Kommentar von Alexander Haag:

VfR-Trainer Uwe Wolf: Der Sprücheklopfer liefert ab

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Alexander Haag
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Alexander Haag über die Arbeit von Trainer Uwe Wolf beim VfR Aalen.

Am Anfang bestimmten sein Auftreten und seine markanten Sprüche die Schlagzeilen: Uwe Wolf wollte, dass seine Spieler „Drecksäcke“ sind. Er legte sich mit den Schiedsrichtern an. In Pirmasens zoffte er mit einem eigenen Anhänger. Und in Stuttgart provozierte er die gegnerischen Fans, dass er hinterher sogar vom Sportgericht verurteilt wurde. Was fehlte: der Erfolg. Sieben Spiele, fünf Niederlagen - der VfR Aalen stürzte zwischenzeitlich auf den letzten Tabellenplatz ab. Dazu das schnelle Aus im WFV-Pokal. Die Kritik blieb nicht aus, der Trainer stand zunehmend unter Druck.

Uwe Wolf ließ sich nicht beirren, er ging seinen Weg konsequent weiter. Und es scheint der richtige zu sein. Denn am Aufschwung hat er großen Anteil.

Er vertraut dem Nachwuchs, und dieser rechtfertigt das: Spieler wie Mark Müller, Tim Schmidt und Sean Seitz gehören inzwischen zu den Leistungsträgern.

Er hat Matthias Layer frühzeitig das Vertrauen entzogen und einen Keeper nachverpflichtet. Tim Paterok ist jetzt der große Rückhalt der Mannschaft.

Und vor allem: Wolf punktet. Aus den vergangenen zehn Spielen hat er 19 Zähler geholt und den VfR hoch auf Platz sieben geführt - und damit auf den Rang, den er zu Saisonbeginn vollmundig als Ziel ausgegeben hat.

Uwe Wolf ist ein Sprücheklopfer. Aber einer, der abliefert.

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