Zum Abschied auf der Bank: Tim Paterok verlässt den VfR Aalen

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Tim Paterok klatscht mit Torwarttrainer Tobias Linse ab. Der Keeper wird den VfR Aalen verlassen.
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Beim VfR Aalen spielt im Saisonfinale bei Astoria Walldorf Ersatzkeeper Matthias Layer, der ebenso wie die Nummer eins den Verein verlässt. Fehlt Christian Demirtas am Samstag?

Aalen

Sportlich ist alles geklärt. Trotzdem wird das letzte Saisonspiel für viele ein emotionales. Denn für viele Profis ist es das letzte im Trikot des VfR Aalen - falls sie überhaupt dabei sind an diesem Samstag (Anpfiff: 14 Uhr) bei Astoria Walldorf. Denn Christian Demirtas steht nur ein Minikader zur Verfügung, und auch beim Trainer ist noch nicht sicher, ob er an der Seitenlinie stehen kann. Der 37-Jährige wird zum zweiten Mal Vater.

Christian Demirtas ist am Donnerstag direkt nach dem Training heim nach Augsburg gefahren. Stündlich erwarten er und seine Frau ihr zweites Kind. „Ich hoffe trotzdem, dass ich am Samstag dabei sein kann“, sagt der scheidende Trainer. Das hänge aber vom Geburtstermin ab.

Nicht dabei sind viele Profis, die verletzt oder krankheitsbedingt ausfallen. Neben den drei Langzeitverletzten sind Daniel Elfadli (krank), Andreas Knipfer und Benjamin Kindsvater (beide verletzt) sicher nicht dabei. Außerdem steht hinter dem Einsatz von Tim Schmidt, Sergio Gucciardo (beide krank) und Gino Windmüller (verletzt) ein dickes Fragezeichen. „Ich habe Stand Donnerstag nur zwölf Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung“, sagt Demirtas.

Apropos Torhüter: In Walldorf wird Ersatzkeeper Matthias Layer spielen. „Ich habe das mit Tim Paterok so abgesprochen, Matthias hat sich dieses Spiel verdient, er hat im Training immer alles rausgehauen und war immer da“, sagt Demirtas. Und der Trainer bestätigt, dass beide Torhüter ihre auslaufenden Verträge beim VfR Aalen nicht verlängern und den Verein am Saisonende verlassen. Während sich bei Layer eine Trennung seit längerem angedeutet hat, kommt der Weggang von Paterok doch überraschend. Wohin es den 29-Jährigen zieht, ist ungewiss. Interessiert soll aber der Drittligist SC Verl sein. Heißt für den VfR Aalen: Es muss eine neue Nummer eins verpflichtet werden, weil jetzt nur noch die beiden Nachwuchskeeper Tom Österle und Maurice Brauns für die neue Saison übrig sind.

Zurück zum Spiel in Walldorf: Sowohl die Gastgeber als auch die Aalener haben den Klassenerhalt sicher. „Natürlich ist von allen Beteiligten beim VfR eine Last abgefallen“, sagt der Trainer. Und auch in der Trainingswoche habe man diese Lockerheit gespürt. Dennoch sagt Demirtas, dass die Mannschaft „die Saison unbedingt mit einem Sieg abschließen will“. Er ist sich auch sicher, dass „die Jungs noch einmal alles raushauen werden“. Das bestätigt der Kapitän: „Wir wollen unbedingt gewinnen. Das sind wir unserem Verein, den Fans und Sponsoren schuldig“, sagt Alessandro Abruscia.

Dreimal hat der VfR Aalen zuletzt zu Null gespielt, und mit dieser defensiven Stabilität soll auch im Auswärtsspiel am Samstag gepunktet werden. Gewinnt der VfR Aalen das Duell bei Astoria Walldorf, kann im besten Fall noch auf den zehnten Tabellenplatz vorrücken. Und für Christian Demirtas wäre es nach seinen drei Jahren beim VfR Aalen ein schöner Abschluss.

So könnten sie spielen:
VfR: Layer - Herrmann, Odabas, Schmidt, Heckmann - Stanese, Müller - Volz, Abruscia, Cesen - Bux

Ich hoffe, dass ich dabei sein kann.“

Christian Demirtas, Trainer des VfR Aalen

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Christian Demirtas mit Kapitän Alessandro Abruscia.

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