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Wolf-Entlassung: Eine brutale Abrechnung

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Alexander Haag
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Alexander Haag über den Rauswurf von Trainer Uwe Wolf beim VfR Aalen.

Lange waren sie still. Umso heftiger ist nun das Ende: Die Verantwortlichen des VfR Aalen haben Uwe Wolf nicht nur rausgeschmissen, sondern in aller Öffentlichkeit mit dem umstrittenen Trainer abgerechnet. Brutal. Schonungslos. Unprofessionell.

Vorwürfe wie Bedrohung, Pöbeleien, Lügen oder Irreführungen sind keine Lappalien, sondern schwere Anschuldigungen, die es dem 54-Jährigen schwer machen dürften, in naher Zukunft wieder einen Trainerjob im Profifußball zu finden. Der Name Uwe Wolf ist beschädigt.

Allerdings ist der Fußballlehrer nicht nur Opfer, sondern auch Täter. Er hat sich mit seinem Verhalten selbst ins Abseits manövriert und dafür gesorgt, dass eine längere Zusammenarbeit beim VfR Aalen unmöglich geworden ist. Zu lang ist die Liste der Verfehlungen. Zu uneinsichtig war er nach seiner Abmahnung Ende November, die er selbst nach außen getragen hat. Das alles kann der sportliche Erfolg nicht mehr kaschieren.

Der Wunsch von Michael Weißkopf, dass jetzt schnell Ruhe in den Verein eingekehrt, ist verständlich. Nur erfüllen wird er sich so schnell nicht. Dafür hat Uwe Wolf gesorgt. Und nun auch der VfR Aalen selbst, dessen Außendarstellung unter dieser fragwürdigen Abrechnung wieder einmal massiv leidet.

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