bei denen Ex-VfR-Profi Aytac Sulu Co-Trainer ist, brauchen ebenso noch mindestens einen Zähler im Abstiegskampf. „Entscheidend ist, dass wir mutig und aggressiv auftreten und über den Kampf zu unserem Spiel kommen“, sagt Demirtas. Seine Profis sollen den spielerisch starken U23-Spielern die Freude am Fußballspielen nehmen. Und noch etwas fordert der VfR-Trainer: Entschlossenheit in der Defensive. „Wichtig ist, dass wir hinten gut stehen und wenig Chancen zulassen.“ Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf einen Spieler: Nick Proschwitz, der einst auch auf der Wunschliste des VfR Aalen weit oben stand. Der 32-jährige Torjäger hat in 32 Partien 20 Treffer erzielt. „Wir müssen ihn aus dem Spiel nehmen“, sagt Demirtas.

Gelungen ist das dem VfR Aalen Anfang Februar im Testspiel gegen die Hoffenheimer. Damals noch unter Trainer Uwe Wolf gewannen die Aalener mit 1:0. Torschütze: Steffen Kienle. Christian Demirtas hat die Partie nicht miterlebt, er war damals wegen seiner Corona-Infektion in Quarantäne. „Es ist sicherlich ein Vorteil, wenn man gegen denselben Gegner kürzlich erst ein Erfolgserlebnis hatte“, sagt der Trainer. Aber: „Am Freitagabend können wir uns dafür nichts kaufen.“ Viel wichtiger ist Demirtas die jüngste Serie der Kraichgauer. Drei Spiele in Folge (1:0, 0:0, 0:0) haben sie nicht mehr verloren und dabei stets zu Null gespielt. „Hoffenheim ist gerade sehr stabil.“ Was aber auch Fakt ist: Hoffenheim hat in diesen drei Partien nur ein Tor erzielt, und Proschwitz hat in den vergangenen vier Spielen nicht getroffen.

Personell kann der VfR Aalen nicht sorgenfrei nach Hoffenheim reisen. Neben Ali Odabas fallen auch die beiden Rechtsverteidiger Andreas Knipfer und Leon Volz aus. Weil auch Sascha Korb weiter fehlt, hat der VfR aktuell nur noch Kolja Herrmann, der für diese Position in Frage kommt. Weshalb der Trainer über taktische Veränderungen nachdenkt. „Es ist gut möglich, dass ich aufgrund der Personalsituation auf eine Dreierkette umstelle.“

Christian Demirtas ist optimistisch vor diesem vielleicht entscheidenden Auswärtsspiel. Und auch das vorangegangene 0:0 gegen RW Koblenz ordnet der Trainer als Punktgewinn ein. „Dieser eine Punkt kann am Ende vielleicht Gold wert sein. Umso mehr hat es ihn geärgert, dass nach diesem 0:0 „eine Untergangsstimmung“ im Verein geherrscht hat. „Diese schlechte Stimmung kann ich bis jetzt nicht nachvollziehen.“ Umso wichtiger ist es dem wohl scheidenden Trainer, dass seine Elf jetzt dreifach punktet. Und damit den Klassenerhalt praktisch eintütet.

Alexander Haag

So könnten sie spielen:
VfR: Paterok - Schaupp, Windmüller, Schmidt - Herrmann, Abruscia, Stanese, Heckmann - M. Müller, Kienle, Kindsvater

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