Wegen fehlendem Physio: Die Profis des VfR Aalen streiken

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Stille auf den Plätzen im Greut: Die Profis des VfR Aalen haben die Trainingseinheit am Donnerstag ausfallen lassen.
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Beim VfR Aalen muss die Trainingseinheit am Donnerstag kurzfristig abgesagt werden.

Aalen. Uwe Wolf hat es 18 Minuten vorher erfahren: Die Profis des VfR Aalen waren am Donnerstag nicht bereit zu trainieren. Grund war der seit Wochen fehlende Physiotherapeut. „In der Mannschaft hatte sich etwas angestaut, wir wollten ein Zeichen setzen, dass wir in diesem Bereich keinerlei Unterstützung bekommen“, sagt Alessandro Abruscia.

Der Kapitän selbst ist vor dem Training zu Uwe Wolf gegangen. „Ja, Sandro hat mich informiert“, sagt der Trainer und fügt hinzu, dass „zu diesem Zeitpunkt bereits alles fix und fertig auf dem Platz vorbereitet war“. Wolf betont, dass er vorher nichts von dem Vorhaben der Mannschaft wusste. „Mir wurde dann gesagt, dass sich die Mannschaft die unprofessionellen Bedingungen nicht länger gefallen lassen wolle. Das spricht für den Charakter dieses Teams, dass es Kante zeigt. Wir sind der einzige Verein auf diesem Niveau, der 158 Trainingseinheiten plus Spiele ohne Physio absolviert hat.“

Alessandro Abruscia stellt klar, dass das „jetzt kein großes Thema mehr ist“. Aber: „Wir wollten mit diesem kleinen Streik einfach zeigen, wie wichtig uns dieses Thema ist und dass wir schnellstmöglich eine Lösung benötigen.“

Informiert wurde auch Geschäftsführer Giuseppe Lepore. „Die Mannschaft hat gesagt, dass sie nicht trainieren wolle, weil noch keine Lösung beim Physiotherapeuten da ist.“ Der Geschäftsführer stellt aber klar, dass „das kein Boykott war“. Vielmehr seien der Trainer und er in Kenntnis gesetzt worden. „Wir haben das genehmigt.“ Und: „Es ist nichts Außergewöhnliches, dass die Mannschaft am Tag nach einem Spiel trainingsfrei bekommt.“ Wolf sieht das anders: „In einer Vorbereitung ist das ungewöhnlich.“

Wir wollten ein Zeichen setzen.“

Alessandro Abruscia, Kapitän des VfR Aalen

Freitag geht's normal weiter

Ein Training wurde am Donnerstag dann doch noch abgehalten. Uwe Wolf arbeitete alleine mit Probespieler Mehmet Bagci, und Torwarttrainer Tobias Linse mit den Nachwuchskeepern Tom Österle und Maurice Brauns.

An diesem Freitag soll der Trainingsbetrieb wieder ganz normal fortgesetzt werden. „Ja, die Mannschaft wird wieder trainieren“, sagt Abruscia. „Schließlich schaden wir uns nur selbst, wenn wir zwei, drei Wochen weiter streiken würden.“

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