Was muss besser werden? Alles!

  • Weitere
    schließen
+
Kein Durchsetzungsvermögen: Angreifer Dijon Ramaj erwischte einen rabenschwarzen Tag und hatte kaum gute Aktionen. Der VfR Aalen kam gegen den Bezirksligisten SG Bettringen nur mit Ach und Krach weiter. Am Samstag soll es deutlich besser werden – beim Landesligisten TV Echterdingen.
  • schließen

Nach der Beinahe-Blamage in der ersten Runde: Der VfR Aalen will sich am Samstag beim TV Echterdingen deutlich steigern und zeigen, "wer Herr im Haus ist".

Keinen schönen Abend habe er gehabt, sagt Roland Seitz. In den darauffolgenden Stunden nach dem Erstrundenspiel im WFV-Pokal gegen die SG Bettringen hat sich der Trainer des VfR Aalen immer wieder die Frage gestellt, wie das passieren konnte. Jenes 7:6 nach Elfmeterschießen gegen einen Bezirksligisten. Am Samstag beim Landesligisten TV Echterdingen fordert er deshalb von seinen Profis eine deutliche Leistungssteigerung. Anpfiff: 15.30 Uhr.

Seitz redet nicht lange drumherum. Auf die Frage, was seine Elf im Zweitrundenspiel in Echterdingen besser machen müsse, antwortet er kurz und knapp: "Im Prinzip allles!" Vor allem die Tatsache, dass seine Spieler nach dem Aufwärtstrend in den Testspielen einen solch laschen Auftritt abgeliefert haben, ärgert ihn. Seitz fehlte "die Einstellung, so ein Spiel ernst zu nehmen". Und: "Wenn man meint, dass man mit 50 Prozent gegen einen hoch motivierten Gegner gewinnt, täuscht man sich."

"Hart, aber sachlich", sei das Spiel aufgearbeitet worden. Ohne auf die Mannschaft einzuprügeln. In der Hoffnung, dass das fruchtet. Und fürs Spiel in Echterdingen nimmt der Trainer vor allem seine Führungsspieler in die Pflicht. "Ich verlange, dass sie jetzt Klartext sprechen. Da reichen zwei, drei Sätze vor dem Spieltag", sagt er. Keeper Daniel Bernhardt habe bereits öffentlich den Finger in die Wunde gelegt. Das gefällt dem Trainer. Und der Kapitän, der gegen Bettringen erst vor dem Elfmeterschießen eingewechselt wurde und den VfR mit zwei gehaltenen Strafstößen vor dem Aus rettete, wird am Samstag von Beginn an im Tor stehen.

Daniel Bernhardt steht im Tor

Zurückkehren in die Startelf wird auch Tim Grupp, der seine Rotsperre verbüßt hat. Damit stehen zwei wichtige Leistungsträger wieder zur Verfügung, die den "brutal jungen Haufen" (Seitz) führen sollen. Gemeinsam mit dem erfahrenen Innenverteidiger-Duo Gino Windmüller und Marcel Appiah, das sich ebenso deutlich steigern muss.

Der VfR-Coach erwartet einen Gegner, der wie zuvor schon Bettringen alles raushauen wird, um für eine Überraschung zu sorgen. Dem will der Favorit entgegensteuern. "Wir dürfen Echterdingen nicht das Gefühl geben, dass etwas gehen kann", stellt Seitz klar.

Ich hatte keinen schönen Abend.

Roland Seitz Trainer des VfR Aalen

Und auch wenn er solche Floskeln nicht mag: Enger am Gegenspieler dran sein, Ball und Gegner laufen lassen, zeigen, wer Herr im Haus ist und möglichst die erste Chance nutzen, das wünscht sich der Coach fürs Spiel am Samstag. Nicht verschweigen will er, dass seine Mannschaft nach wie vor Defizite im spielerischen Bereich habe. Aber: "Die hatten wir vergangene Saison auch, und da sind wir mit unserem schnellen Umschaltspiel sehr gut gefahren."

Nur Jan Holldack fällt aus

Was Seitz freut: Abgesehen von Jan Holldack (Muskelfaserriss) stehen dem Trainer alle Spieler zur Verfügung. Auch Leon Volz, der zuletzt wegen muskulärer Probleme pausieren musste. "Es ist wichtig, dass wir aus dem Vollen schöpfen können. Das brauchen wir auch fürs Selbstbewusstsein."

Zumal die Personalsituation beim Regionalligisten nach wie vor so ist, dass der Kader längst nicht vollzählig ist.

Zurück zur Übersicht: VfR Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL