VfR-Trainer Uwe Wolf kritisiert den Schiedsrichter: „Nie im Leben Rot“

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Uwe Wolf diskutiert mit Schiedsrichter Lukas Heim.
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Der Ärger ist nicht verflogen: Der VfR Aalen fühlt sich bei der 1:2-Niederlage gegen Balingen vom Unparteiischen betrogen. Aber auch wieder unnötige Fehler bei den Gegentoren.

Aalen

Uwe Wolf hat nach dem Schlusspfiff das Gespräch mit Schiedsrichter Lukas Heim gesucht. Vergeblich. Der Unparteiische wollte nicht über die zwei Roten Karten reden, die maßgeblich Einfluss auf das Spiel gegen die TSG Balingen (1:2) genommen haben. Vor allem der Platzverweis für Tim Schmidt sorgt beim Trainer des VfR Aalen für Unverständnis. „Der Schiedsrichter hat das Spiel ohne Not kaputt gemacht.“

Uwe Wolf hat sich die Szene in der 68. Minute etliche Male angeschaut. Als Tim Schmidt im Mittelkreis einen Tick zu spät kommt und Kaan Akkaya erwischt. „Das war nie im Leben Rot“, sagt der VfR-Trainer. Was Wolf besonders ärgert: „Für die Schiedsrichter ist heutzutage viel wichtiger, was draußen passiert. Aber bei solchen Entscheidungen schauen sie nicht genau hin.“ Der 54-Jährige richtet sogar einen Appell an die Verbände und wünscht sich künftig keine so unerfahrenen Unparteiischen mehr. „Man sollte sich mal Gedanken machen, ob man die Altersgrenze wieder nach oben verschiebt und auch in der vierten Liga erfahrene Schiedsrichter hat.“ Viele dieser jüngeren Schiri würden jegliche Kommunikation vermeiden. „Stattdessen denken diese Leute, dass sie den Fußball erfunden haben.“

Nicht nachvollziehbar ist für Wolf auch die Rote Karte gegen ihn selbst. Der Trainer stellt klar, dass „ich den Ball nicht weggeschossen habe“. Er habe den Ball zwar nicht dem nächsten, aber dem übernächsten Gegner zugerollt. „Dann kam der Schiedsrichter und hat - ohne mit mir zu kommunizieren - die Rote Karte gezeigt.“ Ob der 54-Jährige damit beim nächsten Spiel gesperrt ist, wisse er nicht. „Es gibt ja ohnehin noch das schwebende Verfahren aus dem Stuttgart-Spiel gegen mich. Ich kann nicht sagen, welche Konsequenzen das jetzt hat.“

Allerdings: Die Aalener suchen die Schuld für die bittere Niederlage zum Jahresstart nicht nur beim Schiedsrichter. „Wir machen auch immer wiederkehrende Fehler, die zu den Toren führen“, sagt Kapitän Alessandro Abruscia. Beim 0:1 hatten die Balinger viel zu viel Platz, kein Aalener fühlte sich für den Torschützen Akkaya zuständig, der unbedrängt einschieben konnte. Beim entscheidenden 1:2 habe Gino Windmüller den Ball nicht resolut geklärt. „Da muss ich dann auch mal mit einem 1:1 zufrieden sein“, sagt Wolf.

Unterm Strich bleibt die fünfte Niederlage im fünften Duell mit Balingen. Und für Aalen das vierte sieglose Spiel in Folge. „Ich werde jetzt nicht in den Keller gehen und weinen“, sagt Wolf. Aber. „Wir müssen auch schauen, dass wir das jetzt wettmachen.“ Was ihn dabei stört: dass ein spielfreies Wochenende bevorsteht. „Ich hätte jetzt viel lieber wieder gespielt“, sagt der Trainer, der am Freitag (Anpfiff: 18.30 Uhr) ein Testspiel gegen den bayerischen Regionalligisten VfB Eichstätt angesetzt hat, um im Rhythmus zu bleiben.

Weiter geht's dann am 26. Februar auswärts beim FC Gießen. Der steht mit 23 Punkten auf einem Abstiegsplatz. „Da wollen wir zurück in die Spur kommen“, stellt Uwe Wolf klar.

Auf Tim Schmidt muss der VfR Aalen dann verzichten. Dafür kehren die am Freitag gesperrten Daniel Elfadli und Sean Seitz wieder zurück.

Ich gehe jetzt nicht in den Keller und weine.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen
Uwe Wolf sieht die Rote Karte.
Uwe Wolf diskutiert mit Schiedsrichter Lukas Heim.

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