VfR-Trainer Uwe Wolf probt den Ernstfall

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Zwei Hoffnungsträger für die Restrunde: Torjäger Steffen Kienle (links) hat nach zähem Saisonbeginn zu alter Stärke zurückgefunden, und Benjamin Kindsvater soll die offensive Außenbahn beleben. Allerdings ist er aktuell wieder leicht angeschlagen
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Generalprobe beim Ligakonkurrenten: Der VfR Aalen gastiert am Samstag im letzten Testspiel bei der TSG Hoffenheim II. Kleiner Rückschlag bei Benjamin Kindsvater.

Aalen / Zuzenhausen

Schluss mit Experimentieren. Der VfR Aalen probt im letzten Testspiel vor dem Ligastart den Ernstfall. Beim Ligakonkurrenten TSG Hoffenheim II lässt Uwe Wolf die Elf auflaufen, die eine Woche später im ersten Punktspiel gegen die TSG Balingen vorgesehen ist. Wobei der Trainer nicht alle Karten offen legen will. Anpfiff in der Akademie des Bundesligisten: 14 Uhr.

Die 4:5-Niederlage von Nöttingen hatte ein Nachspiel. Uwe Wolf hat seinen Profis vor Augen geführt, was am Mittwochabend schief gelaufen ist. „Wenn du bei einem Oberligisten fünf Tore kriegst, kann defensiv nicht alles in Ordnung gewesen sein, und so war es auch.“ Was den Trainer am meisten ärgert: wenn Spieler die vorgegebene defensive Struktur nicht einhalten. Und deshalb gab's am Donnerstag eine klare Ansage vom Chef. „Für solche Nachlässigkeiten habe ich kein Verständnis.“

Wobei jetzt schon klar ist, dass am Samstag bei den Generalprobe gegen Hoffenheim II eine andere Mannschaft auf dem Feld stehen wird. „Wir wollen so spielen, wie wir beim Ligastart gegen Balingen auch spielen könnten.“ Und diese Elf hat Wolf weitgehend im Kopf. „Bis auf ein, zwei Positionen steht das Team“, sagt der Trainer. Fest steht auch das System. Während Wolf Ende vergangenen Jahres auf eine Dreierkette setzte, wechselt er nun zur Viererkette. „Die Jungs fühlen sich im aktuellen 4-1-4-1-System wohl, und das gibt auch das Personal im Moment her.“

Apropos Personal: Abgesehen von den drei Langzeitverletzten und Sean Seitz (muskuläre Probleme) sind alle Profis an Bord. Allerdings gibt's ein kleines Fragezeichen. Beim gerade wiedergenesenen Benjamin Kindsvater hat das Sprunggelenk nach dem Nöttingen-Spiel eine Reaktion gezeigt. „Wir werden kein Risiko eingehen“, sagt Wolf , der seinen Offensivmann für Samstag aber noch nicht abgeschrieben hat.

Glücklich ist der Fußballlehrer auch über den letzten Testspielgegner. Zum einen ist die TSG Hoffenheim II als Ligakonkurrent ein echter Gradmesser, zum anderen seien die Bedingungen in der dortigen Akademie hervorragend. „Wir können voraussichtlich auf Rasen spielen.“

Und nicht zuletzt hat Uwe Wolf beste Erinnerungen an die TSG Hoffenheim selbst. Im Jahr 2003 ging er als erster hauptamtlicher Nachwuchstrainer zum Bundesligisten. Geholt hat ihn damals der heutige Bundestrainer Hansi Flick. „Ich habe in Hoffenheim sehr viel lernen, aber auch bewegen dürfen.“

Dafür habe ich kein Verständnis.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen
  • Warum Leistungsträger Daniel Elfadli nur Ersatz ist
  • Rückblick. Bei aller Enttäuschung über das 4:5: In Nöttingen gab's auch Lichtblicke beim VfR Aalen. Doppeltorschütze Benjamin Kindsvater. Und Daniel Elfadli, der laut Uwe Wolf ein Paradebeispiel dafür war, „wie Zweikampfführung im Eins-gegen-Eins auszusehen hat“.
  • Ausblick. Trotz Sonderlob vom Trainer bleibt dem Sechser am Samstag bei der Generalprobe nur ein Platz auf der Ersatzbank. Grund: Der 24-Jährige ist beim Ligaauftakt gegen die TSG Balingen gelbgesperrt. Dasselbe gilt für Sean Seitz. Wobei der Torjäger am Samstag ohnehin fehlt. Den 19-Jährigen plagen nach wie vor muskuläre Probleme.⋌alex

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