VfR-Trainer Uwe Wolf und das geheime Bonbon

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Gesetzt in der Startelf: Steffen Kienle hat gegen Pirmasens in der Nachspielzeit das Tor zum 2:2 erzielt. Auch am Mittwochabend will der Torjäger wieder dafür sorgen, dass die Ostälbler Grund zum Jubeln haben.
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Der Trainer des VfR Aalen will die Maximalausbeute aus den letzten beiden Spielen. Zunächst geht's am Mittwoch zu Schott Mainz, wo die Bedingungen schwierig sind.

  • Kunstrasen in Mainz: „Ein Unding, das zu erlauben“
  • Untergrund. Schott Mainz trägt seine Heimspiele generell auf dem Kunstrasenplatz aus. 9 der insgesamt 12 Punkte hat der Tabellenletzte dort geholt.
  • Kritik. Für Uwe Wolf ist es „ein Unding, das zu erlauben“. Die Vereine müssten eine Vielzahl an Auflagen erfüllen. „Aber das Wichtigste ist doch, das der Platz stimmt“, sagt der VfR-Trainer. Jeder Verein sollte einen Naturrasenplatz haben, „auf dem auch gespielt werden muss“. Gerade in einer Sportstadt wie Mainz.

Aalen / Mainz

Viele Coronainfektionen, eine Rücktrittsandrohung und dann die Absage: Im Vorfeld des regulären Termins war mächtig was los. An diesem Mittwoch wird die Partie zwischen dem TSV Schott Mainz und dem VfR Aalen nachgeholt. Trainer Uwe Wolf will trotz schwieriger Umstände beim Gegner einen Sieg. Und er stellt seinen Profis eine Belohnung in Aussicht. Anpfiff auf dem Kunstrasen: 19 Uhr.

Uwe Wolf spricht vor den letzten beiden Spielen im Jahr 2021 von einem „Bonbon“. Dieses habe er seiner Mannschaft in Aussicht gestellt, sollte sie die maximale Ausbeute von sechs Punkten schaffen. Was genau dieses „Bonbon“ ist, will der Trainer nicht verraten. Nur soviel: „Es wäre eine schöne Überraschung für meine Spieler.“

Weniger schön ist das, was die Profis der Ostäbler am Mittwochabend erwartet. Denn die Partie beim Tabellenletzten Schott Mainz wird auf einem Kunstrasen stattfinden. „Ein Unding“, wie Wolf sagt. Der 54-Jährige spricht gar von „Wettbewerbsverzerrung“, weil die Mainzer ihre Heimspiele generell auf dem Kunstrasen austragen. „Ich erinnere mich an mein erstes Spiel als VfR-Trainer. Das war bei Schott Mainz, und in der Nachbetrachtung hat man den Ball nicht richtig erkennen können, weil dieser dieselbe Farbe wie der Platz hatte ...“

Wolf will nicht jammern, und er will die Begleitumstände auch nicht als Ausrede gelten lassen. Stattdessen fordert er von seinen Profis im Endspurt vor der Winterpause, dass sie „noch einmal alles raushauen“. Und: „Wir sollten den Anspruch haben, dass wir dieses Spiel gewinnen.“ Die Mainzer zieren mit 12 Punkten aus 20 Spielen das Tabellenende und haben bereits 8 Zähler Rückstand auf den Vorletzten.

19 Profis plus zwei U19-Spieler

Übers Fußballerische müsse man aus Aalener Sicht nicht groß reden, „wir wissen, dass wir das können“. Entscheidend im Flutlichtspiel sei allein die „richtige Einstellung“. Wolf: „Wir müssen diese Bedingungen annehmen und alles geben.“ Nach diesen beiden Partien in Mainz und am Samstag in Bahlingen habe die Mannschaft genügend Zeit, sich zu regenerieren. „Zur Not trage ich die Spieler in Bahlingen einzeln vom Platz ...“

Zunächst geht die Reise aber nach Mainz. Und da freut sich Wolf wieder über einen vollen Kader. Wie schon am Samstag gegen Pirmasens (2:2) stehen 16 Feldspieler aus dem Profikader zur Verfügung, plus drei Torhüter und die beiden U19-Spieler Mario Szabo und Anes Handanagic. „Schön ist, dass die Rückkehrer wieder einen Schritt weiter sind als am Samstag.“ Diese Profis würden im Training zeigen, dass „sie brennen“. Dementsprechend kündigt der Trainer Veränderungen in der Startelf an. „Tim Schmidt, Daniel Elfadli und Daniel Stanese sind jetzt richtig bereit.“

Uwe Wolf muss jetzt die richtigen elf Profis für die spezielle Aufgabe in Mainz auswählen. Und diejenigen, die dann auch den Ball richtig sehen.

So könnten sie spielen:

VfR: Paterok - Schmidt, Windmüller, Odabas - Knipfer, Elfadli, Abruscia, Heckmann - Müller, Kienle, Seitz.

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