„Wie Dortmund gegen Schalke 04“

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Steffen Kienle
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Uwe Wolf stimmt seine Profis aufs Derby ein: Der VfR Aalen will am Samstag gegen die SG Sonnenhof Großaspach über die Grundtugenden zum Heimsieg kommen. Anpfiff: 14 Uhr.

Aalen

Stadionsprecher Michael „Flex“ Flechsler rührt kräftig die Werbetrommel fürs anstehende Heimspiel „bei traumhaftem Wetter“. Erfreulich ist auch die personelle Situation beim VfR Aalen vor dem Derby gegen die SG Sonnenhof Großaspach. „Wir haben alle Mann an Bord, auch Daniel Stanese“, sagt Trainer Uwe Wolf. Anpfiff am Samstag in der Ostalb-Arena: 14 Uhr.

Wolf hat den Gegner einmal mehr genau studiert. 15 geschossene Tore in acht Spielen würden deutlich zeigen, wo die SG Sonnenhof Großaspach ihre Stärken hat. Und da blickt der Trainer ganz besonders auf drei Spieler: „Can Karatas, David Hummel und Steven Lewerenz haben 10 der 15 Treffer geschossen und dazu 5 weitere vorbereitet“, sagt Wolf und fügt hinzu: „Wir wissen, auf wen wir uns konzentrieren müssen.“ Dass die 12 Gegentore auf Defizite in der Defensive hinweisen, will Wolf nicht bejahen. „Beim 1:4 gegen Balingen waren zwei Gegentore sehr unglücklich.“ Immerhin: „Die Großaspacher haben zuletzt zweimal verloren, sie werden nicht mit der breitesten Brust hier anreisen.“

Aber auch der VfR Aalen strotzt nach der jüngsten 0:1-Niederlage nicht vor Selbstvertrauen. „Defensiv sehr stabil“ sei seine Elf bei der Niederlage gewesen, aber offensiv habe die Durchschlagskraft gefehlt. „Wir müssen da mehr Effizienz rausbekommen“, sagt der Trainer und verrät, dass er darauf die Schwerpunkte in der Trainingswoche gelegt hat. „Wir haben Spielformen gewählt, in denen man sich am Flügel und im Zentrum durchsetzen muss.“ Auch in der taktischen Ausrichtung gebe es neue Überlegungen. „Dass wir vorne mehr Präsenz haben und die Stürmer nicht in der Luft hängen.“ Eine Überlegung: Alessandro Abruscia auf die Zehn hinter die Spitzen zu schieben.

Ein Sorgenkind ist derzeit Steffen Kienle. Der 26-jährige Stürmer wartet noch immer auf seinen ersten Saisontreffer. „Er hat im Moment das Pech am Schussstiefel kleben, Er muss fleißig bleiben und nicht so viel Nachdenken.“ Das habe er dem Elchinger in einem langen Gespräch am Donnerstag erklärt. Sicherlich sei Kienles Tief auch der langen Verletzung geschuldet. „Er muss sich freischwimmen“, sagt Wolf und versichert, dass „Steffen mein vollstes Vertrauen hat und am Samstag auch wieder in der Startelf steht“. Und: „Wenn er einmal getroffen hat, wird der Knoten platzen.“

Dass der VfR Aalen zuletzt wieder ein Gegentor nach einem Konter eingefangen hat, will Wolf nicht „zu hoch hängen“. Denn: „Wir waren nie in Unterzahl.“ Stattdessen seien die Spieler „oft zu bequem gewesen“. Das würde die Mannschaft jetzt aber wissen.

Was Uwe Wolf außerdem einfordert: dass sich seine Profis „in diesem besonderen Spiel auf die Grundtugenden im Fußball besinnen“. Heißt: Leidenschaft, Kampf-, Einsatz- und Laufbereitschaft. „Das ist ein Derby, das ist wie Schalke 04 gegen Dortmund oder 1860 München gegen Bayern München. Da weiß man, was zu tun ist.“

Uwe Wolf ist sich sicher, dass seine Elf bereit ist für das prestigeträchtige Duell gegen die SG Sonnenhof Großaspach. „Wir sind präpariert!“

So könnten sie spielen:
VfR: Paterok - Volz, Windmüller, Odabas, Cesen - Korb - Müller, Abruscia, Kindsvater - Arcalean, Kienle

Die Spieler waren oft zu bequem.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen
Benjamin Kindsvater
Tim Paterok

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