Wer ersetzt VfR-Torjäger Alessandro Abruscia?

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Alessandro Abruscia (VfR Aalen, #10) nach seinem Freistosstor, SC Geislingen vs. VfR Aalen, WFV-Pokal, Fussball, Herren, 28.07.2021
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Der VfR Aalen muss ohne seinen gelbgesperrten Kapitän zum FC 08 Homburg reisen. Wer ersetzt am Samstag den Torjäger? Botic? Gucciardo? Stanese? Oder Herrmann?

Aalen / Homburg

Uwe Wolf bezeichnet ihn gerne als seine „rechte Hand“. Am Samstag muss der Trainer des VfR Aalen auf seinen Partner verzichten. Alessandro Abruscia fehlt den Ostälblern beim FC 08 Homburg wegen einer Gelbsperre. Als Mannschaft könne man diesen Ausfall kompensieren, sagt Wolf. Anpfiff im Waldstadion: 14 Uhr.

Alessandro Abruscia hat viele Rollen beim VfR Aalen. Umso schmerzlicher wird der mit fünf Treffern beste Torschütze am Samstag fehlen. Uwe Wolf hat gleich mehrere Ideen, wer für den 31-Jährigen auflaufen kann. Es gebe offensive und defensive Varianten. Entscheidet sich der Fußballlehrer für die defensive, sind Daniel Stanese und Kolja Herrmann erste Wahl. Bei der offensiven kommen Manuel Botic und der bislang noch nicht berücksichtigte Sergio Gucciardo in Frage. Wobei Wolf ausgerechnet über letztere zwei sagt, dass sie konstanter werden müssen. „Sie sind selbst in den Trainingsleistungen noch zu schwankend.“ Gemeinsam mit dem formschwachen Kristjan Arh Cesen sind Botic und Gucciardo die einzigen Profis, mit denen der Trainer aktuell nicht voll zufrieden ist. Weshalb jene offensive Variante wohl eher unwahrscheinlich ist - zumal es der VfR Aalen mit einem Gegner zu tun bekommt, der ganz andere Ansprüche hat als die Ostälbler. Und der mit aktuell Platz acht weit von den eigenen Ansprüchen entfernt ist. „Homburg gehört allein vom Etat zu den ersten vier oder fünf Mannschaften in der Regionalliga“, sagt Wolf. Die Saarländer hätten eine sehr erfahrene Mannschaft. „Und mit der wollen sie in die 3. Liga aufsteigen.“ Umso mehr stehen die Homburger nach dem durchwachsenen Start mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und vier Niederlagen unter Zugzwang. „Das wird ein intensives Spiel“, prophezeit der VfR-Trainer.

Eines, in dem Wolf von seinen Profis wieder alles abverlangt: Leidenschaft, Einsatz- und Laufbereitschaft. Und damit all das, was die Ostälbler zuletzt ausgezeichnet und drei Siege in Folge gebracht hat. „Die Dominanz und das aggressive Auftreten meiner Mannschaft gefällt mir sehr gut“, sagt Wolf. Auch die anfangs fehlende Stabilität in der Defensive sei jetzt vorhanden. Und die macht Wolf vor allem an einer Personalie fest: am neuen Keeper Tim Paterok.

Wolf: Paterok wie ein Sohn

„Seine klaren Ansagen, sein Coaching, das ist überragend“, sagt der Trainer und stellt klar, dass sich das auf die Vorderleute auswirke. „Ich bekomme stets das Feedback der Spieler, die bestätigen das.“ Wolf sagt sogar, dass er schon beim ersten Training insgeheim gedacht habe, dass „Tim mein Sohn sein könnte. Er lebt all das vor, was ich auf dem Platz erwarte.“

Wobei das auch die Mitspieler des 29-Jährigen derzeit umsetzen würden. Trotz der jüngsten Erfolge sieht der Trainer aber auch noch Verbesserungspotenzial. Und das betrifft den Angriff. „Wir hatten gegen Frankfurt die eine oder andere Chance zum 2:0. Da müssen wir früher den Deckel drauf machen und künftig kaltschnäuziger sein.“ Wobei er seine Offensivspieler auch in Schutz nimmt. Mark Müller beispielsweise sei noch sehr jung. Und Steffen Kienle sei sehr lange verletzt gewesen.

Trotz der jüngsten Erfolge: Uwe Wolf will bodenständig weiterarbeiten. „Wir haben uns nach den Niederlagen nicht gleich in der Oberliga gesehen, und wir sehen uns jetzt auch nicht in der 3. Liga.“

Mit einen Sieg in Homburg will der VfR Aalen aber in der Tabelle weiter nach oben rücken.

So könnten sie spielen:

VfR: Paterok - Volz, Windmüller, Odabas, Heckmann - Stanese, Elfadli, M. Müller - Arcalean, Kienle, Kindsvater

Tim könnte mein Sohn sein.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen
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