VfR-Trainer Uwe Wolf tobt und lobt

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Starker Auftritt: Steffen Kienle arbeitete unheimlich viel.
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Generalprobe geglückt: Der VfR Aalen gewinnt das letzte Testspiel bei der TSG Hoffenheim II mit 1:0 (0:0). Kienle trifft, Abruscia scheitert, Paterok hält und Botic verärgert.

Zuzenhausen

Es war ein Test ganz nach dem Geschmack des Trainers: mit viel Tempo, intensiven Zweikämpfen, vielen Nickligkeiten, vergebenen Großchancen und am Ende einem Sieg. Der VfR Aalen hat das letzte Vorbereitungsspiel beim Ligakonkurrenten TSG Hoffenheim II mit 1:0 (0:0) gewonnen. Beide Mannschaften verschossen einen Elfmeter. „Das war ein guter Test“, sagt Uwe Wolf.

Der Begriff Freundschaftsspiel wäre unpassend. Sowohl die TSG Hoffenheim II als auch der VfR Aalen nahmen die Generalprobe sehr ernst und gingen eine Woche vor dem Ligastart beherzt zur Sache. Uwe Wolf ließ seine Startelf im 4-1-4-1-System spielen, und die setzte den Gegner auf dem Rasenplatz in Zuzenhausen früh unter Druck. Wobei die TSG, bei der Ex-VfR-Kapitän Aytac Sulu als Co-Trainer fungiert, immer wieder Nadelstiche setzte. Tim Paterok reagierte gegen Nick Proschwitz glänzend (19.), und auch den Freistoß von Florian Bähr entschärfte der starke VfR-Keeper (35.). Die Aalener dagegen hatten in den ersten 45 Minuten kaum klare Chancen.

Ich habe die Startelf bereits im Kopf.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel schlagartig. Die Ostälbler erhöhten das Tempo und wurden früh belohnt - dank eines Blackouts von Noah König. Der TSG-Verteidiger spielte den Ball unbedrängt Steffen Kienle in die Beine, und der Torjäger traf direkt ins leere Tor - 0:1 (48.). Der VfR hätte nachlegen müssen. Benjamin Kindsvater lief unbedrängt aufs Hoffenheimer Tor zu. Statt quer zum mitgelaufenen Alessandro Abruscia zu legen, versuchte es Kindsvater selbst - und scheiterte (53.). Aber auch Abruscia ließ eine Großchance liegen. Der Kapitän scheiterte mit einem Handelfmeter an Keeper Nahuel Noll (59.). Erneut war es Kindsvater, der mit einer herrlichen Volleyabnahme die nächste Gelegenheit ungenutzt ließ (70.). „Wir hätten das Ding viel früher entscheiden können“, ärgert sich Uwe Wolf, der mehrfach wechselte. Allerdings: In der Schlussphase drängten die Hoffenheimer auf den Ausgleich, und auch die Bundesliga-Reserve leistete sich einen Fehlschuss aus 11 Metern. Ex-VfR-Profi Andreas Ludwig scheiterte mit dem Foulelfmeter an Tim Paterok, der den Ball an den Pfosten lenkte (84.). Der VfR Aalen gewann sein achtes und letztes Vorbereitungsspiel verdient mit 1:0. Dementsprechend zufrieden war Wolf: „Es ist wichtig, dass die Null steht. Tim Paterok war dafür ein Garant. Unterm Strich war es ein intensiver und guter Test.“

Wolf wechselt Botic wieder aus

Nur ein Aalener hat seine Chance nicht genutzt und stattdessen seinen Trainer in Rage gebracht. Wenige Minuten nach seiner Einwechslung ging Manuel Botic nur halbherzig in einen Zweikampf und ermöglichte damit Hoffenheim eine Chance zum Ausgleich. Wolf tobte am Spielfeldrand, brüllte seinen Spieler lautstark an und wechselte den 23-Jährigen kurz danach wieder aus. „Es kann nicht sein, dass ein Spieler einen Zweikampf bestreitet, der der ganzen Mannschaft schadet.“ Die Auswechslung bezeichnet der Trainer als eine „Erziehungsmaßnahme, die ich nicht zu hoch hängen will“.

Acht Testspiele hat der VfR Aalen nun absolviert, fünf davon gewonnen. Wo steht die Mannschaft eine Woche vor dem Ligastart? „Die Mannschaft ist stabil und sehr fleißig.“ Und wie viele Positionen in der Startelf sind jetzt schon vergeben? „Ich habe sie bereits im Kopf ...“, sagt Wolf.

Hoffenheim II - VfR Aalen⋌0:1 (0:0)

VfR: Paterok - Herrmann (61. Knipfer), Schmidt, Odabas (46. Windmüller), Arh Cesen (61. Heckmann) - Stanese (61. Elfadli) - Volz (68. Gucciardo), M. Müller (73. Botic / 88. Schaupp), Abruscia, Kindsvater - Kienle (84. Bux)⋌
Tor: 0:1 Steffen Kienle (48.)⋌
Bes. Vorkommnis: . Abruscia verschießt Handelfmeter (59.), Paterok hält Foulelfmeter von Ludwig (84.)⋌
Gelbe Karten: König - Odabas, Herrmann

Zwei Leistungsträger: Alessandro Abruscia und Steffen Kienle.
Uwe Wolf beim lautstarken Coaching.
Steffen Kienle, Mark Müller, Leon Volz, Daniel Stanese, Tim Schmidt, Alessandro Abruscia und Kolja Herrmann bejubeln das 1:0.
Manuel Botic wird für Mark Müller eingewechselt.
Alessandro Abruscia hat den Handelfmeter verschossen.
Alessandro Abruscia muss behandelt werden. Aber nichts Ernstes.
Höchststrafe: Manuel Botic wird wieder ausgewechselt.

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