Kommentar Gerold Knehr zum möglichen Debüt eines 16-Jährigen

Zeit für ein Wunderkind

  • Gerold Knehr Foto: Gerold Knehr
Das Fußballvolk hat die alten Köpfe satt. Nicht nur der seit über 14 Jahren amtierende Bundestrainer Joachim Löw (60) bekommt das zu spüren. Nach Sami Khedira (33), nur um ein Beispiel zu nennen, kräht längst kein Hahn mehr, selbst Spieler wie Toni Kroos oder Ilkhay Gündogan (beide 30) haben in dieser Woche den Liebesentzug ihrer Fans zu spüren bekommen.

Nach neuen Gesichtern also giert das Land, höchste Zeit für neue Wunderkinder. Da kommt es gelegen, dass die Bundesliga im Frühjahr die Altersgrenze auf 16 Jahre gesenkt hat – und in Dortmund Youssoufa Moukoko an diesem Freitag seinen 16. Geburtstag feiert. Am Samstag könnte der hochbegabte Deutsch-Kameruner, der in Jugendteams mehrere Jahrgänge übersprang und in der Junioren-Bundesliga in 73 Spielen 127 Tore erzielte, beim BVB als jüngster Spieler der Bundesliga-Geschichte beim BVB sein Debüt im Berliner Olympiastadion feiern.

Der Hype um Moukoko wird von zahlreichen Seiten angefacht. Spieler und auch etliche Trainer jazzen den Jungen in den siebten Fußball-Himmel. Den größten Gefallen würden Borussia Dortmund, der DFB, Medien und Fans dem Angreifer tun, wenn sie ihm die nötige Ruhe für seine Entwicklung geben würden: Zeit für ein Wunderkind.
© Südwest Presse 20.11.2020 07:45
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