Zwei 3. Ligen – mit dem VfR Aalen?

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Noch vor einem Jahr ist im Aalener Stadion Drittligafußball gespielt worden – in Zukunft auch wieder?
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Der Saarländische Fußballverband spricht sich für eine Neuordnung der Ligastruktur aus. Aufsteiger könnten über eine Fünf-Jahres-Wertung ermittelt werden.

Noch steht die endgültige Entscheidung aus. Aber alles deutet darauf hin, dass die Saison in der Regionalliga Südwest abgebrochen wird.

Das ist auch der Wunsch der Vereine. Bei der Sitzung der Landesverbände und Vertretern aller Vereine hat sich jedenfalls niemand für eine Fortsetzung der laufenden Runde ausgesprochen. Auch der VfR Aalen nicht. "Die Saison jetzt noch mit Geisterspielen pünktlich bis 30. Juni zu beenden, ist nicht möglich. Und das ist ja das Ziel aller", sagt VfR-Geschäftsführer Giuseppe Lepore. Auch nach der rechtlichen Auffassung sind Geisterspiele schwer umsetzbar. Da geht es beispielsweise um hygienische Fragen.

Entscheidung nach dem 25. Mai

Beim angedachten Saisonabbruch soll es einen Aufsteiger geben, das wäre – auch bei einer Quotientenregelung – der 1. FC Saarbrücken. Absteiger gibt es dagegen keine. Das rechtzeitige Saisonende hätte den Vorteil, dass die geltende Regelung zum Vereinswechsel nicht verändert werde müsste. Wechselfristen beispielsweise könnten wie bislang beibehalten werden.

Die endgültige Entscheidung über die Saison 2019/2020 soll zeitnah nach der außerordentlichen Sitzung des DFB-Bundestags am 25. Mai gefällt werden.

26 Vereine sind dafür

Vorausgeblickt wurde bei der Sitzung auch auf die kommende Saison. Und da stellen sich die Vereine auf mehrere Szenarien ein. Eine davon ist die Einführung einer zweigleisigen 3. Liga. Ein entsprechender Antrag wurde vom Saarländischen Fußballverband eingereicht, über den beim DFB-Bundestag abgestimmt werden muss. Die Idee stammt von der SV Elversberg, die zwei 3. Ligen mit jeweils 18 Mannschaften vorschlägt. Unterstützt wird dieser Antrag von 26 weiteren Mannschaften aus ganz Deutschland. Legt man das Modell der Elversberger zugrunde, wäre plötzlich der VfR Aalen mit im Boot.

Die Saison noch pünktlich zu beenden, ist nicht möglich.

Giuseppe Lepore, Geschäftsführer VfR Aalen

Denn: Das Modell sieht eine Aufstiegsregelung nach einer Fünf-Jahres-Wertung vor. So hätten Saarbrücken, Elversberg, der TSV Steinbach Haiger, Kickers Offenbach, FSV Mainz 05 II, SSV Ulm 1846 und eben der VfR Aalen die Chance, in der Saison 2020/2021 drittklassig zu sein. Der VfR ist dafür: "Wir begrüßen den Antrag", sagt Lepore.

Drittligisten sind dagegen

Groß ist die Chance aktuell allerdings nicht, weil sowohl der DFB als auch die Drittligisten geschlossen dagegen sind. Aber: Es ist nicht komplett ausgeschlossen.

Zunächst aber müssen alle Regionalligisten den DFB-Bundestag abwarten. Stimmen die Delegierten an diesem 25. Mai gegen den Antrag des Saarländischen Fußballverbandes und damit gegen eine Neuordnung der Ligastruktur, wird die Saison zum 30. Juni abgebrochen.

14 Profis unter Vertrag

Beim VfR Aalen sehnt man diese Entscheidung herbei, um endlich konkret für die neue Runde planen zu können. Aktuell haben die Ostälbler 14 Profis unter Vertrag. Die Gespräche mit möglichen Neuzugängen und auch Spielern aus dem aktuellen Kader könnten dann wieder aufgenommen.

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