VfR-Trainer Tobias Cramer will die Gegner nerven

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Ein Mann mit klaren Vorstellungen: Tobias Cramer will gut starten, schnell Punkte sammeln und nicht sofort unter Druck geraten. „Dann ist alles möglich“, sagt der neue Trainer des VfR Aalen.
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Der VfR Aalen präsentiert seinen neuen Trainer: Der spricht über seine Ansprüche, Ziele und eine „brutal harte Saison“. Und: „Wir wollen die Nummer eins sein, was die Physis betrifft. 

Aalen. Der SSV Ulm 1846, Kickers Offenbach, der FC 08 Homburg und vielleicht der TSV Steinbach Haiger. Tobias Cramer nennt die üblichen Verdächtigen, wenn es um die Favoriten geht. Was der neue Trainer des VfR Aalen nicht hat: potenzielle Abstiegskandidaten. Angesichts dieser Ausgeglichenheit gebe es keine Mannschaft, die „man unbedingt schlagen muss“. Aber: „Wir wollen gut starten, schnell Punkte sammeln und nicht sofort unter Druck stehen. Dann ist alles möglich.“

Tobias Cramer kam bestens gelaunt zu seiner offiziellen Vorstellung. Und der 47-jährige A-Lizenz-Inhaber nahm sich viel Zeit, als er über die kommende Saison sprach. Eine Saison, die der VfR Aalen laut Geschäftsführer Giuseppe Lepore mit „Mut, Fleiß und Lust“ angehen will. Das will auch Cramer, wobei er immer wieder ein anderes Wort wählt: Körperlichkeit. Der neue Trainer will fitte Spieler. „Wir wollen die Nummer eins sein, was die Physis betrifft.“ Nur so könne sein Team „Grenzen verschieben“. Was er auch will: „die Gegner ärgern und nerven“. Und: „Unser Ziel muss es sein, dass die Mannschaften zuhause losfahren und keine Lust auf die Ostalb-Arena haben.“

Das allerdings erfordere sehr viel Arbeit, und deshalb kündigt Cramer an, dass „wir mehr machen werden als die anderen“. Nur dann könne seine Mannschaft seine Philosophie umsetzen und vor allem die Grundtugenden auf den Platz bringen, die zwingend nötig seien, um erfolgreich zu sein. Was der Trainer unbedingt verbessern will: die Gegentor-Quote. „Der VfR Aalen hat in der vergangenen Saison viel zu viele Tore kassiert. Wenn wir das ändern, können wir auch mehr knappe Spiele gewinnen.“

Was Cramer außerdem erreichen will: Spieler aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft integrieren. „Das ist eine klare Zielsetzung des Vereins und dessen wichtigste Philosophie.“ Der Trainer versichert, dass er mutig genug sei, junge Menschen reinzuschmeißen.

Kapitänsfrage noch ungeklärt

Das zeigt sich auch darin, dass Cramer vergangene Hierarchien zunächst unberücksichtigt lässt. So ist noch nicht klar, ob Alessandro Abruscia weiter die Kapitänsbinde trägt. „Wir beginnen alle bei Null, das ist mir wichtig.“ Sein Prinzip sei, dass das Trainerteam den Kapitän bestimme und dieser hinterher von der Mannschaft gewählt werde.

Auf die Frage, warum der Sauerländer ausgerechnet ins Schwabenland gewechselt ist, antwortet Cramer, dass „die Adresse hier reizt“. Der VfR Aalen habe „noch immer einen hohen Status Quo in der Fußballszene“. Auch habe ihn die Ostalb-Arena von Anfang an gereizt. „Als ich inkognito im Stadion war, hat mir dieses tolle Flair sofort gefallen.“ Eines ist ihm dabei wichtig: dass das Team im Vordergrund steht.

Denn: „Ich bin kein Alleinunterhalter und es ist keine One-Man-Show.“

Spielplan Regionalliga-Saison 2022/2023: VfR Aalen startet in Freiberg

1. Spieltag: 6. August
SGV Freiberg - VfR Aalen
2. Spieltag: 13. August
VfR Aalen - SG Fulda
3. Spieltag: 20. August
VfR Aalen - TSG Balingen
4. Spieltag: 27. August
FC Homburg - VfR Aalen
5. Spieltag: 3. September
VfR Aalen - Hessen Kassel
6. Spieltag: 10. September
Kickers Offenbach - VfR Aalen
7. Spieltag: 14. September
VfR Aalen - Astoria Walldorf
8. Spieltag: 17. September
VfB Stuttgart - VfR Aalen
9. Spieltag: 24. September
VfR Aalen - SSV Ulm 1846
10. Spieltag: 1. Oktober
Steinbach-Haiger - VfR Aalen
11. Spieltag, 8. Oktober
VfR Aalen - FSV Mainz 05 II
12. Spieltag: 15. Oktober
Bahlinger SC - VfR Aalen
13. Spieltag: 22. Oktober
VfR Aalen - Eintracht Trier
14. Spieltag: 29. Oktober
Wormatia Worms - VfR Aalen
15. Spieltag: 5. November
VfR Aalen - TSG Hoffenheim II
16. Spieltag: 12. November
FC Rot-Weiß Koblenz - VfR Aalen
17. Spieltag, 19. November
VfR Aalen - FSV Frankfurt

Winterpause: 10. Dezember - 4. März

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